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Montag, 30. November 2009

[Euphorie pur - Rammstein live]


Erzählung folgt. Morgen.

Mittwoch, 18. November 2009

[Long live Godwin!]

Man ist nie zu alt um neue Erfahrungen zu machen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. So.

Wie ich grade jetzt darauf komme? Weil ich zum ersten Mal in meinem Leben eine CD besitze, die kurz nach meinem (noch regulären) Kauf auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Medien landete. Und ich fühl mich gut dabei! :-) Ein bisschen so, als hätte man was Verbotenes getan - obwohl ich Rammsteins "Liebe ist für alle da"-Album ja heute auch noch kaufen könnte. Aber eben unter Vorlage meines Ausweises und unter dem Ladentisch, bzw. bis der Mitarbeiter des CD-Dealers meines Vertrauens den Giftschrank geöffnet hat. Und das hätte ich wohl nicht gemacht - ist dann ja ein bisschen wie in der Porno-Abteilung der Videothek den Nachbarn zu treffen oder so. Na, stell ich mir so vor, ist mir noch nicht passiert, bevor hier jetzt wilde Filme in Eurem Kopfkino ablaufen.
Jedenfalls finde ich das alles sehr aufregend und verfolge interessiert die regen Diskussionen im Netz über Sinn und Unsinn dieser Entscheidung, über Sinn und Unsinn einer solchen "Zensur", über Eltern, denen mit solchen Entscheidungen quasi die Erziehung abgenommen werde und weitere hanebüchene Schlüsse.
Und hier kommen wir zu Punkt 2 - der neuen Erkenntnis. Seit heute kenne ich Godwins Law. Mit einem ähnlich benannten Gesetz eines gewissen Herrn Murphy mache ich quasi tagtäglich Bekanntschaft, aber der Herr Godwin war mir bislang - zu meiner Schande - unbekannt. Bevor ihr lange googelt oder Wikipedia bemüht, ich mache es kurz:

“As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.” oder übersetzt:
„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit Hitler oder den Nazis dem Wert Eins an.“
– Mike Godwin

Wie recht der Mann hat, auch bei der Diskussion um die Indizierung des Rammstein-Albums dauerte es keine 3 Seiten und *plumps* war es soweit. Herrlich.

Freitag, 23. Oktober 2009

[You´re my angel - Massive Attack im Palladium]

you are my angel - come from way above - to bring me love

Ehrlich gesagt, wusste ich nicht so recht, was ich erwarten sollte. Zumindest ein ruhigeres, vielleicht weniger mitreißendes Konzert als die letzten, die ich besucht habe. Massive Attack macht zumindest keine "Mitgröhl-Musik", das war klar. Aber ich wurde eines besseren belehrt.

Okay, kein kollektives Mitsingen. Aber es war wunderbar laut, rockig und ruhig, eine grandiose Lichtshow mit tiefer Aussage und ein förmlicher Zwang sich in der Musik völlig fallenzulassen. Das war der Auftakt MEINER ganz persönlichen Konzert-Tournee in den nächsten Monaten, ich bin gespannt was das noch toppen kann.
Ich hoffe nur, dass die nächsten Konzerte nicht wieder ein Treffen der "2-Meter+"-Menschen ist, ein bisschen mehr sehen wäre schon schön ;-)

Samstag, 22. August 2009

[FlicFlac im Dreamteam]


Susi und ich machen manchmal Unmögliches möglich, Deadlines scheinen bei anderen ja nur zum Ignorieren da. Da darf der Spaß nicht zu kurz kommen, besonders wenn sie dann mal aus München vorbei schaut. Und dank Sam konnten wir auf super Plätzen das ein oder andere Mal den Atem anhalten, ich mal das Zirkusleben hinter den Kulissen erkunden, weiß jetzt, dass Katzen Uterushörner haben, Spike gerne Kolumbianer beisst und Laibach mal sehr amüsant "Life is life" von Opus gecovert hat. Was für ein Abend!

Samstag, 15. August 2009

[Freshlyground meets Würzburger Hofbräu]


Bei meinem Eintreffen dachte ich noch "Na, super, Verena, hier sind nur extatisch zu südafrikanischen Klängen tanzende Nerds!" Aber schon nach ein paar Minuten musste ich so lachen, dass die ganze schlechte Laune, die mich seit Tagen begleitete, beinahe verschwunden war und ich mich ertappte, die seltsamen Bewegungen der Menschen (alles Regionalwissenschaftler?) zu imitieren. Und dann war da ja noch die Zugabe, die so schön war, dass sie uns die Tränen in die Augen trieb. Später sollte es noch ein Absacker sein und ich führte die Damen in den Weißen Holunder, eine meiner Lieblingskneipen, die ich doch so lange nicht mehr von innen gesehen hatte.
Also wurde der Cocktailplan schnell verworfen und bei Würzburger Hofbräu erfuhren wir, was anno 1962 so in der Praline stand. "Heiratsmarkt im Hohen Atlas", was gehört auf eine gute kalte Platte (Tomaten!!!), wie macht man Männchen aus hartgekochten Eiern und Sauerbruch ist der Erfinder der Hormocenta (?)... Anschließend musste noch ein Geschenkeautomat getestet werden und die drei Damen vom Grill stellten fest, dass sie doch dringend einen Haarschnitt bräuchten.

War auch eigentlich mein Plan für heute, aber irgendwie...sind Pläne dazu da, sie über Bord zu werfen. :-)Und nächste Woche ist auch noch ein Samstag!

Und jetzt für alle noch mal Freshly Ground. Holt die Taschentücher raus!

Freitag, 3. Juli 2009

[Rauchen bildet]

Jetzt bitte keine Ermahnungen und guten Ratschläge, dass Rauchen ungesund, blöde oder sonstwas ist - weiß ich alles. Aber würde ich nicht rauchen, hätte ich die nette Begegnung eben nicht gehabt. So.
23.15h und mir fällt ein, dass ich noch ein paar Kippen brauche für morgen (sonst muss ich so früh raus). Also lieber jetzt. Ich gehe nach links zum Büdchen, weil bei dem rechts runter immer so komische Typen rumhängen. In dem Büdchen meiner Wahl sitzt des nachts immer ein altes Männchen. Keine Ahnung woher, gebürtiger Ehrenfelder ist er jedenfalls nicht. Und surft auf seinem leicht ranzigen PC. Hört Musik. Und lässt einen auch mal ne Stunde nach der offiziellen Öffnungszeit noch rein, denn es ist warm und seine Tür ist offen. Aber das war letzte Woche.
Nun ja, ich also Kippen gekauft. Im Hintergrund läuft französische Musik. Ob ich den Sänger kennen würde? Keine Ahnung. Gilbert Becaud? Jaques Brél? Er schaut mich leicht entsetzt an und bittet mich hinter den Tresen. Das sei Leo Ferré. DER anarchistische Sänger überhaupt. Aha. Rasselte sogar die korrekten Lebensdaten runter. Und dann spielt er mir weitere Lieder vor, sucht mir bei Youtube noch die Videos raus- und morgen darf ich vorbeikommen und mir ne CD abholen. Weil das die richtige Musik sei, wenn man einen ruhigen Abend allein verbringt. (Ohje, seh ich so aus? Egal.)
Ist das nett?! Ja. Und wie. War nämlich wirklich schön.
Also auch für alle anderen, hier eine kleine Kostprobe:

Montag, 6. April 2009

[Mir ist so frühlingslaunig]

hier war mal Metro Station-. Shake it

T A N Z T ! ! ! !

Samstag, 7. März 2009

[Woche der Musik - Volume 3]
The Sisters of Mercy

Überall im Netz nur erschütternd schlechte Kritiken - das konnte uns nicht abhalten. Sisters of Mercy im ausverkauften (!)E-Werk. Wie mag das gehen bei einer Band, die seit fast 20 Jahren kein Album veröffentlicht hat? Ich war gespannt. Und was soll ich sagen - es hat sich gelohnt, es war ein toller Abend. Okay, wenn ich was zu sagen hätte würde ich dem Mann hinterm Mischpult eine Umschulung empfehlen, die Stimme von Andrew Eldritch, die eigentlich so markant ist, war viiiel zu leise, der Rest laut genug. Zudem brauchte man manchmal eine Weile um den jeweiligen Song zu erkennen und doch waren meine Favourites alle dabei: Marian, First, Last and Always, This Corrosion (jaaa, ich weiß...), Dominion/Mother Russia und so weiter. Die Nebelmaschine lief auf Hochtouren, so was habe ich noch nie gesehen. Aber da Andrew Eldritch heutzutage so haarlos optisch ohnehin eher aus wie eine komische Version von Billy Corgan, dem Sänger der Smashing Pumpkins, war das nicht so schlimm. Das Publikum war nicht ganz so düster wie erwartet erhofft, auch die Gruftis von einst sind eben älter und gesetzter geworden. Und doch hatte ich kurz eine Erscheinung und dachte Marilyn Manson hinself wäre da. :-)Doch eines bleibt neben der mäßigen Akustik zu bemängeln: Liebes Publikum, habt ihr alle seit Wochen nichts zu trinken gehabt? Dieses permanente Gerenne um Getränke zu holen und sich damit anschließend durch die Massen zu schieben hat echt genervt. Wart ihr zum Trinken oder zum Musikhören da? Naja.

Das Highlight des Abends erwartete uns allerdings auf dem Weg zum Auto. Wir wurden nämlich Zeuge folgenden Dialoges:
A: Das war sooo geil! Und was für ein Nebel!
B: Ja, den Drummer konnte man nicht ein einziges Mal sehen.
A: und das kam auch zum Teil vom Laptop, das fand ich richtig scheiße.
B: Genau.

Allen Unwissenden sei zur Erklärung gesagt: The Sisters of Mercy hatten NOCH NIE einen Drummer, sie sind berühmt für ihre Drum-Maschine mit Namen Dr. Avanlanche. Aber wir haben das nicht aufgeklärt, es war einfach zu lustig. Waren wohl nicht alles eingefleischte Fans da :-)

So, und nun Augen zu (Video ist *aaargh*) und Ohren auf:

Donnerstag, 5. März 2009

[Däumchendrücken]

Ich bettele nicht. Niemals. Ich nutze meinen Journalistenausweis nicht schamlos aus, wie so viele Kollegen. Aber heute habe ich mich mal überwunden und zumindest gefragt - und gleich ehrlich dazugesagt, dass ich die Anfrage nicht aus beruflichen Gründen stelle.
Und was soll ich sagen, Ehrlichkeit kommt weit. So zumindest die freundliche Antwort. Zumindest auf die Akkreditierungsliste hab ich es schon geschafft, ob was draus wird entscheidet sich erst wenn das Pressekontingent feststeht. Aber Däumchendrücken und hoffen darf ich doch? Und vielleicht gehts ja Ende April nach Wolfsburg....*uiuiuiiiiiih*

Mittwoch, 4. März 2009

[Woche der Musik - Volume 2]
Phillip Boa "Diamonds fall"

Das letzte Konzert von Phillip Boa and the Voodooclub im Kölner Gloria im Oktober 2007 ist ja leider schon ne Weile her, umso mehr freute ich mich seit Monaten auf heute Abend. Sehr ungerecht, dass ich seit heute schon wieder krank bin. Der Hals ist wund, es fröstelt, die Nase läuft auch schon wieder - kann das denn wahr sein? Mann, hab ich das satt. Aber verderben lassen wollte ich mir den Abend auf keinen Fall und Boa hat mich alles auch für 2 Stunden fast vergessen lassen. Es war anders als beim letzten Mal, aber kein bisschen weniger euphorisierend. Lag aber vor allem daran, dass ich mich diesmal nicht wie ein Teenie fühlte.
Ein gut gelaunter Boa betrat die Bühne und sprach von Anfang an mit uns - man könnte fast sagen er war richtig "redselig". Wieder einmal mischte er alt und neu so gekonnt, auch wenn dieses Mal mehr neue Songs geboten wurden, er hat quasi fast das komplette neue Album gespielt. Diamonds fall, Lord have mercy with the 1-eyed, The race is over gehören dabei schon zu meinen Favourites. Und liebe Pia, Deine Stimme ist wunderbar, Deine Ballad of Pia & Toett auch. Danke. Bei den Klassikern tobte der Saal wieder wie gehabt und wir mit. Gleich ob Container Love, Love on sale, Annie flies the lovebomber, Albert is a headbanger, And then she kissed her, I dedicate my soul to you und und und. Unsere "Lieblinge" umrahmten einen perfekten Abend, "Fine Art in silver" als Start und das obligate "Kill your ideals" am Ende. Danke, Boa, es blieb wieder (fast) kein Wunsch offen- wenn nächstes Mal "Rome in the rain" oder "Sleep a lifetime" wieder dabei ist ist es perfekter als perfekt. ...und erwähnte ich diesmal schon, dass ich den Mann unglaublich sexy finde? ;-)


edit: So, jetzt schnell gesund werden (das Schwitzen heute im Gloria hat bestimmt geholfen) und dann gehts Freitag zu Andrew Eldritch und den "Sisters of Mercy" - ich bin gespannt!

Dienstag, 3. März 2009

[Woche der Musik- Volume 1]
Lang ist relativ

Eine tolle Idee von Susi mich zu "Play Loud! Johnny Cash at san Quentin" zu schleppen. Im Schauspielhaus wollte Harald Schmidt sein Lieblingsalbum vorstellen. Von Johnny Cash muss man Susi und mich nicht überzeugen, der "Man in Black" hat bei uns schon lange einen festen Platz. Normalerweise, das muss ich zugeben, bin ich allerdings kein besonders großer Harald Schmidt-Fan, obwohl ich seinen Humor und seine Intelligenz durchaus zu schätzen weiß. Machen wir´s kurz: er hat mich vollkommen überzeugt. Während uns das Extrem-Berlinern des Gastgebers Jürgen Kuttner ein bisschen auf den Senkel ging (es wirkte so unglaublich gewollt), traf Herr Schmidt es so häufig in seinen Beschreibungen einfach nur auf den Punkt. Sein Wortwitz war wirklich...super. Alleine die Carter-Family mit "mentaler Planwagen" zu umschreiben - treffender kann man es wohl auch nicht sagen. Aber er hat Johnny Cash glaube ich - soweit ich das überhaupt sagen kann-wirklich verstanden.
Das lockere Geplauder am Anfang mündete dann darin mit ca 300 anderen im Fast-Dunkel dem Konzert von Johnny Cash in San Quentin zu lauschen. Der Originalscheibe und nicht dem künstlichen aufgeblähten Remix, das vor einigen Jahren als CD erschien. Laut wurde es, das besagte aber ja auch der Titel der Veranstaltung. Aber die Zuhörer rutschten zumeist genüsslich tiefer in ihre Sessel und schlossen ebenso genießend die Augen wie Schmidt und Kuttner auf der Bühne. Kurz fühlte man sich als einer der Insassen, die anno 1969 diesem Auftritt beiwohnen durften. Man wurde quasi in die Musik hereingezogen. Ein echtes Erlebnis. 4 Songs, Platte umdrehen. Kurzer Talk und wieder 4 oder 5 Songs auf der B-Seite.

Kaum ging das Licht wieder an, meldeten sich zwei Nasen lautstark zu Wort, ein Pärchen offensichtlich, so etwa um die 60. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen - im letzten Leben, also vor der Rente, waren die bestimmt Sozialpädagogen oder so was. "Das war viel zu lang!" *quengel.nerv* Immer und immer wieder, so als hätten wir sie nicht verstanden. Doch haben wir, aber wir wollten diesen Schwachsinn einfach ignorieren. Das haben die beiden offensichtlich genauso wenig verstanden wie das, was sie da grade hätten erleben können. Aber Harald Schmidt wäre nicht Harald Schmidt, wenn er nicht die passenden Antworten für die zwei parat gehabt hätte. Auf die erste Beschwerde reagierte er nur mit "LANG ist relativ. Die meisten Insassen hatten Lebenslänglich.", auf die zweite sprach er das aus, was wir alle dachten: "Eine Langspielplatte heißt so weil sie nicht kurz ist." Und ich hätte gerne noch erwidert, dass jeder, der diesen Abend besuchte, vorher wissen konnte WIE LANG GENAU das Album ist. 8 oder 9 Songs alles in allem. Mann, wie beschissen kann man sein, manchmal kotzen mich Leute, die immer und überall was zu nörgeln haben so unglaublich an. Sorry, dass ich mich dieser unschönen Sprache in diesem Fall bedienen muss, aber hier hilft auch kein Euphemismus mehr.
Liebe Nörgler, bleibt bitte zuhause. Auch morgen beim Boa-Konzert und Freitag bei Sisters of Mercy. Ich wollte es nur beizeiten schon gesagt haben. Danke.


Dienstag, 24. Februar 2009

[Kostümfundus gesucht]

Nächste Woche geht´s ja nicht nur zu Phillip Boa zum Konzert ins Gloria, den Wochenabschluss bilden Sisters of Mercy. Ein bisschen hab ich mich dazu überreden lassen, aber nur ein ganz kleines bisschen. Und Überreden musste man mich auch nur, weil ich viel zu wenig Songs kenne. Aber was solls. Düster und schwarz, das passt schon. Nun lese ich grade im Kölner PRINZ folgendes:
"Seit 1993 haben sie keinen einzigen neuen Song veröffentlicht, aber das hindert die Sisters Of Mercy nicht daran, regelmäßig zu touren. Schließlich garantieren allein alte Hits wie "Temple Of Love" ausverkaufte Konzerte, besucht von Liebhabern blass geschminkter Gesichtsfarbe, Netzhemden und Aladinhosen."
Das mit "blass geschminkt" ist kein Problem, das krieg ich hin. Aber Netzhemd und Aladinhosen? Wo zum Teufel gibt´s denn sowas? Karneval ist dann doch rum..und ich weiß auch nicht so recht ob ich mir meine Begleitung und mich in diesem Outfit vorstellen möchte. Nein nein.

Sonntag, 22. Februar 2009

[vorfreude auf juni]

Sonntag, 18. Januar 2009

Lord, have mercy with the 1-eyed!

Dem frommen Wunsch schließe ich mich an, habe es grade mit vielen, beinahe unzähligen Einäugigen zu tun. Aber die sollen ja auch manchmal Könige sein habe ich mir sagen lassen.
Phillip, wir sehen uns wieder am 4.3. im Gloria!Freue mich schon wie Bolle!
(Und auch wenns keiner hören will- er ist immer noch soo SEXY!)
Lord Have Mercy With The 1-Eyed


APROPOS: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Herr Boa! Na, das passt ja...

Dienstag, 18. November 2008

Wer braucht Ritter in Rüstung, wenn er Freunde hat?

Wer mich kennt weiß, für mich ist nur eine tote Spinne, eine gute Spinne. Als mich letzte Woche ein wirklich ganz schauerlich großes, fettes und hässliches Exemplar in meinem Wohnzimmer heimsuchte, war es vorbei mit meiner Ruhe. Ich erinnerte mich zwar an die zahlreichen Tipps, die ich von Freunden bei der letzten phobischen Erfahrung bekommen habe, aber diese Mutation erschien mir wenig geeignet mich des Staubsaugers zu bedienen. Vermutlich hätte sie mich angegrinst, mir den Sauger aus der Hand genommen und gegen mich gerichtet. Ehrlich wahr. So habe ich, nachdem ich das erste Mal nicht starr vor Schreck und stumm war, sondern das Haus zusammengeschrieen habe, versucht das Vieh vom Flur aus zu beobachten. Aber pfiffig wie Thekla war hat sie einen kurzen Moment der Unachtsamkeit genutzt und hat sich verkrümelt. Aber wohin zwischen dem ganzen Plunder, den zahllosen Büchern? In Gedanken ging ich mein Telefonbuch durch und musste feststellen, dass ich von vielen nicht wusste ob sie auch arachnophobisch veranlagt sind oder nicht. Kadriye ist definitiv aus der Fraktion der Tapferen und sie darf ich auch rund um die Uhr anrufen, aber das nützt mir nichts weil sie derzeit beruflich im Nordirak weilt. Die Anreise wäre definitiv zu weit. Tja, wer noch? Na, egal. Ich kläre das morgen früh, dachte ich mir, und klebte zur Sicherheit den großen Spalt unter der Tür mit Malerkrepp zu. So ein Schlafzimmer ist doch auch sehr gemütlich. Am nächsten Tag wurde ich im Kollegenkreis teils belächelt, teils verständnisvoll in meinem Ekel bestärkt. Aber so richtig bitten mag man um Hilfe ja auch nicht, ein bisschen peinlich ist mir das schon. Nun denn, Dana hat mutigst ihre Hilfe angeboten (Danke auch den anderen Willigen!) und kam nach einem harten Tag und Sport noch ganz zu mir gefahren um sich der Herausforderung zu stellen. Wir haben das Monstrum auch recht schnell entdeckt („Siv, guck bitte nicht hin, ich hab sie gefunden!“) und Dana wollte mutig mit dem Kleenex in der Hand zugreifen. Aber da hat Thekla sich gedacht: „Kein guter Tag zum Sterben“ und schwups, war sie hinter dem Regal verschwunden. Nachdem wir noch eine Weile auf sie gewartet hatten, gaben wir auf. Ich habe nach einem Tag endlich das Licht ausgemacht (das ging abends vorher nun wirklich nicht mehr, ich lauf doch nicht quer durch die Gefahrenzone) und den Malerkrepp wieder festgepappt. Samstag begann ich langsam gefallen an dem Wohnen auf dem Bett zu finden, aber Sonntag fühlte ich mich doch langsam recht eingeschränkt in meinem Bewegungsradius. Und dann telefonierte ich mit Ulrike, die sich dann auch als nicht so arachnophobisch outete. Gesagt getan, sie kam, ich entdeckte die Mutation und Ulrike hat einem blöden Werbeprospekt endlich eine sinnvolle Aufgabe zuteil werden lassen und …Thekla möge in Frieden ruhen. Sie hätte ein langes und glückliches Spinnenleben führen können, wenn sie doch nur nicht in meine Bude gekommen wäre. Pech gehabt, Schätzchen! Zur Belohnung gings dann erstmal mit Ulrike in „Ein Quantum Trost“ und Daniel Craigs Augen entschädigen für viel. Ein bisschen wäre ich aber auch gern tapfer, so ein kleines bisschen. Ein bisschen James Bond in mir, das wär´s…


…und jetzt kommt mir nicht mit Konfrontationstherapie und so was…neeee, ohne mich!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Und es bleibt doch die KölnArena!

Wenn man mir rechtzeitig Bescheid sagt, bin ich auch spontan. In diesem Fall reichten 2 Stunden. Nicole hatte noch karten für das Gratiskonzert in der Köln ...äh..LanxessArena und Dana, Daria und ich eilten hin. Bläck Fööss, The Bosshoss und Nena, was für eine skurile Mischung, dazu noch moderiert von Atze Schröder. Nun gut. Und schließlich war ich noch in der größten Veranstaltungshalle dieser Republik! Das allein wäre schon Grund genug gewesen.
Znächst wurde der Vorstand von Lanxess und unser OB auf die Bühne gebeten- und wir fragten uns gleich an welchem chemischen Stoff dieser Vorstand wohl geschnüffelt hatte. Oder waren es wohlmeinende Berater? So oder so, betont witzig ist eben meist das Gegenteil. Wie Aufziehmännchen sprangen die Herren auf und ab und wollten uns erklären wie unglaublich toll es nun ist, dass diese Firma nun der KölnArena einen neuen Namen verpasst hat. Auch der OB versuchte den Schritt zu rechtfertigen- aber ich kann nur sagen: Thema verfehlt, Ihr Lieben! Es ist und bleibt für Kölner und sogar für Zugereiste ohne jegliche emotionale Bindung zu dieser Stadt die KölnArena, egal wieviel Geld Ihr da reinpumpt So. Punkt.
Nach einer recht kurzweiligen Einführung unseres Moderators kamen dann die Bläck Fööss auf die Bühne und schon vor dem ersten Ton waren die Kölschen außer Rand und Band. Lieder, die sogar mir eine Gänsehaut bescherten (und bei Du bes die Stadt und dem Dudelsackgedudel hörte auch Ostfriesland übers Handy mit) und so seltsame Gassenhauer (man mag es mir verzeihen, damit kann ich eben nichts anfangen) wie dem "Bickendorfer Büdchen". Bei letzteren sprangen die Damen vor uns auf wie die Erdmännchen auf Duracell und hüpften nur noch. Es ist schon seltsam in dieser Stadt, Frohsinn auf Kommando. Ich kann auch nach 14 Jahren am Rhein oft nur den kopf schütteln. Aber die Jungs auf der Bühne wussten was das Publikum erwartete - und haben alle zufrieden gemacht. Anschließend kam, nach einer kurzen Moderation von Atze, The Bosshoss auf die Bühne. Ich höre die Jungs eigentlich ganz gerne, aber die Akustik im Oberrang lässt in dieser Halle mehr als zu wünschen übrig. So kam leider nur das hohe Geschrammel bei uns an. Alles in allem aber eine gute Performance und wir waren uns einig: "Hoss, wir wollen ein Kind von Dir!" Mann, ist DER sexy. Puh. Pause mit Bratwurst und Senfflasche melken und dann sollte Nena folgen.

Liebe Gabriele Kerner aus H., Sie haben leider gar nichts kapiert. Die Menschen waren hier für ein kurzweiliges Gratiskonzert, es war kein Nena-Konzert mit eingefleischten Fans. Und deshalb hätten Sie gut daran getan, wenn man jedes zweite Lied gekannt oder zumindest erkannt hätte. Aber Sie haben nicht verstanden, dass wir eher Hagen als Hamburg wollten, keine Kunst sondern Mitgröhl-Kommerz!
Ihr Kozept einer demokratischen Schule mag ja irgendwo auf der welt okay sein, aber wenn man jemanden schon nach wenigen Minuten anmerkt, dass er so gar keinen Bock auf uns als Publikum hat und dann den Basisdemokratischen raushängen lässt ("Wollt Ihr machen, was Ihr wollt? Dann macht das! Jeder ist selbst für sich verantwortlich." ach nee! "Es liegt an Euch, was Ihr hier erlebt."), dann möchte man Ihnen zurufen "Mach Deinen Job und mach ihn gut". Es lag eben nicht an uns, wir waren willig, wollten Spaß und Rock ´n Roll, aber mit geseufzten Liedern ohne Wiedererkennungswert leerte sich die Halle eben schnell.

Ich muss dazu sagen, dass ich Nena in den 80ern nicht ausstehen konnte, dieser rotzige etwas unartikulierte Gesang war nicht meins und wenn ich an die Bravo-Poster mit den durchgeschwitzten Achselhaaren denke....Brrrr...Menschen meiner Generation wissen, was ich meine! Als dann 2003 das Album "Nena feat. Nena" rauskam, fand ich das gar nicht übel. Ehrlich. Ist in meinem Besitz. Aber bei dem Konzert kam davon sehr wenig rüber. Und die 90er waren eben einfach nicht die richtigen Jahre um einen Song nach dem anderen aus dieser Zeit über die Bühne zu seufzen. Das konnte auch die Tochter, die süß ist aber etwas authistisch über die Bühne hopste, nicht retten. Als Nena die Halle beinahe leer gesungen hatte (wir hielten durch, wohl auch aus Mitleid) und lediglich zum vermeintlichen Abschluss mit einem rockigen "99 Luftballons" noch mal Publikum aus dem Foyer reinlockte, dankte sie anschließend artig vor allem denen "die durchgehalten haben". Ja, das kann man so sagen, Frau Kerner. Nun denn, auch wenn niemand wirklich danach verlangte, es kamen noch zwei Zugaben- das lang ersehnte "Irgendwie irgendwo irgendwann" und "Liebe ist..", der "Verliebt in Berlin"-Titelsong. Die Frau kann rocken, das durften wir da noch erleben, schade nur, dass sie es so lange nicht getan hat. Am allerschönsten war aber ohnehin der glitzernde Flitterregen am Ende (das wollte ich doch schon immer mal!)! Ach ja, und 2008 ist sie wenigstens unter den Armen rasiert. Ehrlich, ich habs gesehen!

edit: die Stimmen der Besucher nach Ende der Veranstaltung waren uns wie aus dem Mund gesprungen: "Mann, war Nena schlecht!". Nicht verstehen konnten wir hingegen die Dame, die rief:"Und wo waren jetzt die Toten Hosen als Special Guest? Und dafür hab ich Nena ertragen!" Glaubt die wirklich, dass die Hosen aus der verbotenen Stadt hier nach Köln kommen um einen Chemiekonzern und dessen Kommerz zu feiern? Nöööööö.

Dennoch, wir danken Nicole herzlich dafür, dass sie an uns gedacht hat, denn Spaß hatten wir trotzdem!
Ach ja, der Autor des hier hinterlegten Berichtes war, glaub ich, in ner anderen Halle!

Montag, 27. Oktober 2008

Weitere Worte nicht nötig

...da geht für mich die Sonne auf. ;-)




P.S. Bessere Qualität gefällig? Hier!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Sie sind da.


edit:...und zum Warmtragen der schwarzen Klamotten im März schon mal "Sisters of Mercy".

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Es gibt so Tage...da hat Moby einfach recht.



...und da hat das Horoskop behauptet, es sei der beste Tag meiner Woche. Schlimmer waren die anderen auch nicht! Mal schauen was morgen noch kommt...

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Just a question of time

Ja, es ist nur noch eine Frage der Zeit. Eine Frage der Zeit bis ich mit drei netten Menschen in der verbotenen Stadt Düsseldorf Depeche Mode live erleben darf. Ok, das Datum wird erst am Montag bekannt gegeben, irgendwann im Juni 2009 wohl. Aber die Karten haben wir quasi in der Tasche. Nach jahrelanger Konzertabstinenz durfte ich in den letzten zwei Jahren einige sehr gute bis grandiose Konzerte erleben - und ich bin sicher, das hier wird die Serie fortsetzen. Oh, ick freu mir so!