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Freitag, 1. Januar 2010

[Last Post - in mehr als einem Sinne]

So, Ihr Lieben, das war 2009. Das war ein ganzes Jahrzehnt (wie ich heute erinnert wurde).
Es ist ruhig geworden hier in letzter Zeit - aus vielerlei Gründen. Und allein das reicht, um dieses Stück Web zu überdenken. Aber dazu später mehr.

Bereits im letzten Jahr wollte ich die Anregung von Frau Schmitz und einem alten Freund in die Tat umsetzen und Jahresendbriefe an mir wichtige Menschen schreiben. In diesem Jahr wollte ich es wieder tun, weil ich noch viel mehr Grund dazu gehabt hätte, Freunden zu danken und vieles zu erklären. Es wurde wieder nichts daraus. In meinem Kopf sind sie alle geschrieben, allein in einem Briefkasten landeten sie nie. Keiner davon.
Nun haben die Schmitz und Frau Zimthuhn mit ihren Blogeinträgen auch mich animiert, mich noch mal an meine Leserschaft zu wenden und ein Resumee zu ziehen und den wohl persönlichsten Post zu verfassen, den es hier zumindest im letzten Jahr gab. 2009. Hm. Nicht mein Jahr, zumindest keines meiner besten. Nicht mein Jahrzehnt um genau zu sein. Zuviel Abschiede, zu viele Tiefschläge als das die Highlights (und derer waren auch nicht wenig) das unter dem Strich hätten rausreißen können. Ich will aber nicht undankbar sein, alles, wirklich alles hatte sein Gutes. Ich habe viel gelernt. Über mich, über andere, über Liebe, über Freundschaft - und ein bisschen auch über das große Ganze.
Aber es reicht hier das letzte Jahr Revue passieren zu lassen.
Es begann schon mit einer gesundheitlichen Krise, die mir vor Augen führte, dass ich doch so einiges in meinem Leben ändern sollte. Kurze Zeit hat das auch funktioniert, doch dann kam irgendwann der Punkt, an dem der Alltag das nicht mehr zuließ. Und genau da kommen wir zu dem Problem 2009. Über dem Alltag (vor allem im Job) habe ich mich zeitweise selbst vergessen, beinahe bis zum Zusammenbruch am Ende des Jahres. Die Notbremse, die ich dann ziehen musste, hat mir zwar keine Erholung gebracht, aber doch einige Erkenntnisse. SO kann es nicht weitergehen, kein Job der Welt darf so wichtig sein, dass man dafür die Menschen, die man liebt und die einem uneingeschränkt wohlgesonnen sind, dafür vernachlässigt. Punkt. Aber grade in diesem Jahr durfte ich merken, wie wichtig es ist, eine tolle Familie und tolle Freunde zu haben, die auch dann nicht aufgegeben haben, wenn ich mich streckenweise komplett zurückgezogen habe, mich nicht regelmäßig gemeldet habe. Freunde, die das akzeptiert haben, dass ich die Zeit für mich brauchte und die das ausgehalten haben. Dafür kann ich nicht genug Danke sagen. Stellvertretend für viele seien da genannt: "Frau Zimthuhn", die unaufhörlich immer mal wieder sonntags angerufen hat um zu hören ob es unter dieser Nummer noch einen Anschluss gibt. Siw im fernen Hannover, die immer Kontakt hält, auch wenn ich 2009 keine gute Freundin war. "Schnee Flocki", die mich einfach immer zum Lachen bringt, eine gute Ratgeberin, Backhilfe und Einkaufsberaterin ist. Die "Rotbäckchenmaus", mit der ich meine schier unbändige Liebe zum Meer teile und die sich sogar auf meine Lieblingsinsel im Trüben eingelassen hat. "Dings", mit der ich nicht nur eines der Konzerthighlights in diesem Jahr erlebt habe und die sich auch schon seit über 3 Jahren immer mal wieder mein Gejammer anhören muss. Kati, bei der man immer sein kann, wie man sich fühlt. Die "Irre", die selbst kein einfaches Jahr hinter sich hat, mir aber nun schon seit 10 Jahren die Treue hält. Susi, die vieles versteht, was andere einfach nicht verstehen können ...und...und...und...

Ich weiß, dass sie alle für mich da sind, wenn ich sie brauche. Keine neue Erkenntnis, aber immer wieder schön und ein Highlight des Jahres. Und das Beste daran: Ich weiß, dass es so weiter geht und darauf freue ich mich jetzt schon. Weitere Highlights gab es natürlich auch: ich habe mich neuen Herausforderungen gestellt und die meisten gestemmt, ich habe meinen ultimativen Rückzugsort am Meer gefunden, ich habe wunderbare Konzerte erlebt, allen voran Massive Attack und Rammstein (wär hätte das Anfang 2009 gedacht? Ich nicht! Meine persönliche Entdeckung sozusagen)
Ich habe ein paar soo tolle Kollegen, ohne die ich dieses wilde Jahr nicht überstanden hätte. Und da gibt es noch jemanden, dem ich unglaublich viel verdanke, mein persönliches Korrektiv, mein Augen-Öffner für Schönes und Wichtiges im Leben. Euch allen danke ich von Herzen für Eure Ausdauer, Eure Toleranz, Euren Humor, Euer stetiges Kopf-Zurecht-Rücken. Bitte seid mir nicht böse, dass ich 2009 keine wirklich verlässliche Größe war - ich weiß es: 2010 wird viel besser und ihr könnt wieder auf mich zählen. Und ich freue mich darauf.

Der Rückblick auf mein 2009 und diesen Blog und die immer weiter rückläufige Anzahl von Postings haben mich allerdings schon längere Zeit nachdenklich gemacht. Und ein Entschluß ist gereift: hier ist erstmal Schluß. Ein Webtagebuch macht nur dann Sinn, wenn es regelmäßig gefüllt wird - und das konnte ich in diesem Jahr nicht leisten. Es macht auch nur dann Sinn, wenn zumindest ein Großteil meines Lebens auch hier stattfindet - und die privaten Dinge, die mein Leben ausmachen, gibt es hier ja nun so gut wie gar nicht. Ich freue mich wirklich über JEDEN Leser (und das sind ja inzwischen einige aus ganz Deutschland, ich habe das immer sehr genau verfolgt), der hier vorbeigeschaut hat - das war toll. Und doch ist es - frei nach Sartre - so: "Der Blick der Anderen, ist die Grenze meiner Möglichkeiten." So sehr der Blick gewünscht ist, so sehr beschränkt es die Inhalte, denn nicht alle hier kennen mich persönlich, nicht alle, die mich persönlich kennen, sollen alles wissen (wer will schon, dass die halbe Firma mitliest - und damit meine ich NICHT die oben gelobten Kollegen!) - diese Erkenntnis musste aber erst reifen.

Aber wer mich wirklich kennt, weiß, dass das nicht alles war. Vielleicht geht es hier doch eines Tages weiter, vielleicht woanders, vielleicht einfach nur unter anderen Vorzeichen. Oder eben nicht. Wir werden sehen, was 2010 so bringt. Und in Kontakt treten kann man mit mir ja immer noch.

Euch allen, die ihr mich direkt oder als treuer Schwarzleser hier begleitet habt, meiner Familie und meinen Freunden die ALLERBESTEN Wünsche für das neue Jahr, vor allem Gesundheit und die Liebe, die Ihr verdient.
May the best day of your past be the worst day of your future!!!!


Mein Soundtrack 2009:






...und vieles mehr.

Donnerstag, 12. November 2009

[Große Worte]

Bevor ich dazu komme, endlich die schönen und viel zu kurzen Tage auf meinem Lieblings-Eiland (und diesmal mit Dana, wie schön!) zu bloggen, hier ein Spruch, der mir grade vor die Füße fiel und der sehr kurz und treffend sagt, was ich zur Zeit sehr häufig denke. Wie gut, dass es kluge Menschen gibt, die das kurz und treffend in Worte fassen können, was ich meine. Oder es schon vor geraumer Zeit getan haben.

Ein großer Mann zeigt seine Größe durch die Art, wie er kleine Leute behandelt.
- Thomas Carlyle-

...gilt wohl für beiderlei Geschlecht...

Montag, 19. Oktober 2009

[..die wird Sekretärin!]

Ich sag Euch das, in Stapelmoor weiß man wie die Welt zu retten ist - nur 4 Bundesländer und alle dürfen bis nachts um 5 Uhr feiern. Ist doch ganz einfach, oder? Und dann ist das auch egal ob man Sekretärin wird oder General. Hauptsache ein kleiner Mann....oder so ähnlich.
Gerrit war so nett mich auf diese Serie aufmerksam zu machen - unter dem Titel:
Das Höchste was ein Mensch werden kann, ist Ostfriese!
Dem kann ich nur zustimmen. Viel Spaß!


Schön auch hier "Über Frauen"...

In diesem Sinne: "Der liebe Gott gibt noch einen aus und dann geht´s nach Haus."

Samstag, 10. Oktober 2009

[Für Nelson und seine Freunde]

Heute ist Welthundetag. Man könnte meinen, "och, noch so ein Tag, den es nur auf dem Papier gibt. Wofür sonst?" Um sich daran zu erinnern, was schon viele kluge Menschen treffend umschrieben haben:
+ Du denkst, Hunde kommen nicht in den Himmel. Ich sage dir, sie sind lange vor uns dort + Unter hundert Menschen liebe ich nur einen, unter hundert Hunden neunundneunzig + Tiere reden mit den Augen oft vernünftiger als Menschen mit dem Mund + Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich + Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen + Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede + Es gibt keine Treue, die nicht schon gebrochen wurde, ausgenommen die eines wahrhaft treuen Hundes + Man kann auch ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht!

Und vor allem der Herr Schopenhauer hatte es erkannt:
Wer nie einen Hund gehabt hat, weiß nicht, was Lieben und Geliebtwerden heißt

Und deshalb freue ich mich (auch aus der Ferne) jeden Tag über Nelson und denke noch oft an Bessy & Leya.

Samstag, 3. Oktober 2009

[Ein besonderer Tag- Happy Birthday]

3. Oktober, Tag der deutschen Einheit. Wie die Zeit vergeht.
Dank 1Live wurde ich gestern daran erinnert, dass ich ja heute nicht einkaufen kann, hab ich also gestern Abend um 21.30h noch gemacht (Großstadt sei Dank!). Dass heute ein Feiertag ist, hatte ich zwar nicht vergessen, aber irgendwie verdrängt, dass dann die Geschäfte zu sind.
Allerdings ist für mich kein Feiertag wegen der Wiedervereinigung, emotional ist das für mich der 9. November. Nie werde ich vergessen wie meine Eltern und ich damals im Fernsehen die Ereignisse verfolgt haben. Aber dazu vielleicht am 9. November mehr.

Für mich ist heute ein ganz besonderer Tag, weil mein Opa heute Geburtstag hat. Hatte, genaugenommen. Und heute wäre mein "Großer Opa" 95 Jahre alt geworden. Ein Tag voller lieber, zum Teil sehr lustiger Gedanken. Das Bescheißen beim Mensch-ärgere-Dich-nicht, das Wettrennen zum Adventskalender, sein liebevolles "Na, mien Deern, wo geiht die dat?".
Lieber Opa, schön, dass Du genau MEIN Opa warst. Und pass von da oben schön auf meine Lieben auf.

Mittwoch, 30. September 2009

[Wie wahr, danke an das Uschi-Prinzip]

Beim "Uschi-Prinzip" grade einen Text gelesen, den ich nur empfehlen kann, er trifft den Nagel auf den Kopf. Erlebe ich grade täglich. Zwar meist nur von außen, auf den Fluren, aber das reicht um so richtig den Kanal voll zu haben.
Menschen und Menschenaffen haben eine evolutionär nicht degenerierte Gemeinsamkeit: Wenn sie anderen begegnen, blecken sie die Zähne. Sollte heißen "ich beiße dich nicht". Wird auch Lächeln genannt. Bedeutet mitunter "ich beiße dich doch". Wird lächelnd vollzogen. Gravierender Unterschied.
Häufig von weiblichen Exemplaren der Spezie ausgeführt in Kombination mit dem ein oder anderen Augenaufschlag. Zur Verstärkung dieser Taktik kann auch noch das männliche Leittier um Unterstützung gebeten werden, am besten ebenfalls mit Augenaufschlag und Verweis auf das gemeinsame Ziel.
Gut ist, wenn Sie sich von Revierverletzungen - auch inhaltlich - fern halten. Subtilität ist effektiver als Gewalt, Intrige statt Auseinandersetzung, Manipulation der Gerüchteküche vertuscht fehlende Kompetenz. Hüten Sie sich vor grinsenden Weibchen - Frauen können mehrere Dinge gleichzeitig tun und sich auch noch die Lippen schminken.
Es könnte sein, Sie erkennen den Angriff erst, nachdem er schon erfolgreich war. Und bitte, tun Sie mir einen Gefallen: Gehen Sie besser nicht davon aus, dass andere Menschen anständig handeln, wenn sie Verantwortung tragen. Leistung ist kein Garant für Ihr Überleben im Dschungel. Es zeigt sich erneut, dass, wer mit Erdnüssen bezahlt, nur Affen einstellen kann.
(c) Das Uschi-Prinzip

Danke Ush, man merkt, Du weißt, wovon Du sprichst.

Sonntag, 13. September 2009

[*gähn*]

Ich bin ja bestimmt kein unpolitischer Mensch, aber an einem Sonntagabend auf 4 Kanälen so ein laaaangweiliges "Kanzlerduell" wie bei den Amis - das geht gar nicht. Wer bis heute, nach 4 Jahren Regierung, immer noch nicht weiß, was er wählen soll, der weiß es nach so einer unsäglichen Veranstaltung auch nicht. Da lob ich mir, heute mal ganz unpolitisch, die hundertste Wiederholung von "About a boy"...

Dienstag, 1. September 2009

[Mensch, Gregor! So doch nicht!]

3 Tage Berlin standen wieder einmal auf meiner Agenda. Sich inkognito von KV-Funktionären beschimpfen lassen und der Besuch des 1. Deutschen Kassenärztetages. Super Veranstaltung mit durchaus so was ähnlichem wie Unterhaltungswert. Warum sich die KBV nun schon den Segen der evangelischen Kirche in Gestalt von Bischof Huber holen musste hat sich mir zwar nicht erschlossen, aber Gregor Gysi hat auf der Bühne schon einen gewissen Unterhaltungswert. Oder was ist davon zu halten, wenn ein Fraktionsvorsitzender sich im Kreise von gesundheitspolitischen Sprechern outet, von Gesundheitspolitik keine Ahnung zu haben ("Unsere gesundheitspolitischen Experten haben keine Zeit, die machen Wahlkampf." Ach was!). Aber man habe ihm ja einen Zettel zugesteckt. Sprachs und holte ihn aus dem Sakko - und las die Meinung vor, die er zu vertreten habe. Leider hat man gemerkt, dass er wirklich nicht wusste, wovon er sprach, aber er verschwand zeitig von der Bühne, so dass es ihm leider auch niemand der Anwesenden erklären konnte. Nun denn. Immerhin konnten ein Kollege der schreibenden Zunft und ich im Stillen titeln "KBV applaudiert SED" - und allein dabei hatten wir unseren Spaß. Auch wenn das so nie zu lesen sein wird.

Ansonsten war zumindest der Dienstag im weiteren Verlauf eher suboptimal- 33 Grad in der Hauptstadt, ein netter Anruf unseres Reisebüros "Ich hoffe, Sie haben eine Jacke mit?! In Köln sind es nur 18 Grad." Ja, hatte ich mit, der Tag endete allerdings trotzdem so durchwachsen wie das Wetter. Wenn man nach zwei Tagen voller anstrengender Termine einfach nur nach hause möchte, ist es nicht ganz so toll, wenn man schon am Flughafen 30 Minuten Verspätung hat um dann noch mal weitere 20 Minuten in der Maschine zu hocken. Einer DSDS-Tralala-Hupfdohle beim Telefonieren mit dem pinken Handy (biss sich farblich mit dem neongrünen Koffer) zuhören muss ("Ich bin jetzt im Flugzeug." Ja, ich auch.). Kaum im kalten und nassen Köln gelandet, war dann auch noch der "Finger" (Fluggastbrücke im Laiendeutsch) kaputt und es mussten erstmal Gangways angefordert werden. Dann in den Bus und gefühlte 20 Meter gefahren. Dann Gehupe, ein Auto verhindert die Weiterfahrt. 10 Minuten. Auto fährt weg und wir fahren noch....2 Meter. Nicht gefühlt, ganz in echt. Aaaargh! Immerhin kam der Koffer dann schnell, nur der Parkhausautomat spuckt keine Quittung aus. Was kann noch schief gehen?! Also mit einem unfreundlichen gelangweilten Parkhauswächter diskutieren (wer behauptet eigentlich immer wieder Kölner wären nett und Berliner unfreundlich?!?). "Wie viel haben Sie bezahlt?" "58 Euro" "Nicht 59?" "Neheiiiin!!" Ich erinnerte mich plötzlich sehr genau an Michael Douglas in "Falling Down". Und ich hatte Verständnis. Statt 20h war es irgendwann 22.30h als ich endlich die heimische Tür aufschließen konnte. Nein, es gibt so Tage, die sind schon gebraucht, wenn man sie bekommt. Aber Berlin an sich war wie immer toll, ich war mit Sandra und Caren schlemmen, lästern und lachen und überlege wieder intensiver, umzusiedeln. Naja, keine 17 Tage und ich bin wieder da. Zwar auch zum Arbeiten, aber dann immerhin im Lieblingshotel.

Montag, 20. Juli 2009

[Condor sucks!!!]

Bevor ich dazu komme über einen schönen Urlaub im Mittelmeer zu bloggen, muss erstmal die unbändige Wut raus. Gestern morgen, 6 Uhr aufstehen, 7.15 Uhr Taxi zum Flughafen Palma. Geplanter Abflug 9.25 Uhr. Lange Schlangen schon jetzt vor den Check In-Schaltern der Condor. Wir wundern uns noch, weil viele Reisende ihre Koffer öffnen und wild umpacken. Die haben bestimmt das gleiche Problem mit dem Übergepäck wie wir. Denken wir schmunzelnd. Dann geben wir unsere Koffer ab. Yep, etwas zuviel. 8 Euro bitte. Kein Problem. Ach nee, doch nicht, radebricht die Dame in Englisch-Spanisch kulant und zwinkert uns zu. Das ist aber nett, denken wir noch. Sonst spricht die Dame nicht viel. Quasi nichts. Die Koffer bekommen ihren Kleber und wollen die Reise auf dem Band antreten, als uns ein kleiner Zettel auf dem Counter ins Auge fällt. Der Condor-Flug 7727 nach Köln werde anders als geplant um 18 Uhr starten. Sandra, guck bitte schnell mal auf unsere Buchungsbestätigung. BINGO! Nix mit Waschmaschine an und Sofa, nix mit Freunden anlässlich von Sandras Geburtstag Essengehen. Sh**!
Wir sollen uns in anderthalb Stunden hinter dem Counter einfinden, ein Bus werde uns in ein Hotel bringen, wo wir Frühstück und Mittagessen bekämen. Sagt der Zettel. Traurig und missgelaunt traben wir davon. Eine ebenso dreinschauende Dame spricht uns an ob wir auch nach Köln wollten. Ja, wollten wir. So ein Mist. Ja, sagt sie, das sei ganz schlimm, ihr Sohn habe nämlich 40 Grad Fieber. Der Jugendliche lag auf ihrem Schoß und war klatschnass geschwitzt, ihm gings wirklich richtig dreckig. Er tat uns wirklich sehr leid und doch...Malle ist im Moment leider wirklich voller Schweinegrippe, das kann man nicht leugnen, warnten doch auf dem Flughafen überall unzählige Plakate mit Verhaltensregeln. In Spanisch und Französisch allerdings nur, nichts für die schier unzähligen Briten und Deutschen. Gar nichts.
Die Mutter tat mit ihrer doch recht knappen Äußerung leider auch nichts dafür, dass wir beruhigt waren. Kein "Keine Sorge, wir waren schon beim Arzt, das ist ein anderer Infekt" oder so. Nö. Auch der dazugehörige Mann und die zwei anderen kleinen Kinder der Familie tobten schön um den kranken Bruder drumrum. Je länger wir den armen Jungen betrachteten umso schlimmer schien sein Zustand zu werden. Irgendwann wurde es uns zu bunt und Sandra ging zum Condor-Counter um zu fragen, was die denn zum Schutz der anderen Hunderten Passagiere an Bord unternehmen würden. Masken für den Kranken und seine Familie vielleicht? Nix. Gar nix. Sie hätten schließlich keinen medizinischen Dienst und überhaupt, sie wissen nichts davon, dass ein Kranker mitflöge. Ach was! Zwei weitere Familien mit schwer erkrankten Kindern hatten sie doch soeben noch auf die Maschine nach Düsseldorf umgebucht. (Arme Düsseldorfer im Übrigen!)
Na, nun wussten sie es ja, aber keine Reaktion. Flughafenhospital zum Beispiel oder Apotheke? Nur so als Idee für die Unwissenden Mitarbeiter. Wir waren ernsthaft schockiert.
Keine der Damen führte uns übrigens später zu den Bussen (die nicht beschildert waren und die uns in Can Pastilla an einer Straßenecke rauswarfen mit einem Winken "da lang"), informierte irgendwen über das weitere Vorgehen. Wir haben das Hotel dennoch gefunden und auch dort ging im Übrigen das Fremdschämen für den deutschen Mallorca-Besucher an sich weiter. Das Hotel hat sich wirklich über die Maßen bemüht und es wurde nur gemault. Übers (gute)Essen, die Zahl der Toiletten, die Tatsache, dass nur die Getränke beim Essen gratis seien. Sandra und ich waren nur maulig, weil die Tante vom Check-In uns nicht informiert hatte, dass wir noch leichte Kleidung, Badesachen und Sonnencreme aus dem Koffer nehmen sollten. Wir waren somit unter den Wenigen, die in langer Jeans und mit Pullover und festem Schuhwerk bei 40 Grad im Schatten zubrachten, während andere in den Pool sprangen- nur um anschließend weiter zu maulen.
Es hat sich übrigens tatsächlich nichts getan. Wir wurden am Spätnachmittag zum Flughafen gebracht, dort wurde kurzfristig noch mal das Gate gewechselt (alle schön im Entenmarsch wieder quer durch den Airport) und dann noch 40 Minuten im kochend heißen Flieger sitzen gelassen. Selbst der Pilot, der ebenso wie das Bordpersonal aus einem freien Tag geholt worden war, schwitzte sich in seinem Glaskasten kaputt, wie er uns ehrlich mitleidend mitteilte. Die Spanier waren nämlich mit einer Langstreckenmaschine überfordert, konnten den Packplan für den Laderaum nicht verstehen und wussten demnach nicht, wie die Koffer richtig zu packen waren. Zudem hatte man uns ans falsche Gate geschoben, so dass wir keinen Strom für die Klimaanlage bekamen. Selbst der Herr Pilot war echt genervt. Verständlich das.
Ach ja und Atemmasken gab es natürlich weder für den Schwerkranken noch für die anderen zahllosen Hustenden (die sich aber sicherlich beim Ballermanngesaufe in sengender Hitze und dem anschließenden Gebrauch der Klimaanlage nur überschätzt hatten). Nun harren wir alle der Dinge, die da kommen mögen. Ob wir nun alle in den nächsten Tagen Fieber bekommen oder noch mal Glück hatten. Sollte einer von uns krank werden, kann sich die Condor unabhängig von der Außentemperatur echt warm anziehen. Das versicherten uns auch zahlreiche Mitreisende, die ebenfalls auf den Krankheitsfall hingewiesen hatten.
Und ich halte mich in den nächsten Tagen mal weitgehend von meinen Freunden fern. Nicht weil ich Euch nicht mag, meine Lieben, sondern einfach aus Vorsicht. Bis die Tage also!

Ach ja, meine Wohnung habe ich dann letztlich erschöpft um kurz vor 22 Uhr betreten. Und das auch nur, weil Stefan und Ibo so nett waren uns Mädels mit den schweren Koffern nach einer eigentlich wirklich schönen Woche abzuholen und nach hause zu fahren. Danke dafür!!!

Freitag, 3. Juli 2009

[Rauchen bildet]

Jetzt bitte keine Ermahnungen und guten Ratschläge, dass Rauchen ungesund, blöde oder sonstwas ist - weiß ich alles. Aber würde ich nicht rauchen, hätte ich die nette Begegnung eben nicht gehabt. So.
23.15h und mir fällt ein, dass ich noch ein paar Kippen brauche für morgen (sonst muss ich so früh raus). Also lieber jetzt. Ich gehe nach links zum Büdchen, weil bei dem rechts runter immer so komische Typen rumhängen. In dem Büdchen meiner Wahl sitzt des nachts immer ein altes Männchen. Keine Ahnung woher, gebürtiger Ehrenfelder ist er jedenfalls nicht. Und surft auf seinem leicht ranzigen PC. Hört Musik. Und lässt einen auch mal ne Stunde nach der offiziellen Öffnungszeit noch rein, denn es ist warm und seine Tür ist offen. Aber das war letzte Woche.
Nun ja, ich also Kippen gekauft. Im Hintergrund läuft französische Musik. Ob ich den Sänger kennen würde? Keine Ahnung. Gilbert Becaud? Jaques Brél? Er schaut mich leicht entsetzt an und bittet mich hinter den Tresen. Das sei Leo Ferré. DER anarchistische Sänger überhaupt. Aha. Rasselte sogar die korrekten Lebensdaten runter. Und dann spielt er mir weitere Lieder vor, sucht mir bei Youtube noch die Videos raus- und morgen darf ich vorbeikommen und mir ne CD abholen. Weil das die richtige Musik sei, wenn man einen ruhigen Abend allein verbringt. (Ohje, seh ich so aus? Egal.)
Ist das nett?! Ja. Und wie. War nämlich wirklich schön.
Also auch für alle anderen, hier eine kleine Kostprobe:

Donnerstag, 2. Juli 2009

[Nur mal so...]

"Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen glücklich zu sein!"
-Voltaire-

Sonntag, 28. Juni 2009

Simplify your...Kleiderschrank

Ich weiß nicht, ob es Nachwirkungen meines Urlaubs sind oder ob ich ab und an eben einfach einen OrdnungsEntrümpelungskoller kriege, aber am Wochenende musste schon mal der Kleiderschrank dran glauben (der Keller wird ein mehrwöchiges Projekt und bedarf der Hilfe von wirklichen Freunden). Zwei geschlagene Tage hat es alles in allem gedauert, nun bin ich 2 riesige Säcke mit alten Klamotten los und 12 Paar Schuhe. Nicht, dass jetzt der geneigte Leser glauben würde ich hätte jetzt Platz im Schrank! Mitnichten! Aber im Moment fällt es etwas leichter dort Ordnung zu halten. Bis die Wäsche, die zur Zeit in der Waschmaschine schlummert ihren Weg in den Kleiderschrank finden will. Das war es dann bestimmt. Aber egal, für einen Tag habe ich das Gefühl Großes geleistet zu haben. Ok, dafür ist die Bude zur Zeit noch ungeputzt, aber alles gleichzeitig geht nun wirklich nicht.
Ach ja, lieber Herr Ikea! Wären Sie wohl so nett und würden die einzelnen Elemente Ihres Pax-Schrankes künftig etwas breiter machen? Versuchen Sie mal zwei Shirts nebeneinander zu legen. Eben! Geht nämlich kaum. So ein Sch...


edit: Deshalb auch erst jetzt Urlaubsfotos. Früher ging nicht. Bei Interesse scrollen Sie bitte weiter nach unten :-)

Freitag, 29. Mai 2009

Uiiih, wie schön!

Der Inselurlaub steht vor der Tür. Heute kamen schon die weltschönsten Reiseunterlagen an. Schade, dass die Deutsche Post die Muschel zu Brösel gestempelt hat...*seufz*...

[Schönes Wochenende!]

Euch allen ein wunderbares, sonniges langes Wochenende!
Keep smiling & dancing!!!



edit: Danke an Pia für´s Finden und auf Facebook posten.

Mittwoch, 13. Mai 2009

[Danke der zahlreichen Nachfragen]

Ja, man mag es kaum glauben wenn man sich diese Blog-Wüste hier anschaut, aber ich lebe noch. Allerdings arbeite ich (leider) zur Zeit immer noch sehr, sehr viel und deshalb kommt das wahre Leben viel zu kurz, selbst Wochenenden gab es in den letzten Wochen nicht wirklich. Also kann ich nichts erleben, was des Bloggens wert wäre. Nehmts mir nicht übel, es kommen ja auch wieder andere Zeiten. Allerdings nicht in den nächsten Tagen. Das garantiere ich. Oder möchte hier jemand was über den Deutschen Ärztetag in Mainz lesen? Eben! Und danach gehts für einige ganz wenigen Tage nach Zandvoort ans Meer um wieder Mensch zu werden - und davon werdet Ihr anschließend lesen, das verspreche ich!
Nichts für ungut! Ihr seid nicht vergessen.

Mittwoch, 29. April 2009

[Ein Herz für Blogger]

Es gibt Phasen im Leben. Mal geht es einem gut, mal besser, mal schlechter, mal ganz schlecht. In einigen dieser Phasen ist man vielleicht auch kein besonders guter Freund, meldet sich selten bis seltenst und erfährt von den Sorgen und Nöten von Freunden womöglich nur aus deren Blogs, weil man eben grade völlig um sich selbst kreist. (Aber leider muss auch das mal sein!)
Aber das Zimthuhn hat es mal wieder auf den Punkt gebracht: "Der liebe Gott hat für uns Blogs erfunden. So kann man auch mitten in der Nacht die anderen auf dem Laufenden halten ;-)"

...und das ist gut so. :-)

Montag, 27. April 2009

[Merksätze eines Wochenendes]

1) Wenn Du Samstag morgens um 7.15h das Haus verlässt um arbeiten zu fahren und Du siehst Gestalten mit Bierflasche, die nach einer Party grade erst vergnügt den Heimweg antreten, könntest Du denken, in Deinem Leben laufe etwas falsch.

2) Wenn Du samstags um 6 Uhr aufstehen musst, um um 7.30h pünktlich und geschniegelt und mit gestärktem Kragen pünktlich zu arbeiten, kann es schon sein, dass Du abends direkt nach dem Krimi auf dem Sofa einschläfst und dort überrascht um 3.30h nachts wieder aufwachst - und auf dem Fernsehschirm versehentlich ein Rosenstolz-Konzert läuft.

3) Wenn Du dann feststellst, dass um diese Zeit der "Kulturkanal" 3Sat das gleiche sendet wie der Tit***-Sender Sat 1 glaubst Du Dich in einem Paralleluniversum - oder im falschen Film.

4) Wenn Du nach dem nächtlichen Aufwachen nicht mehr schlafen kannst und um 5 Uhr die Vögel zwitschern hörst, merkst Du, dass diese Zeit nicht die schlechteste des Tages ist. :-)

4) Wenn Du Zeugin wirst, wie ein junges Mädchen auf der Treppe wie Aschenputtel einen Schuh verliert und der junge Mann hinter ihr verdutzt stehen blieb und die beiden sich mit den gleichen Gedanken im Blick anstrahlen und die Luft knistert, der junge Mann dann aber ohne Strahlen zu seiner Freundin geht, dann weißt Du, dass das Märchen mit dem Prinzen eben doch nur ein Märchen ist.
(gesehen U-Bahn-Halte Leyendeckerstraße)

Samstag, 18. April 2009

[#Geständnis]

Ja, ich gestehe, ich gucke gern viel Sch**** im Fernsehen. Na und? Ob Germany´s next Topmodel oder wenn mal wieder samstags so gar nichts im TV kommt sogar mal DSDS. Und ich habe zwar diesmal keinen Favoriten, weil ich die alle ganz gut, aber eben nicht richtig toll finde. Gutes Mittelmaß eben. ( Ich fand die Frau mit der Harfe gut, aber die ist ja schon längst raus.)Bislang hatte ich aber zumindest meine Antipathie-Punkte eindeutig vergeben, wie die Hälfte der Republik an Annemarie. Charakterlich scheint sie eine ziemliche Totalflaute zu sein, aber gesanglich ist sie nicht schlechter als die anderen, gar nicht. Aber wenn ich nun sehe, dass die Jury keineswegs den Gesang bewertet, sondern seit Sendungen seinen Star hat, wenn sich die Herrschaften absolut im Ton vergreifen und kein bisschen das bewerten, worum es hier geht (Gesang dachte ich!!!), dann regt sich mein Unrechtsbewusstsein. Wenn ein Herr B. also zum wiederholten Mal Annemarie als Bitch bezeichnet in seiner Bewertung, dann könnte ich ko****. Da habe ich in meinem Leben aber schon ganz andere Bitches getroffen - und die konnten nicht mal singen. Insofern...
Jedenfalls hab ich mich dabei ertappt, wie ich für diese komische Blondine angerufen habe. Ich finde ihre Outfits meist genauso scheiße wie ihre Nacktfotos, ihre Intrigen und die meisten ihrer Songs- aber ich fand "Purple Rain" keineswegs schlecht. So. Und da hab ich angerufen. Und schäme mich auch nur ein ganz kleines bisschen.

Montag, 6. April 2009

Böses Mii!!!

Das hier
ist NICHT nett von dieser blöden Elektronik. Ich weiß, dass mein Bauch zu dick ist (und nicht nur der), aber das will ich beim Trainieren mit diesem seltsamen Wii Balance Board NICHT sehen!!!

Samstag, 28. März 2009

[Ist das eine tolle Überraschung?]

Überraschung ja, toll nein. Habe ich mich noch in meinem vorletzten Post über irgendwelche Telefonterroristen mit Kölner Rufnummer beschwert (ich glaube immer noch, dass es mein eigener Telefonanbieter ist)- so kam es nur einen Tag drauf noch dicker.
Morgens noch ist Telefonabzocke ein Thema im Bundestag und abends hab ich einen Herrn Kaiser der Firma Telegen (?, leider sind Name des Bandbesprechers, der selbst auch vom Band kam, sowie der Name seiner Firma das einzig ziemlich unverständliche) auf meinem Anrufbeantworter:
"Die Nummer Ihres Telefonanschlusses wurde heute ausgelost und Sie sind der glückliche Gewinner eines Renault Twingo im Wert von 10.000 Euro oder eines Geldpreises in bis zu gleicher Höhe. Ist das eine tolle Überraschung?
Sie haben das absolut richtig verstanden - Ihre Telefonnummer wurde ausgewählt und für die Zustellung Ihres Gewinns benötigen wir jetzt lediglich noch einige Angaben. Sie erhalten deshalb jetzt gleich die Telefonnummer von unserem Call-Center. Dort wartet man bereits auf Ihren Rückruf."

Nun bin ich ja nicht von gestern oder noch ein paar Tage gestriger und habe natürlich gerne auf das Auto und das Geld verzichtet (wer braucht heutzutage schon 10.000 Euro außer der Reihe?!) . Aber ich möchte nicht wissen, wie viele das schon getan haben. Bin nur froh, dass meine Oma inzwischen nicht mehr in der Lage ist so eine Nummer zu notieren, früher hätte sie bestimmt angerufen um ihrer Enkelin ein Auto zu schenken, wetten?
Also liebe Leser, folgende Nummer von irgendwelchen Wichsern aus Turin NICHT anrufen: 09001009991.
Wie gesagt, angerufen habe ich nicht, aber bei der Bundesnetzagentur Anzeige erstattet.

...hätte sowieso lieber einen Mini....