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Sonntag, 4. Oktober 2009

[Dana hat es geschafft! - Kölnmarathon 2009]

Ich glaube, wir haben alle heute morgen etwas geflucht, als unsere Wecker zwischen 6 und 7 Uhr klingelten - es ist doch Sonntag. Aber wenn unsere Dana ihren ersten Halbmarathon bestreiten will, war es keine Frage: raus aus den Federn! Das Wetter war einfach...usselig, wie der Kölner sagt. Kalt und naß. Aber Dominik hat mich erstmal mit nem Kaffee versorgt und auch Luzie und Elena waren noch pünktlich, um Dana das erste Mal heute zuzujubeln.

Dana strahlte uns schon da an, aber kein Vergleich zu Kilometer 19, vom Zielstrahlen ganz zu schweigen.

Süße, wir sind alle ganz mächtig stolz auf Dich!!!
Wir haben den Tag dann noch am Streckenrand in einem Straßencafé ausklingen lassen, denn der Kölnmarathon mit den zahlreichen kostümierten Läufern ist sicher immer wieder was ganz Besonderes!


edit: Platz 3078 der Gesamtwertung, Platz 476 in der Altersklassewertung! Und das in 2 Stunden, 21 Minuten.

Freitag, 3. Juli 2009

[Rauchen bildet]

Jetzt bitte keine Ermahnungen und guten Ratschläge, dass Rauchen ungesund, blöde oder sonstwas ist - weiß ich alles. Aber würde ich nicht rauchen, hätte ich die nette Begegnung eben nicht gehabt. So.
23.15h und mir fällt ein, dass ich noch ein paar Kippen brauche für morgen (sonst muss ich so früh raus). Also lieber jetzt. Ich gehe nach links zum Büdchen, weil bei dem rechts runter immer so komische Typen rumhängen. In dem Büdchen meiner Wahl sitzt des nachts immer ein altes Männchen. Keine Ahnung woher, gebürtiger Ehrenfelder ist er jedenfalls nicht. Und surft auf seinem leicht ranzigen PC. Hört Musik. Und lässt einen auch mal ne Stunde nach der offiziellen Öffnungszeit noch rein, denn es ist warm und seine Tür ist offen. Aber das war letzte Woche.
Nun ja, ich also Kippen gekauft. Im Hintergrund läuft französische Musik. Ob ich den Sänger kennen würde? Keine Ahnung. Gilbert Becaud? Jaques Brél? Er schaut mich leicht entsetzt an und bittet mich hinter den Tresen. Das sei Leo Ferré. DER anarchistische Sänger überhaupt. Aha. Rasselte sogar die korrekten Lebensdaten runter. Und dann spielt er mir weitere Lieder vor, sucht mir bei Youtube noch die Videos raus- und morgen darf ich vorbeikommen und mir ne CD abholen. Weil das die richtige Musik sei, wenn man einen ruhigen Abend allein verbringt. (Ohje, seh ich so aus? Egal.)
Ist das nett?! Ja. Und wie. War nämlich wirklich schön.
Also auch für alle anderen, hier eine kleine Kostprobe:

Sonntag, 31. Mai 2009

Perfekter Strandtag


Die geplante Eifelwanderung wurde kurzerhand zugunsten eines Strandtages gecancelt. Dazu den Dankeschön-Rharbarberkuchen. Eine perfekte Entscheidung. Und Spargel satt zum Abschluss war die Krönung.

Fast wir Urlaub....

Donnerstag, 5. März 2009

[wütend irgendwie]

Ich hab Blutdruck! Und heute mal ganz unmedizinisch. In allen möglichen Foren zu der Katastrophe, die Köln am Dienstag getroffen hat wird man angegriffen, weil man eben auch an die historischen Dokumente denkt. Hab ich je gesagt, dass mir die beiden Verschütteten egal sind? Nee. Eben. Es kann mir nicht egal sein, dass dort Menschen verschüttet sind und ich hoffe ganz naiv noch auf ein zweites Wunder von Lengede oder so. Ein Wunder durfte Köln schon erleben - es ist nicht eine Woche zuvor am Rosenmontag passiert als genau dort hunderte Menschen gefeiert haben. Jetzt ist es Zeit für Wunder Nr.2 .
Aber ich bin nun mal Historikerin (wenn auch nicht mehr im Job) und das bin ich sicher nicht geworden, weil mir unsere Geschichte egal ist. Diese Tragödie hat zwei Seiten - und die sind in keinem Falle miteinander vergleichbar. Es ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Nicht Leute wie ich vergleichen Menschenleben mit Papier, diese Nasen tun das. Aber warum begreifen so viele Dummbratzen einfach nicht, was da noch im Schutt liegt?!

Mittwoch, 4. März 2009

[zur Rettung des Stadtgedächtnisses!!!]

Zu dem, was gestern hier in Köln passiert ist, muss ich ja wohl nichts mehr sagen. Das Historische Stadtarchiv ist dem Erdboden gleich, noch immer weiß man nicht, ob Menschenopfer zu beklagen sind. Natürlich drückt jeder hier die Daumen, dass dem nicht so ist und wir alle bald Gewissheit darüber haben.
Dennoch gibt es scheinbar noch einige mehr wir mich, die sich auch Gedanken darüber machen, welche historischen Schätze dort unter den Trümmern liegen, die unwiederbringlich verloren gehen/gegangen sind. Die Fotos der Akten, die zwischen den Trümmern liegen, gehen mir nicht aus dem Kopf. Nun wäre Köln nicht Köln, wenn nicht jemand auf die Idee kommen würde, es den Trümmerfrauen gleich zu tun und Freiwillige zusammenzutrommeln. Ich glaube zwar nicht, dass nach Absicherung der Unglücksstelle und dem Bergen evtl. Verschütteter die Stadt da eine Horde Bürger dran lässt, aber ich für mich habe beschlossen mich für den unwahrscheinlichen Fall zur Verfügung zu stellen. Möchte noch jemand? Dann hier nachlesen und registrieren bitte.

Montag, 23. Februar 2009

[Session 2009 - Rosenmontagszug]
Bück Dich!

Das Dreamteam vom letzten Jahr war wieder am Start, gleiche Stelle. Leider hat auch das Wetter wieder nur in Maßen mitgespielt, die Strüßjer bekamen auch in der Hauptsache die anderen.

Und wieder fiel uns folgendes auf:
a) je älter die Menschen umso rabiater beim Fangen der Kamelle. Die nehmen sogar kleinen Kindern noch die Schokolade weg.
b) auch versuchte Deals "Tausche Kamelle gegen Strüßjer" funktionieren bei den Herren der Schöpfung nur in der Theorie und
c) wer sich zu fein zum Bücken ist, sollte überhaupt gar keine Kamelle kriegen. Den geöffneten Sack hinhalten und drauf warten, dass man ihnen die Süßigkeiten und Strüßjer da rein steckt - das geht GAR NICHT. Schließlich sind wir ja auch nicht im Schlaraffenland, wo einem gebratene Tauben in den Mund fliegen! Wir sind in Köln und wir feiern Karneval, ist das so schwer zu kapieren?

Über die diversen anderen unangenehmen Begegnungen, wie z.B. in der U-Bahn, die echt kölsche Mädchen aber so wunderbar kölsch aufgelöst haben, die Komasäufer und Schläger, die 2009 für einen Negativrekord unseres Fastelovends gesorgt haben, erwähnen wir an dieser Stelle mal ebensowenig wie die lieben Damen und Herren vom Ordnungsamt, die am Samstag Darias Auto abgeschleppt haben. Denn sonst könnte ja glatt der Eindruck entstehen, wir hätten keinen Spaß gehabt! Und den hatten wir (also ich nur heute, den Rest hab ich ausgelassen ;-))- und zwar richtig.

Montag, 16. Februar 2009

Session 2009 - Teil 2:
Lachende Kölnarena 2009

Das Vorhaben: Nicht-Kölnern den Kölschen Fastelovend näher bringen.

Erste Irritationen des Teams Ostfriesland: ein Besuch am Samstagnachmittag bei Deutschlands größtem Karnevalskaufhaus, dem Karnevalswierts. Unmengen Menschen, die sich durch Unmengen von Kostümen wühlen. "So was hat man lange nicht gesehen..."

Die Vorbereitungen: Team Ostfriesland verbrachte den Sonntag mit dem Braten von Frikadellen, Kassler und Hühnchen, Schneiden von Käse und dem nur mäßig erfolgreichen Versuch mit künstlichen Wimpern den ultimativen Augenaufschlag hinzukriegen.


Die Veranstaltung: Start um 19.11 Uhr. Einzug von unzähligen Karnevalsgruppen, seltsame Anmutungen bei den Gästen beim stetigen Hochreißen des rechten Armes, Massenbewegungen in Form von Schunkeln. Völliges Unverständnis der kölschen Sprache- gesprochen oder gesungen- auch wegen der Starken Bässe, dazu immer wieder leckre Snacks, den diversen Stimmungsdrinks des Teams Sachsen-Anhalt, den hässlichsten Hintern, die Mon Cheries, Mitsingen, Tanzen und Lachen. Es war ein toller, sehr langer Abend (Ende gegen 1.30 Uhr!) mit viiiielen lieben Menschen aus Ruppichteroth, Köln, Leverkusen, Löbejün und Weener. Herrlich! Und spätestens wenn die komplette Arena zu Dudelsack-Klängen "Du..bes die Stadt" singt, Feuerzeuge rausgeholt werden - dann hat auch der letzte das ultimative Gänsehaut-Gefühl.
Su simmer all he hinjekumme,
mir sprechen hück all dieselve Sprooch.
Mir han dodurch su vill jewonne.
Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing.
Dat es jet, wo mer stolz drop sin.



Wir sehen uns wieder, in der Arena 2010!

Dienstag, 3. Februar 2009

Das ist Köln!

Wer mich kennt, weiß, dass ich auch nach fast 15 Jahren nur hier wohne und mir das "Ich bin Kölle"-Gefühl so ganz und gar abgeht, aber das hier möchte ich doch keinem Kölner bzw. Köln-Affinen vorenthalten. Danke an Moni für´s Finden! :-)

Sonntag, 1. Februar 2009

Session 2009 - Teil 1:
"...wegen dem Brauchtum.."

Bevor mir hier jemand erklärt, dass es "wegen des Brauchtumes" heißen muss...nee, der Liedtext geht nun mal so und nicht anders.

Etwas lustlos auf den Weg gemacht, für die Sitzplätze laaaange in Eiseskälte angestanden, aufgeregt über die Sitznachbarin, die von ihrem Liebsten aus der Hinterreihe alles ins Spanische übersetzt bekam...klingt doof, oder? War es aber nicht. Unsere Stunksitzungs-Premiere war gut, größtenteils sehr lustig und musikalisch einfach super. Für die Insider trällere ich nur "Flittars, Flittard" und "Ganz in Weiß, in einem Reihenhaus...", erinnere an die Spaßrutsche, die einen Kevin nach dem nächsten ausgekotzt und vor allem an den Kölsch-Test. Die kölsche Erklärung des Coitus interruptus ("Das ist, wenn Du mit der Bahn zum Hauptbahnhof fährst, aber schon in Nippes aussteigst") war uns ebenso neu wie die Tatsache, dass man in Dünnwald einfach gar keinen Sex hat. Und wenn dann zum Schluß zu U2 "With or without you" vom ausverkauften E-Werk gesungen wird "wegen dem Brauchtum", dann weiß man, warum man zur Stunksitzung geht- denn spätestens dann packt einen doch auch beim Alternativkarneval ein bisschen Gänsehautgefühl.

edit: Besonders amüsant fand ich aber, in dem Pianisten der Köbes Underground einen alten Schulkameraden aus Ostfriesland wiederzusehen. Die Welt ist eben doch ein Dorf. Stimmts, Friso?

Sonntag, 11. Januar 2009

Schnee-Engel mal anders..

Seit Tagen hatte ich den Plan das traumhafte Winterwetter zu einem Fotoausflug nach Melaten zu nutzen (weiter weg kommt man ohne Auto ja auch nicht wirklich- und mein Auto hat nur Sommerreifen und ist deshalb zur Zeit quasi keins), schade nur, dass ich trotz frühen Aufstehens meinen A*** nicht früher rausbewegt habe. Es war soooo schön.



Mehr Fotos nur bei Flickr.

Dienstag, 6. Januar 2009

Schneehasen in der Mittagspause

Vom Schnee-Engel des Vortages nicht genug, diesmal haben wir so richtig unsere kindische Seite in der Mittagspause ausgelebt. Schneebälle konnte man aus dem Schnee nicht machen, dazu klebte er zu schlecht, das hat uns auch beim Schneemannbauen etwas behindert- aber es war soo toll mit den Mädels im Schnee. Wer hatte gedacht, dass wir hier in Köln jemals in diesen Genuß kommen. Und wenn ich auch nur einen über Schnee schimpfen höre, gibts nen Verweis!

Montag, 5. Januar 2009

Isses nich schööön?

Da steht man morgens noch mit Bauchschmerzen auf weil man so gar nicht ins Büro zurück will und dann schaut man nach draußen - und freut sich. Weil es sogar in Köln geschneit hat. Und noch tüchtig schneit als man um 7.45h das Haus verlässt. Weil alles ein bisschen leiser ist als sonst. Weil der Schnee so wunderbar unter den Füßen knirscht. Weil man sich an Kindertage im Schnee erinnert.

Schade nur, dass ich beinahe die einzige war, die sich so kindlich gefreut hat. Die Autofahrer schimpften. Warum nehmt ihr denn nicht mal die Bahn? Die fuhr heute erstaunlicherweise sogar pünktlich. Dort saßen allerdings auch nur grießgrämige Menschen rum. Am Bahnhof "flohen" alle vor den bösen Flocken unter das Dach, nur ich stand glückselig im Schneeflockentreiben.

edit: Und auch wenn meine Kolleginnen gesagt haben, ich spinne: ich hab in der Mittagspause einen Schnee-Engel gemacht. So richtig wie früher. Und das war gut so.

Sonntag, 7. Dezember 2008

München meets Köln
Happy Christmas! ;-)


Susi, Johanna und Melli in der Domstadt - Sch... Wetter, aber lecker essen bei meinem Eckitaliener - klar, kenn ich Luka Bloom - Entscheidungswürfel soll helfen - Rundtour über Kölner Weihnachtsmärkte - Vanille schmeckt man nicht immer raus, aber das schmeckt immer gut - Free Hugs wollte ich schon immer mal - Tischreservierungen sind quasi unmöglich an Nikolaus, aber wir tricksen alle aus - nach einer Stunde Warten darf man fragen - Kratzer sind manchmal doch nur BBQ-Sauce- Youtube kann helfen - wenigstens das Frühstück klappt auch wenn wir uns fragen was Karl Popper zu der Sache mit dem Käse gesagt hätte - schön war´s, es wurde viel gegessen, viel gelacht!

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Und es bleibt doch die KölnArena!

Wenn man mir rechtzeitig Bescheid sagt, bin ich auch spontan. In diesem Fall reichten 2 Stunden. Nicole hatte noch karten für das Gratiskonzert in der Köln ...äh..LanxessArena und Dana, Daria und ich eilten hin. Bläck Fööss, The Bosshoss und Nena, was für eine skurile Mischung, dazu noch moderiert von Atze Schröder. Nun gut. Und schließlich war ich noch in der größten Veranstaltungshalle dieser Republik! Das allein wäre schon Grund genug gewesen.
Znächst wurde der Vorstand von Lanxess und unser OB auf die Bühne gebeten- und wir fragten uns gleich an welchem chemischen Stoff dieser Vorstand wohl geschnüffelt hatte. Oder waren es wohlmeinende Berater? So oder so, betont witzig ist eben meist das Gegenteil. Wie Aufziehmännchen sprangen die Herren auf und ab und wollten uns erklären wie unglaublich toll es nun ist, dass diese Firma nun der KölnArena einen neuen Namen verpasst hat. Auch der OB versuchte den Schritt zu rechtfertigen- aber ich kann nur sagen: Thema verfehlt, Ihr Lieben! Es ist und bleibt für Kölner und sogar für Zugereiste ohne jegliche emotionale Bindung zu dieser Stadt die KölnArena, egal wieviel Geld Ihr da reinpumpt So. Punkt.
Nach einer recht kurzweiligen Einführung unseres Moderators kamen dann die Bläck Fööss auf die Bühne und schon vor dem ersten Ton waren die Kölschen außer Rand und Band. Lieder, die sogar mir eine Gänsehaut bescherten (und bei Du bes die Stadt und dem Dudelsackgedudel hörte auch Ostfriesland übers Handy mit) und so seltsame Gassenhauer (man mag es mir verzeihen, damit kann ich eben nichts anfangen) wie dem "Bickendorfer Büdchen". Bei letzteren sprangen die Damen vor uns auf wie die Erdmännchen auf Duracell und hüpften nur noch. Es ist schon seltsam in dieser Stadt, Frohsinn auf Kommando. Ich kann auch nach 14 Jahren am Rhein oft nur den kopf schütteln. Aber die Jungs auf der Bühne wussten was das Publikum erwartete - und haben alle zufrieden gemacht. Anschließend kam, nach einer kurzen Moderation von Atze, The Bosshoss auf die Bühne. Ich höre die Jungs eigentlich ganz gerne, aber die Akustik im Oberrang lässt in dieser Halle mehr als zu wünschen übrig. So kam leider nur das hohe Geschrammel bei uns an. Alles in allem aber eine gute Performance und wir waren uns einig: "Hoss, wir wollen ein Kind von Dir!" Mann, ist DER sexy. Puh. Pause mit Bratwurst und Senfflasche melken und dann sollte Nena folgen.

Liebe Gabriele Kerner aus H., Sie haben leider gar nichts kapiert. Die Menschen waren hier für ein kurzweiliges Gratiskonzert, es war kein Nena-Konzert mit eingefleischten Fans. Und deshalb hätten Sie gut daran getan, wenn man jedes zweite Lied gekannt oder zumindest erkannt hätte. Aber Sie haben nicht verstanden, dass wir eher Hagen als Hamburg wollten, keine Kunst sondern Mitgröhl-Kommerz!
Ihr Kozept einer demokratischen Schule mag ja irgendwo auf der welt okay sein, aber wenn man jemanden schon nach wenigen Minuten anmerkt, dass er so gar keinen Bock auf uns als Publikum hat und dann den Basisdemokratischen raushängen lässt ("Wollt Ihr machen, was Ihr wollt? Dann macht das! Jeder ist selbst für sich verantwortlich." ach nee! "Es liegt an Euch, was Ihr hier erlebt."), dann möchte man Ihnen zurufen "Mach Deinen Job und mach ihn gut". Es lag eben nicht an uns, wir waren willig, wollten Spaß und Rock ´n Roll, aber mit geseufzten Liedern ohne Wiedererkennungswert leerte sich die Halle eben schnell.

Ich muss dazu sagen, dass ich Nena in den 80ern nicht ausstehen konnte, dieser rotzige etwas unartikulierte Gesang war nicht meins und wenn ich an die Bravo-Poster mit den durchgeschwitzten Achselhaaren denke....Brrrr...Menschen meiner Generation wissen, was ich meine! Als dann 2003 das Album "Nena feat. Nena" rauskam, fand ich das gar nicht übel. Ehrlich. Ist in meinem Besitz. Aber bei dem Konzert kam davon sehr wenig rüber. Und die 90er waren eben einfach nicht die richtigen Jahre um einen Song nach dem anderen aus dieser Zeit über die Bühne zu seufzen. Das konnte auch die Tochter, die süß ist aber etwas authistisch über die Bühne hopste, nicht retten. Als Nena die Halle beinahe leer gesungen hatte (wir hielten durch, wohl auch aus Mitleid) und lediglich zum vermeintlichen Abschluss mit einem rockigen "99 Luftballons" noch mal Publikum aus dem Foyer reinlockte, dankte sie anschließend artig vor allem denen "die durchgehalten haben". Ja, das kann man so sagen, Frau Kerner. Nun denn, auch wenn niemand wirklich danach verlangte, es kamen noch zwei Zugaben- das lang ersehnte "Irgendwie irgendwo irgendwann" und "Liebe ist..", der "Verliebt in Berlin"-Titelsong. Die Frau kann rocken, das durften wir da noch erleben, schade nur, dass sie es so lange nicht getan hat. Am allerschönsten war aber ohnehin der glitzernde Flitterregen am Ende (das wollte ich doch schon immer mal!)! Ach ja, und 2008 ist sie wenigstens unter den Armen rasiert. Ehrlich, ich habs gesehen!

edit: die Stimmen der Besucher nach Ende der Veranstaltung waren uns wie aus dem Mund gesprungen: "Mann, war Nena schlecht!". Nicht verstehen konnten wir hingegen die Dame, die rief:"Und wo waren jetzt die Toten Hosen als Special Guest? Und dafür hab ich Nena ertragen!" Glaubt die wirklich, dass die Hosen aus der verbotenen Stadt hier nach Köln kommen um einen Chemiekonzern und dessen Kommerz zu feiern? Nöööööö.

Dennoch, wir danken Nicole herzlich dafür, dass sie an uns gedacht hat, denn Spaß hatten wir trotzdem!
Ach ja, der Autor des hier hinterlegten Berichtes war, glaub ich, in ner anderen Halle!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Trömmelchen, Schaumwein & Kunst

Es ist ein fester jährlicher Termin- mein Besuch mit Ulrike auf der ArtFair. Auch in diesem Jahr. Auf dem Weg dorthin hieß es den Köln-Marathon kreuzen, es ist schon bewundernswert wenn Menschen freiwillig eine Strecke rennen für die ich definitiv und ohne schlechtes Gewissen mein altes Autochen bemühe. Bewundernswert auch, wenn manche bei Kilometer 36 schon so leidend aussehen, als ginge es keinen Schritt weiter, andere hingegen als machten sie sich grade erst warm. Besondere Achtung hatte ich aber vor denen, die gar nicht so sehnig und druchtrainiert aussahen, sondern ein richtiges Bäuchlein vor sich hertrugen. Geht doch. Ich schaffe nicht einmal einen lächerlichen Kilometer am Stück (also rennend, walkend geht). Schön zu beobachten waren aber vor allem die Schaulustigen, die mit Trommeln und Rasseln bewaffnet wie auf dem Rosenmontagszug den Sportiven Mut machten, sie mit Karnevalshits und La Ola-Wellen antrieben. Irgendwie wird in Köln sogar bei Sauwetter ein Lauf zum Fastelovend.


Kaum an der Expo XXI angekommen und unseren Begleiter eingesammelt, mussten wir schon beim Kaffee feststellen: Kunst und Humor geht nur selten zusammen. Kunstbeflissene mit einem Lächeln auf dem Gesicht sahen wir nur seeeehr selten. Wir hatten trotzdem Spaß, der Schaumwein in Rosé tat ein Übriges- wenn auch nicht jeder Kellner mit Leonards Bestellung was anfangen konnte, ich die Kunstinstallation auf dem Klo zunächst für eine schizophrene Besucherin hielt und Ulrike einen Warhol manchmal erst auf den zweiten Blick erkennt. Ach ja, beim Stand des Kunstkaufhauses Ost begrüßt man uns spätestens 2009 mit Handschlag- und dann gehört die "born to be wild"-Schöne auch mir. Bis dahin betrachte ich sie bei Uli.



Donnerstag, 24. Juli 2008

Strandsause am Rhein

Manche Jungs brauchen einfach motorisierte Schwanzverlängerungen. Nützen tut´s nix. Haben wir mal wieder festgestellt. Uns Mädels reichte hingegen Käse, Baguette und guter Rotwein. Und der Sonnenuntergang über Köln nicht zu vergessen. Da macht es mal nix, dass der halbe Strand von Zandvoort noch bei mir zuhause rumliegt und der Koffer weiter unausgepackt blieb.

Montag, 14. Juli 2008

Und montäglich grüßt das Murmeltier...

Liebe Kölner Polizei,
wenn ich eins nicht leiden kann, dann wenn man mich für dumm hält. Welchen zu schnell fahrenden Pendler glaubt Ihr, könnt Ihr montags morgens direkt hinter der Severinsbrücke noch erwischen? Eben! Keinen. Weil wir wissen, dass Ihr da seid. Jeden Montag!Immer an der gleichen Stelle! Und so eine gute Tarnung sind wechselnde Kennzeichen nun mal auch nicht. Also grinsen wir uns an, schleichen am Blitzer auf der Brücke und an Euch vorbei, winken dann freundlich und steigen aufs Gas.
Auch jeden Montag. Auch immer an der gleichen Stelle.

Sonntag, 13. Juli 2008

Kölner Lichter 2008- oder warum zu professionell einfach völlig unsexy ist





Da wir den Vorhersagen der Wetterfrösche nicht geglaubt haben, wurde unser Grillen kurzerhand auf Dana´s Balkon verlegt - und das war gut so. Dann später ab in die KVB und zu den Poller Wiesen, voll der schönen Erinnerungen an das letzte Mal. Aber diesmal war vieles anders: die XINGer waren in großer Zahl und beinahe professionell mit Pavillion und Banner unterwegs, die Poller Wiesen waren anders als im letzten Jahr nicht nur von Freizeitgrillern bevölkert sondern uns erwarteten Massen von Bierbänken und Zapf- und fetten Soundanlagen, die nur so ihre Technorhythmen über die Wiese donnerten. Nein, das fanden wir nicht so richtig toll, viel Athmosphäre ging meiner Meinung nach verloren. Schade, dass man es hier so übertrieben hatte... Mit den Mädels war ich allerdings genau in der richtigen Begleitung da, wo doch unsere Vorsätze von 2007 so gar nicht in Erfüllung gegangen waren. Das Feuerwerk war schön, aber in meinen Augen leider auch nicht halb so ergreifend wie vor einem Jahr. Am Schönsten war also eher das spätere Probeliegen am Ufer untermalt von kölschem Liedgut - von uns gesanglich mehr oder weniger textsicher begleitet, der Angriff des Killerkrebses und vor allem die Klönrunde. Diese haben wir dann auch prompt nach kleinem Spaziergang und Bahnfahrt, bei der diesmal sogar die Landbewohner unter uns keinen Kleinkrieg mehr mit den Lichtschranken der KVB führten, bei Dana noch bis 2.30Uhr fortgesetzt.
Alles in allem also auch bei Naja-Feuerwerk ein wirklich wundervoller Abend, der nach Wiederholung schreit. Danke Mädels, Ihr seid ne Wolke!

Montag, 18. Februar 2008

Also wenns nach mir ginge... Schluß! Aus!

Grade auf dem Nachhauseweg komme ich wieder an der Eckkneipe hier in der Straße vorbei und wundere mich über eine kaputte Scheibe und totalem Chaos dahinter. Bei einem zaghaften Blick durch die Tür sehe ich auch schon einen Schrank von Polizist, der mit dem Besitzer spricht. Mein Blick blieb dran hängen und so hab ich fast das Motorrad unseres Freundes und Helfers umgeschmissen (Gott sei Dank nur fast! Wär das peinlich gewesen!) Vor ca. zwei Jahren wurde da jemand erschossen, im letzten Jahr gab´s ne Messerstecherei, die einer der Beteiligten nur schwerstverletzt überlebt hat und nun das. Also, wenns nach mir ginge wär der Laden längst zu. Heute noch. Oder besser gestern schon! Und ein nettes Café hätte aufgemacht. Mit lecker selbstgebackenem Kuchen. Und netten, sympathischen Leuten. Manchmal frage ich mich wirklich wo ich hier eigentlich lebe, es ist doch sonst wirklich nett hier. Und "nett" wäre eigentlich auch genau das richtige für ein Landei wie mich....

Sonntag, 17. Februar 2008

Lachen erlaubt?


oder auch unerwünscht?