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Montag, 24. Dezember 2007

Alle Jahre wieder....


Schön war´s, der Blues blieb aus, gesungen haben wir diesmal zwar schief aber enthusiastisch und das Christkind war sehr brav....

Adventskalender - Heiligabend


Liebe Leser, liebe Freunde, liebe Alle!

Ich wünsche Euch von Herzen ein schönes Weihnachtsfest, die nötige Ruhe einmal inne zu halten, das alles im Kreise Eurer Lieben.


Glædelig Jul og godt nytår - Merry Christmas & Happy New Year - Joyeux Noël et Bonne Année - Feliz Navidad y Próspero Año Nuevo - Buon Natale e Felice Anno Nuovo - Wesolych Swiat i Szczesliwego Nowego Roku - Noeliniz Ve Yeni Yiliniz Kutlu Olsun - Kellemes Karacsonyiunnepeket & Boldog Új Évet - Vrolijk Kerstfeest en een Gelukkig Nieuwjaar - Kala Christougenna Kieftihismenos O Kenourios Chronos und vor allem: MOIE WIEHNACHTEN!



Die Weihnachtselfen-Familie Vogeler wünscht ein frohes Fest!

Samstag, 22. Dezember 2007

Adventskalender - 23. Dezember
Nee, ich jammer nich..

Ja, ich kriege ihn. Jedes Jahr. Den Weihnachtsblues. Ich mag Weihnachten nicht so besonders, mich macht diese Besinnlichkeit traurig (obwohl ich die liebste Familie der Welt habe, bevor hier einer denkt ich hätte was gegen Familienfeiern, nee!)
Die letzten Weihnachtseinkäufe in diesem Jahr haben mich mal wieder erwischt. Ich will mich nicht stressen lassen und lasse mich einfach durch die unglaublichen Menschenmassen der Schildergasse und Co. treiben. Komme mir ein bisschen authistisch vor- das Leben tobt und ich komme mir in der Menschentraube einfach vor, als sei ich der einzige Mensch auf der Welt. Hm. Lachende, genervte und eine Menge gleichgültiger Gesichter treiben an mir vorbei. Oh, ich habe dieses Jahr nicht einen Glühwein getrunken (naja, den mag ich ja auch nicht wirklich, aber normalerweise...), nicht einmal gebrannte Mandeln in mich reingestopft (und die mag ich wirklich gerne!)- naja, egal. Aber komisch. Dann bin ich auf der Domplatte, immer noch ein babylonisches Sprachengewirr um mich rum (ob grade alle Holländer, Belgier und Franzosen bei uns sind? Haben die alle kein Zuhause?) und plötzlich höre ich Fanfaren. Naja, ein Bläserensemble war´s, keine Fanfaren. Aber die Akustik vor dem beeindruckenden Dom hat mich sofort gefangengenommen, als die Weihnachtslieder bei Fackellicht auf dem Dach des KölnTourismus ertönten. Ein Moment, der einem unweigerlich die Tränen in die Augen trieb. So schön war es und so gerne hätte ich diesen Moment mit jemandem geteilt. Aber naja. Der Weihnachtsblues, den ich immer wieder verdrängen möchte, hatte mich voll im Griff beim Anblick der lustigen Leute, die sich amüsierten, den Pärchen, die sich ergriffen an den Händen fassten. Und warum steh ich hier wie ich hier stehe? Häh? Was hab ich falsch gemacht? Dann erinnere ich mich an die Jahre, in denen ich nicht Single war und musste mir eingestehen- da war es auch nicht anders. Den Blues bekam ich trotzdem oder habe ihn wenn, dann nur erfolgreich verdrängt. Aber mehr gelacht hab ich da an Weihnachten auch nicht. Ist das normal? Egal. Jedenfalls dachte ich an eine Freundin, von der ich sicher war, dass sie genau verstehen würde wie ich mich just in diesem Moment fühlte und wollte sie erst anrufen, aber dann hätte ich wohl geflennt- und wie sie mir später am Telefon sagte, sie hätte gleich mitgemacht. Sie wusste ganz genau wie es mir grade angesichts dieses doch so schönen Erlebnisses ging. Solche Momente will man eben teilen.

Aber lange hielt der Blues nicht an. Kurz darauf, ich war unterwegs Richtung Breite Straße, hörte ich hinter mir eine Frau ziemlich unangenehm laut und schrill mit dem Handy am Ohr telefonieren. Sie beriet wohl grade eine Freundin, wie die mit dem unmöglichen Kerl umzugehen habe. "Ja, ist doch klar, dass der das behauptet. Der will nur noch mal..Schieß ihn ab, der taugt nix. Also als ich damals...nein, bei jedem Sex kam ich mir so blöde vor...blablabla.." Muss man sowas in der Öffentlichkeit klären? Nicht mal auf mein "geht das auch leiser?" hat die Kuh reagiert. An der nächsten Ampel überholte sie mich. Anfang 40, schätze ich, gehüllt in teure Schickimickifummel, die ihr leider auch nicht zu Ausstrahlung verhalfen. Sie hat mein missbilligendes Gesicht aber nicht gesehen, sie war zu beschäftigt mit dem Telefonieren. Und da sah ich es, da gehörte noch ein Typ dazu, gleiche Marke, mit Tüten von Daniels und Bulgari oder so unter dem Arm. Und auch das Handy am Ohr. So trabten die beiden hintereinander her. Der kleine Sohn der beiden lief mit hängendem Köpfchen neben den beiden her. Völlig resigniert und so ganz ohne weihnachtliche Vorfreude. Ich war ehrlich geschockt. Die beiden Eltern nur mit sich und dem Mobilfunk beschäftigt, das Kind hätte bei Rot über die Ampel laufen können- sie hätten es nicht gemerkt. Nein, so eine Beziehung will ich auch nicht. Nichts-Sagen kann ich auch gut allein und ich hör mir wenigstens zu wenn ich denn doch was sage. ;-) Am liebsten hätte ich jedenfalls den kleinen Jungen geschnappt und ihm beim Schickimicki-Eisladen, den wir grade passierten, eine Riesen-Trostkugel Eis gekauft. Man kann offensichtlich auch in Gesellschaft ganz schön allein sein. Oh Mann.

Stattdessen hab ich mir ein Nougathörnchen gekauft und alles war wieder fast fein. In der KVB erlebte ich dann das nächste Highlight in Sachen Pärchen. Eine junge, sehr hippe Mama mit ebenso hippem Kinderwagen (also die, die MAN eben grade so hat, Marke hab ich vergessen) und einem ebenso hippen Papa (schon älter, aber mit jugendlich anmutendem Zopf). Kurz vor dem Aussteigen sagt der Papa zu einem jungen Mann, der neben ihm stand: "Entschuldigung, könnten Sie meiner Frau beim Herausheben des Kinderwagens helfen, ich bin leider zu betrunken!" Nee, is klar.... Familienleben 2007 in Deutschland.

Freitag, 21. Dezember 2007

Adventskalender- 22. Dezember

Gestern morgen hat mich mein Kaffee angelacht und das Lachen schick ich Euch allen. Lasst Euch auf den letzten Metern vor Weihnachten nicht stressen...

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Adventskalender - 21. Dezember

Das ist ja mal komisch! In meiner Jugend (jaja, bitte keine Schleimereien über mein Alter und so...) war ich großer The Pogues-Fan. Wie so viele meiner Freunde. Eine ziemlich dämliche Wette über einen der Songtexte und das Leeren der gewonnen Flasche Wein führte sogar letztlich zu 17 Jahren Beziehung. Ich war auf einigen Konzerten dieser "Combo", zum ersten Mal 1988 auf einem Open Air in Bremen, zum letzten Mal in Münster anno....ach ich weiß gar nicht mehr genau. Es war jedenfalls die Zeit als der Sänger Shane MacGowan im Alkoholentzug war und würdig durch den The Clash-Sänger Joe Strummer vertreten wurde (Gott hab ihn selig...).Google sagt übrigens es sei im Oktober 1991 gewesen. Hm. Egal.
Heute kennt die jedenfalls kaum noch einer! Und dann stolpere ich morgens tranig in mein Auto, Radio an und Richtung Büro. Plötzlich höre ich vertraute Klänge. Was ist das denn, The Pogues auf 1Live? Häh? Schlaf ich noch? Befinde ich mich in einer Parallelwelt, Zeitschleife oder was? Also hab ich mich ein bisschen gewundert- und es doch wieder vergessen. Heute nun schon wieder. Auf dem Weg zum jährlichen Weihnachtshorror in die Stadt, höre ich es schon wieder "Fairytale of New York". Sicher keiner der absoluten Reißer der Iren, aber eben irgendwie passend zu Weihnachten. Und ich bin sofort auf einer Zeitreise. Mann, ist das lange her... Aber es passt wirklich, also hier für alle um in vielleicht melancholische, vielleicht alkoholschwangere (wenn man die versoffene Stimme des Sängers hört, kriegt man Durst ;-))Weihnachtstage zu starten.

edit: ein bisschen rumrecherchiert und ich kann es nicht fassen- die sind allen ernstes AUF TOUR! 2007 nur in GB, 2008 in den USA. Also wenn die noch mal nach Deutschland kommen, ich geh hin. Obwohl ich es wirklich zunehmend seltsam finde, dass man uns heute nicht mal mehr die Musik unserer Jugend exkluSIV lässt. Das wird dann wie bei Damien Rice, lauter junges Gemüse.. *kopfschüttel* (Bei Boa war das ja glücklicherweise anders). Und auf 1Live haben die tatsächlich gemeldet, dass bei oben gepostetem Song tatsächlich vor kurzem die Zensur zugeschlagen hatte (und wieder aufgehoben wurde...is ja auch lächerlich...bei der Band kann doch ein Wort wie "faggot" nicht schocken) Ach ja, auf VH1 wurde der Song "Fairytale..." 2004 als DAS Weihnachtslied gewählt, noch vor Whams "Last Christmas". Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus...

Adventskalender- 20. Dezember
Spieße ohne Ende- und gar nicht spießig


Wiedersehen nach ca. 19 Jahren, und sofort erkannt - Brasilien ist in der Friesenstraße - alles an Spießen, selbst die Brötchen - das Lämpchen leuchtet dem Essen den Weg zu uns, leider hat das eine Bedienung nicht verstanden und liefert Nahrung auch ohne Lämpchen - "Banane" ist manchmal ein schwieriges Wort - das Rinderfilet war unser absoluter Favorit - 2 Flaschen leckersten Rotweins - Nachtisch passt immer noch rein - Gesprächsthemen ohne Ende - selbst Siv kann man Versicherungen erklären - Manieren sind klasse - demnächst gehts nach Marburg, Fulda oder Malle, die Eltern im Gepäck - Unterlassung ist das schlimmste, da sind wir uns einig - Hightech bei Klotüren erschrecken mich - wenn man mich so nett fragt, fahr ich sogar Taxi - Fazit: gerne bald wieder! Lieber Lu, danke für den schönen, unterhaltsamen Abend!

Dienstag, 18. Dezember 2007

Adventskalender - 19. Dezember

Einfach schöööön....ich liebe solche Geschichten (die Kölner XINGer kennen sie ja schon)- und wo wir die Frage nach der Existenz des Weihnachtsmannes nun schon zweimal an dieser Stelle hatten...

Vor über 100 Jahren schrieb die achtjährige Virginia O'Hanlon aus New York an die Tageszeitung "Sun" folgenden Brief:
"Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der "Sun" steht, ist immer wahr. Bitte, sagen sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?"
Die Sache war dem Chefredakteur Francis P. Church so wichtig, dass er selbst antwortete, und zwar auf der Titelseite der „Sun“:
Liebe Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann.

Es gibt ihn so gewiss wie Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie, gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen. Es gibt einen Weihnachtsmann. Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.

All die Wunder zu denken, geschweige sie zu sehen, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst. Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. "Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist beständiger. Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.
Frohe Weihnacht, Virginia. Dein Francis P. Church

Der Briefwechsel zwischen Virginia O'Hanlon und Francis P. Church stammt aus dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert bis zur Einstellung der "Sun" 1950 alle Jahre zur Weihnachtszeit auf der Titelseite abgedruckt.

Adventskalender - 18. Dezember

Also, eigentlich ist das hier ein jetzt eher unweihnachtlicher Eintrag. Aber ich muß das jetzt mal meiner Leserschaft mitteilen. Ich habe ja eine sehr einfache Mailadresse und sie verlockt offensichtlich dazu mich zu verwechseln. Es gibt da eine junge Dame im Hessischen, sie wohnte lustigerweise bis vor einer Weile auch noch in Köln. Sie heisst hinten wie ich und vorne teilen wir uns zumindest die Initialen. Irgendwie verfolgt sie mich! Schon vor Jahren wurde ich mal angerufen (ich stand damals auch nur mit abgekürztem Vornamen im Telefonbuch) und wurde von einem Schuhgeschäft angerufen. Ich hätte die Schuhe nun lange genug zur Ansicht gehabt und sollte sie nun auch bezahlen. Gott sei Dank waren die sehr einsichtig als ich ihnen erklärte, es liege ein Irrtum vor, ich sei nicht die gesuchte. Später erreichten mich immer wieder Mails, die eigentlich für die junge Dame vorgesehen waren. Bei den ersten, von ihrem Papa, habe ich noch freundich zurückgemailt, es sei ein Irrtum und wenn er nicht glauben wolle, dass seine Tochter ihn ignoriere, solle er doch bitte die Mailadresse korrigieren. Ein netter kurzer Mailverkehr entstand, verwandt sind wir aber wohl nicht wirklich, das stellte sich schnell raus. Nun war eine Weile Ruhe, zumindest was die familiären Mails anging. Stattdessen folgte dann eine Einladung zum Wandern mit Freunden (auch da habe ich noch reagiert und den Fehler bekanntgegeben), dann irgendwelche Mails von Juristen, die über einen engen Klausurenplan etc. diskutieren wollten. Die habe ich schon geflissentlich ignoriert, damit vielleicht Madame mal drauf kommt, dass sie ihre korrekte Emailanschrift verteilen sollte. So ging das immer mal wieder, irgendwann war auch Papa mal wieder dabei- ich wurde es langsam leid. Nun war eine Weile Ruhe, bis, ja bis heute. Heute erreichte mich ein Newsletter einer Firma mit schwedischem Namen (nein, nicht die gelbblauen mit den Möbeln...), die gleich zu Beginn darauf hinweisen, dass es sich bei ihrem Namen um die schwedische Bezeichnung für "Liebling" handele- und man hier ein besonderes Ziel verfolgte: "Wir möchten deine Lieblingswebsite sein bei allem, was mit Spiel, Spaß, Liebe und Sex zu tun hat." ACH!!! Nun könnte man das für Spam halten, wie sie täglich eintrudelt und mir unpersönlich eine Penisvergrößerung oder eine Klinikpackung Viagra andient. Aber Pustekuchen! Personalisiert das ganze, in der Anrede "Liebe Sxxxxx" (den Namen lass ich mal weg, die Dame ist Juristin und könnte mir die Hölle heiß machen). Weiter unten findet sich der Hinweis, dass es sich ja nicht um Spam handele, sondern die Empfängerin sich offensichtlich dafür registriert hat. Aber warum mit meiner Emailadresse??? Naja, ich habe mir das Angebot des Onlineshops mal angeschaut und ich kann nur sagen, lustig bunt das Ganze. Und ökologisch wertvoll! Und die Spielsachen da haben ebenso lustige Namen wie beim Möbelhaus. Man erinnere sich an das Hochbett (Kinderbett?!)GUDVIK! Hier heißen die bunten Begleiter Erik Viking, Juljätte, Väta Mats oder gar Gurka!!!! Und ja, die bei Euch im Kopf entstehenden Assoziationen sind alle richtig! Nachdem ich von den ganzen Irrläufern schon reichlich genervt war, hat dieser doch mal für richtig Entertainment in den Abendstunden gesorgt. Wer die URL der website haben will, bitte eine Mail an mich (und nehmt bitte die korrekte Mailadresse, sonst wirds peinlich!!!)

Montag, 17. Dezember 2007

Sonntag, 16. Dezember 2007

Adventskalender - 16. Dezember

Was für ein Wochenende! Wieder ganz im Zeichen des Back-Wahns. Aber nach dem Fiasko gestern (obwohl, die paar Plätzchen, die dabei herauskamen sind sehr lecker...) standen heute nur meine Cookies und vor allem Omas´Buttergebäck auf dem Plan. Und wie schön ist das doch, wenn dann mal was einfach so klappt wie es soll. Endlich war alles wie immer, einfach backen eben. Leider sieht die Küche immer noch aus wie Sau, auch der Rest der Wohnung ist nicht so wie er sein soll, lediglich eine Maschine Wäsche ist seit heute wieder etwas sauberer- und vor allem teigfrei ;-). Aber wie sagte Scarlett O´Hara so schön? "Morgen ist auch noch ein Tag!"
Ansonsten stand heute nachmittag neben "Happy Feet" noch einer meiner Weihnachtsritual-Filme (mehr dazu an anderer Stelle) auf dem Programm "Das Wunder von Manhattan". Kris Kringle ist einfach super und da können mir die komischen Menschen, die beweisen wollen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt (siehe Post vor ein paar Tagen) mal den Buckel herunterrutschen. Ich liebe diesen kitschigen Kiderfilm. Und da werde ich selbst wieder Kind. Und vergieße immer ein paar Tränchen der Rührung. Das gehört dazu.
Kris Kringle: "I'm not just a whimsical figure who wears a charming suit and affects a jolly demeanor. You know, I... I... I'm a symbol. I'm a symbol of the human ability to be able to suppress the selfish and hateful tendencies that rule the major part of our lives. If... you can't believe, if you can't accept anything on faith, then you're doomed for a life dominated by doubt."

Samstag, 15. Dezember 2007

Adventskalender - 15. Dezember

Nie wieder! Das hab ich mir grade geschworen. Spritzgebackenes gibts bei uns nicht mehr. Von allen Plätzchen, auf die ich ohnehin nicht so scharf bin, mag ich das Spritzgebackene á la Oma am Liebsten. Aber das tue ich mir nicht mehr an. Teig gestern schon schön vorbereitet, alles wunderbar. Meine Spritzpistole, die ich sonst immer benutzt habe, hat mich ja schon immer fertig gemacht, danach tat mir immer der Arm so weh. Diesmal gab Tim mir den Tipp es doch mal mit nem klassischen Spritzbeutel zu versuchen. Gesagt, getan, gekauft. Und was soll ich sagen- das funktionierte gar nicht. Null komma nix war das Ding im Eimer. Also wieder die Pistole gezückt, da weiß ich was ich hab. Dachte ich. Irgendwie ging diesmal GAR NIX. Womöglich sind die Mandelstückchen in diesem Jahr mit einer neuen DIN-Norm versehen worden oder was auch immer. Zudem sollte man mit einer ohnehin nicht ausgeheilten Sehnenscheidenentzündung so was gar nicht versuchen, aber Frau Vogeler hat ja einen Dickkopf und will damit immer wieder durch die Wand. Diverse Versuche und dann ein echter Siv´scher Wutausbruch. Die Nachbarn wunderten sich sicher wen ich da angeschrieen habe. Ich möchte nicht, dass die erfahren, dass ich mit einem Backgerät derart rüde umgehe. Gaaaanz ruhig. Nochmal versucht, Spitze gewechselt, nochmal versucht. Grrrrr. Zig Versuche später landete die Spritzpistole vor Wut auf dem Boden. Die Küche sieht eh schon aus wie Sau, alles ist fettig und klebt. Mir reicht´s! Der Teig kommt in die Mülltüte. Schweren Herzens. Meine Hand tut inzwischen so weh, dass ich kaum noch was anfassen kann, mir die Tränen in den Augen stehen. Es reicht. Man muß auch wissen, wann Schluß ist. Die Spritzpistole und die -tüte landen in der gleichen Tüte wie der Teig. Spritzgebäck gibts erst wieder wenn der richtige Mann da ist, der wie mein Opa früher den Fleischwolf bedient während ich dann wie Oma lustige Kringel auf dem Blech plaziere. Schade auch...
Aber meine Cookies und das Buttergebäck könnte ich ja noch versuchen?...wenn ich mich eines Tages wieder abgeregt habe.

edit: Siv wär aber nicht Siv wenn sie den leckeren Teig wirklich gleich in die Tonne geschmissen hätte. Stattdessen wurde eine neue Spritzpistole angeschafft und zumindest die Hälfte wurde zu Plätzchen. Dann gings aber mit der Hand wirklich nicht weiter :-)

Freitag, 14. Dezember 2007

Adventskalender - 14. Dezember

Allein seit Beginn dieses Blogs im Februar bin ich ja auf unzählige seltsame Statistiken gestoßen und habe mich das ein oder andere Mal gewundert, womit sich so manche Menschen ernsthaft beschäftigen. Eigentlich war ich heute, nachdem ich die erste Runde Plätzchen gebacken und einen zweiten Teig vorbereitet habe, auf der Suche nach Zahlenmaterial rund um Weihnachtsplätzchen. Nachdem ich dauernd vor leeren Regalen im Supermarkt stehe und immer noch keine gestiftelten Mandeln bekommen habe, wollte ich gerne wissen wieviel Tonnen die Deutschen so vor Weihnachten backen, aber ich habe leider noch kein Ergebnis. Stattdessen stolpere ich über eine Untersuchung ob es den Weihnachtsmann gibt! Aber das ganze ist so absurd, ich enthalte es Euch, meinen treuen Lesern, mal nicht vor.
Folgende Annahmen sollen zum Nachdenken anregen:
1) Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. Aber es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei hauptsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schließt dies nicht mit letzter Sicherheit die Möglichkeit einer der Existenz bisher unbeschriebener fliegender Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

2) Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18 Jahren) auf der Welt. Aber da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbüro). Bei der durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

3) Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist, (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann für jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit für seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern, und zum nächsten Haus fliegen.
Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf die ganze Erde verteilt ist (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3000fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug, der Ulysses Space Probe, fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Auch wenn der Name "Rentier" hier und da für Verwirrung sorgen mag, ein gewöhnliches, handelsübliche Rentier schafft höchstens 24 km pro STUNDE.

4) Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt: angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird. Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das zehnfache des normalen Gewichtes ziehen könnte, braucht man für den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das Vierfache des Gewichtes der Queen Elizabeth.

5) 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, etwa so wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 Trillionen Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt. Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Größe der 17.500fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.


Ich weiß nicht, irgendwie bin ich plötzlich ganz froh, dass bei uns immer das Christkind kam und nicht der Weihnachtsmann...

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Adventskalender - 13. Dezember
2. Quizzerglühwein



Am 18. Dezember 2006, nur 3 Wochen nach dem Kennenlernen im real life, haben sich die XING-Köln-Quizzer auf einen Glühwein am Dom getroffen. Damals mit Plätzchen und späterem Einkehren im Früh, aus dem wir damals um 01.30 Uhr rausgeschmissen wurden, weil die da nach hause wollten. Damals hab ich Simone zum ersten Mal besser kennengelernt, ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk sozusagen, denn daraus wurde eine schöne Freundschaft. 2007 wurde viel zusammen gelacht, DVDs geschaut, geweint, gehofft, gexingt, geskypt, gelästert und wieder gelacht. Herrlich, danke XING! Danke, Simönchen!!!

Heute nun war die Neuauflage in 2007 geplant und auch wenn von den üblichen Verdächtigen aus dem letzten Jahr nur wenige heute da waren und ich die Einkehr ins Früh wegen chronischer Erschöpfung ausgelassen habe, nett war´s wieder: erst mit Nicole zum Asia-"wir verstehen kein Wort aber gießen Euch die Fingernägel in Form"-Laden und Fingerchen wieder ausgehtauglich machen lassen (zu zweit ist das nur halb so langweilig!), dann das "jedes Jahr wieder-Spießbraten-Brötchen" auf dem Weihnachtsmarkt, Quizzer wieder vor der Bühne gefunden, Mann mit Schlafsack auf dem Weihnachtsmarkt betrachtet, den Alex umgehend als Anhänger des "Extrem-Weihnachtsmarkt-ing" identifizierte, mit Robbie-Verschnitt "Angels" gegröhlt, kleinen Rundgang über den Markt gemacht, über Pärchen gestaunt, die das Schild "nie wieder kalte Füße" und die dort zu erwerbenden Wärmesocken nicht verstehen und sich knutschend die Hände unter den Klamotten des anderen wärmen, statt nach Wärmehandschuhen für die Mikrowelle zu fragen, Rievkooche mit Alex und Tanja, Sivs Augen waren mal wieder größer als ihr Hunger, lecker Kakao für Simone und Siv, dabei zu "Last Christmas" geschunkelt. Weihnachtsmarkt in Kölle ist irgendwie auch wie Karneval. Dann die anderen beim "Früh" abgeliefert und ab zur KVB. Dachte ich. Die Luft war klar, nicht zu kalt, trocken und der Gedanke, man könne sich ja vielleicht ein paar Anregungen für Weihnachtsgeschenke durch Schaufensterbummel Richtung Haltestelle Neumarkt holen. Aber nix da! Eine Handvoll Geschäfte hatte ja offen! Na, dann! Für Oma schnell noch was Duftendes besorgt, Siv selbst noch schnell einen Pullover geschenkt - und das Schönste: endlich mal die liebevoll gestalteten Steiff-Tier-Fenster vom Kaufhof ohne kreischende Massen von Kindern betrachtet und genossen. Ja, auch so kann Weihnachtsshopping sein! Herrlich! Und jetzt nur noch knallmüde in die Heia, hoffe, die Quizzer haben noch viel Spaß!

Dienstag, 11. Dezember 2007

Adventskalender - 11. Dezember
Weihnachten anno 2007

Heute erreichte mich folgendes per Mail durch unseren EBM-"Papst" Dr. Massing mit dem Betreff "Lesen und dann Behörden informieren" - und ich möchte das niemandem vorenthalten:

Säugling in Stall gefunden
Polizei und Jugendamt ermitteln
Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen
BETHLEHEM, JUDÄA -
In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust.
Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.
Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.
Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihn angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.
Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekanntgegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."
Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage wegen Fahrlässigkeit rechnen.
Ihr geistiger Zustand wird deshalb näher unter die Lupe genommen, weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott.
In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."
Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info. Die anwesenden Hirten behaupteten steif und fest, dass ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken ihnen befohlen hätte den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede eines vollgekifften Junkies, die ich je gehört habe."

Bin ich froh, dass das nicht 2007 passiert ist, was wäre dann mit Weihnachten und den Geschenken?!

Montag, 10. Dezember 2007

Adventskalender- 10. Dezember


Den Yeti soll es geben, Nessie auch. Ganz bestimmt aber gibt es das Sockenmonster. Und es wohnt in meiner Waschmaschine. Immer wieder fülle ich einen Haufen Strümpfe in die Trommel hinein- und in ebenso schöner Regelmäßigkeit verschwindet eine. Gestern war es mal wieder soweit. Socken von der Leine und versuchen sie zu Paaren zusammenzufügen. Und wie so oft- eine blieb übrig. Nun habe ich vor ein paar Tagen von Taffy gelesen, einem Spaniel aus England. Dieser Vierbeiner musste operiert werden, weil er seine 40. (in Worten: vierzig!!!) Unterhose gefressen hat. Auch an die 300 Socken sollen schon in seinem offensichtlich sehr robusten Magen gelandet sein, versichern die Besitzer. Das wäre ja mal eine Erklärung! Aber Nelson ist viel zu sehr Gourmet um so was Schnödes wie ne Socke seiner Verdauung anheim fallen zu lassen. Also brauche ich dringend einen Hund, dem ich die Schuld in die Schuhe schieben kann, für unzählige Socken, die einfach nie wieder auftauchen. Meine Schublade quillt nämlich langsam über von Einzelstücken, die ich aber nicht wegschmeißen möchte- schließlich könnte Nr. 2 ja mal wieder den Weg nach hause finden. Hm, und dem Hund könnte ich dann vielleicht auch die Schuld am Verschwinden der vielen anderen Kleinigkeiten in meinem Haushalte geben, oder? Oder ist einfach mein latent durchscheinendes Messie-Gen die Ursache? Ich werde es wohl nie erfahren...

Samstag, 8. Dezember 2007

Adventskalender - 8. Dezember

Wochenende. Sollte man ja eigentlich entspannen, aber irgendwie gelingt mir das ja nie so recht. Die Wohnung sieht samstags immer aus wie Hund, Wäscheberge wollen erledigt werden und der Kühlschrank schreit auch nach Füllung. Obwohl ich nicht so ein Weihnachtsfan bin, wollen auch Plätzchen gebacken werden, macht ja sonst keiner ;-), essen wollen sie alle. Also den Tag langsam angehen lassen, mein Wochenend-Luxus. In die Stadt traue ich mich schon gar nicht, Geschenkideen hab ich ohnehin irgendwie noch nicht. Also erstmal die anderen Sachen "abarbeiten". Und was soll ich sagen- Köln muss im Back-Wahn sein, die Hälfte der Zutaten war schon ausverkauft. Nächster Supermarkt, gleiches Bild. Na, egal. Dafür hab ich jetzt nen Weihnachtsbaum. Irgendwie muss man bei diesen fast sommerlichen Temperaturen ja in Stimmung kommen. Lange hatte ich hin und her überlegt, ob ich mir mal wieder einen anschaffe. In der Gutenbergstraße hatte ich ja immer einen, Lutz fand das doof, so dass in der Lukasstraße eher die Spardekoration an Weihnachten Verwendung fand. Im letzten Jahr war ich einfach zu schlecht drauf um mich drum zu kümmern und heute nun hab ich statt Walnusskernen und Mandelstiften eben eine Tanne erstanden. Gefangen in so einem Netz konnte ich ja nicht wirklich was erkennen und so nenne ich nun ein etwas krummes Exemplar mein eigen. Ein bisschen zu groß ist er auch. :-) Egal. Dumm nur, dass ich für den Schmuck heute auch noch in meinen Messie-Keller musste, wer ihn einmal gesehen hat, weiß, was ich meine. Ich war fest davon überzeugt, ich hätte die Kugeln dennoch mit einem Griff. Pustekuchen! Fast eine Stunde habe ich gewühlt um sie dann doch in einer der ersten Kisten in einer weiteren Kiste zu finden. Geputzt hab ich heute nicht, gebacken wird auch an einem anderen Tag. Aber was solls - es ist ja bald Weihnachten.
Und bevor jetzt ein Schrei der Entrüstung durch die Menge geht- nein, ich bin nicht die erste und schon gar nicht die einzige, die hier in Köln schon jetzt einen Baum in der guten Stube hat, Beweise versuche ich in den nächsten Tagen zu liefern.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Adventskalender - 7. Dezember

Andere Länder, andere Sitten! Hab ich doch jetzt gelesen, dass zum Beispiel in Italien ein regelrechter Streit entstanden ist ob Krippe oder Weihnachtsbaum. Lustiger finde ich hingegen, dass sich Sizilien darum so gar nicht schert. Hier ist interessanter, wie man die Geschenke finanziert! Deshalb lädt die Familie in der Vorweihnachtszeit einmal in der Woche zum Weihnachtspokern (sic!) ein!
Das wär mal ein Advent so ganz nach dem Geschmack von Ecki und Frank, oder? ;-)

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Adventskalender - 6. Dezember NIKOLAUSI

SO, Ihr Lieben! Ich hoffe, Ihr habt gestern abend alle brav die Stiefel vor die Tür gestellt und heute feine Sachen darin gefunden. Ich denke das ist überall gleich, oder? Selbst in Ösi-land.

Sünnerklaas

Als ich nach Ostfriesland gezogen bin (damals anno 1981, ich war 9) musste ich aber noch einiges dazulernen. So ein Stiefel allein reicht nicht um den "Sünnerklaas" anzulocken. Da muss noch ne Scheibe Schwarzbrot und Zucker für Esel, Pferd oder worauf der sonst so angeritten kommen mag, her. Am nächsten Morgen waren dann Brot und Zucker von der Fensterbank verschwunden und der Stiefel war voll. Ich gestehe aber, es war auch immer eine kleine Rute dabei. Und wozu, werdet Ihr fragen? Zu recht! *grins*

Verknobelung

Traditionell gehts in Ostfriesland aber schon am 5. abends los, nur dass man bei uns nicht verhauen wird, wie in Johannas Heimat. Im Gegenteil, bei uns gewinnt man. Mettwürste, Enten, Gänse, Buttercremetorten - es gibt fast nichts was es nicht gibt. Das ganze nennt sich dann "Verknobelung". Die findet statt in Gaststätten, Lebensmittelgeschäften oder Bäckereien, Sportvereinen, wo auch immer. Tja und dann wird, nachdem man einen Einsatz gezahlt hat, mit Würfelbecher und Würfeln um den Weihnachtsbraten gespielt.
"Die Ausspielung von Alkohol ist verboten", heißt es im Erlass der Bezirksregierung vom 23. Oktober 1974, aber eine Verknobelung wäre keine, wenn da nicht feucht-fröhlich vorgegangen würde, das Trinken ist ja schließlich nicht explizit untersagt- nur das Ausspielen.
Angeblich ist das Knobeln ein alter holländischer Seefahrerbrauch, der sich seit mehr als 100 Jahren in Ostfriesland gehalten hat, womit noch einmal mehr klar wäre, dass es nicht ohne den ein oder anderen "Söppke" (Schnaps) abgehen kann.

Und nicht vergessen- streng genommen ist der Nikolaus Türke und kein Cola-trinkender Amerikaner ;-)

Adventskalender- die zweite

Hannerl überrascht uns immer wieder mit den regionalen Unterschieden, die es offensichtlich doch zwischen Deutschland und Österreich gibt. Über sprachliche Eigenheiten lachen wir ja immer besonders gern. Ich sag nur "Kuhleck" (das ist das, was wir hier als Wirbel im Haar bezeichnen! Man glaubt es kaum.) Nun dürfen wir aber auch- und das finde ich super- an den österreichischen Weihnachtsbräuchen teilhaben. Kommt bei uns morgen nur der Nikolaus, so ist im Ösi-Land heute schon der Krampus unterwegs. Das ist eine teufelsähnliche Gestalt, die unartigen Kindern Prügel androht. Und wenn man Johanna Glauben schenken darf, setzte es die auch das ein oder andere Mal. ;-) Muss ich mir jetzt die Krampus-Umzüge, die es immer noch gibt, als ne Art Massenkeilerei vorstellen?! Na, das wär ja mal ne Gaudi...

Folgender Krampus-Gruß erreichte mich also heute - und dabei war ich doch dieses Jahr sooo brav.

Mit Ketten, Rasseln und Pistolen,
kommt Dich heut der Krampus holen!
Wird Dich auf seinem Spießchen grillen,
und so seinen mächt´gen Hunger stillen.
Drum gib schön auf Dich acht,
dass er das mit Dir nicht macht!

Dienstag, 4. Dezember 2007

Adventskalender - 5. Dezember


Endlich ist es wieder soweit! Meine Jahresend-Sucht kann wieder gestillt werden. Sämtliche komischen und komischeren Frauenzeitschriften, die mich die meiste Zeit des Jahres ja eher total kalt lassen, warten auf mit Horoskopen für 2008. Nicht jedes nennt sich scheinseriös "Jahreshoroskop", da gibts Liebes- und Sexhoroskope, Beautyhoroskope und noch viel mehr schwachsinniges. Macht aber nix. Liebeshoroskope sind ja noch okay, wer will schließlich nicht wissen ob Mr. Big endlich von Carrie Bradshaw zu einem selbst nach hause findet. Ob der Scheiß Prinz mit seinem Gaul (so der Name einer meiner StudiVZ-Gruppen ;-) ) ums Eck biegt. Sex- und Beautyhoroskope lass ich da ja eher links liegen. Wenn nämlich das Liebeshoroskop nicht hält, was es verspricht, hat sich das mit dem Liebesleben zwischen den Laken ohnehin erledigt und wenn der reitende Thronfolger da ist, strahlt man ja sowieso mehr als es Loréal, Estee Lauder und alle anderen hundsteuren Makeup-Hersteller je schaffen könnten.
Nicht, dass jetzt auch nur einer meiner geneigten Leser sich abwendet in der Vermutung bei mir wäre eine Schraube locker, NEIN! Hierbei handelt es sich um Siv´s ureigenstes Jahresendzeit-Ritual. Glauben tue ich eh nur an die guten unter den Weissagungen! Aber ich hebe sie auf- ein ganzes Jahr lang und gucke immer wieder rein und kontrolliere auf Richtigkeit. Dummerweise kann ich mir nie merken, welche denn den Realitäts-Check bestanden haben und kaufe im Dezember wieder alle, die ich finden kann. Meine Freunde wissen das und entweder sie tolerieren es brav oder sie wollen auch reinschauen. Wie oft hat das in größerer Runde schon zu heillosem Gegacker geführt - und allein dafür ist es jeden Euro wert.
So und nun ist das erste hier und es klingt gar nicht mal so übel. ICH werde mir im kommenden Jahr wichtiger, ich lerne endlich das Nein-Sagen und das führt zum ein oder anderen Bruch in meinen Beziehungen, beruflich und privat. Was mir nicht gut tut, verschwindet dann eben. Na, das ist doch mal was. Liebe Zwillinge unter Euch Lesern, gilt auch für Euch!
Obwohl ich mich natürlich schon fragen muss ob es noch mehr ICH geben kann als einen Blog zu schreiben und damit die Welt zu zwingen an meinem kleinen Leben teilzuhaben. Umso mehr freue ich mich ja auch schon in diesem 2007, dem Geburtsjahr dieses Blogs über alle, die hier freiwillig reinschauen, Danke Danke Danke!

edit:
Nur die Sache mit dem Prinzen wurde mal wieder etwas kurz und unkonkret abgehakt. Pluto (und das ist in dem Fall mal nicht der tapsige Hund aus Entenhausen, sondern der Planet, der nun leider keiner mehr ist...) zieht sich aus meinem Beziehungsleben zurück, nachdem er da "in den letzten Jahren alles auf den Kopf gestellt hat" (O-Ton myself) und alles Zwischenmenschliche gestaltet sich 2008 leichter und entspannter. Huch....

edit 2: Bin im Netz grade noch mal auf die Eigenarten des Zwillings gestoßen. Dass der zu den Luftzeichen des Tierkreises und so gehört, war mir ja selbstverständlich bekannt. Herrscher Merkur und Farbe gelb (meine Lieblingsfarbe tatsächlich, da die Farbe von Sonnenschein) wusste ich ebenso wie dass meine gesundheitlichen Schwächen im Bereich der Erkältungskrankheiten, im Bereich Lunge und beim Nervenkostüm zu suchen sind. Aber ich finde es einfach hundsgemein, dass die da schreiben, dass meine Energiequelle FETT ist! Und das vor den Weihnachtstagen... *plumps*
Immerhin scheint mein Glückstag der Mittwoch zu sein und das lässt hoffen für heute.