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Freitag, 1. Januar 2010

[Last Post - in mehr als einem Sinne]

So, Ihr Lieben, das war 2009. Das war ein ganzes Jahrzehnt (wie ich heute erinnert wurde).
Es ist ruhig geworden hier in letzter Zeit - aus vielerlei Gründen. Und allein das reicht, um dieses Stück Web zu überdenken. Aber dazu später mehr.

Bereits im letzten Jahr wollte ich die Anregung von Frau Schmitz und einem alten Freund in die Tat umsetzen und Jahresendbriefe an mir wichtige Menschen schreiben. In diesem Jahr wollte ich es wieder tun, weil ich noch viel mehr Grund dazu gehabt hätte, Freunden zu danken und vieles zu erklären. Es wurde wieder nichts daraus. In meinem Kopf sind sie alle geschrieben, allein in einem Briefkasten landeten sie nie. Keiner davon.
Nun haben die Schmitz und Frau Zimthuhn mit ihren Blogeinträgen auch mich animiert, mich noch mal an meine Leserschaft zu wenden und ein Resumee zu ziehen und den wohl persönlichsten Post zu verfassen, den es hier zumindest im letzten Jahr gab. 2009. Hm. Nicht mein Jahr, zumindest keines meiner besten. Nicht mein Jahrzehnt um genau zu sein. Zuviel Abschiede, zu viele Tiefschläge als das die Highlights (und derer waren auch nicht wenig) das unter dem Strich hätten rausreißen können. Ich will aber nicht undankbar sein, alles, wirklich alles hatte sein Gutes. Ich habe viel gelernt. Über mich, über andere, über Liebe, über Freundschaft - und ein bisschen auch über das große Ganze.
Aber es reicht hier das letzte Jahr Revue passieren zu lassen.
Es begann schon mit einer gesundheitlichen Krise, die mir vor Augen führte, dass ich doch so einiges in meinem Leben ändern sollte. Kurze Zeit hat das auch funktioniert, doch dann kam irgendwann der Punkt, an dem der Alltag das nicht mehr zuließ. Und genau da kommen wir zu dem Problem 2009. Über dem Alltag (vor allem im Job) habe ich mich zeitweise selbst vergessen, beinahe bis zum Zusammenbruch am Ende des Jahres. Die Notbremse, die ich dann ziehen musste, hat mir zwar keine Erholung gebracht, aber doch einige Erkenntnisse. SO kann es nicht weitergehen, kein Job der Welt darf so wichtig sein, dass man dafür die Menschen, die man liebt und die einem uneingeschränkt wohlgesonnen sind, dafür vernachlässigt. Punkt. Aber grade in diesem Jahr durfte ich merken, wie wichtig es ist, eine tolle Familie und tolle Freunde zu haben, die auch dann nicht aufgegeben haben, wenn ich mich streckenweise komplett zurückgezogen habe, mich nicht regelmäßig gemeldet habe. Freunde, die das akzeptiert haben, dass ich die Zeit für mich brauchte und die das ausgehalten haben. Dafür kann ich nicht genug Danke sagen. Stellvertretend für viele seien da genannt: "Frau Zimthuhn", die unaufhörlich immer mal wieder sonntags angerufen hat um zu hören ob es unter dieser Nummer noch einen Anschluss gibt. Siw im fernen Hannover, die immer Kontakt hält, auch wenn ich 2009 keine gute Freundin war. "Schnee Flocki", die mich einfach immer zum Lachen bringt, eine gute Ratgeberin, Backhilfe und Einkaufsberaterin ist. Die "Rotbäckchenmaus", mit der ich meine schier unbändige Liebe zum Meer teile und die sich sogar auf meine Lieblingsinsel im Trüben eingelassen hat. "Dings", mit der ich nicht nur eines der Konzerthighlights in diesem Jahr erlebt habe und die sich auch schon seit über 3 Jahren immer mal wieder mein Gejammer anhören muss. Kati, bei der man immer sein kann, wie man sich fühlt. Die "Irre", die selbst kein einfaches Jahr hinter sich hat, mir aber nun schon seit 10 Jahren die Treue hält. Susi, die vieles versteht, was andere einfach nicht verstehen können ...und...und...und...

Ich weiß, dass sie alle für mich da sind, wenn ich sie brauche. Keine neue Erkenntnis, aber immer wieder schön und ein Highlight des Jahres. Und das Beste daran: Ich weiß, dass es so weiter geht und darauf freue ich mich jetzt schon. Weitere Highlights gab es natürlich auch: ich habe mich neuen Herausforderungen gestellt und die meisten gestemmt, ich habe meinen ultimativen Rückzugsort am Meer gefunden, ich habe wunderbare Konzerte erlebt, allen voran Massive Attack und Rammstein (wär hätte das Anfang 2009 gedacht? Ich nicht! Meine persönliche Entdeckung sozusagen)
Ich habe ein paar soo tolle Kollegen, ohne die ich dieses wilde Jahr nicht überstanden hätte. Und da gibt es noch jemanden, dem ich unglaublich viel verdanke, mein persönliches Korrektiv, mein Augen-Öffner für Schönes und Wichtiges im Leben. Euch allen danke ich von Herzen für Eure Ausdauer, Eure Toleranz, Euren Humor, Euer stetiges Kopf-Zurecht-Rücken. Bitte seid mir nicht böse, dass ich 2009 keine wirklich verlässliche Größe war - ich weiß es: 2010 wird viel besser und ihr könnt wieder auf mich zählen. Und ich freue mich darauf.

Der Rückblick auf mein 2009 und diesen Blog und die immer weiter rückläufige Anzahl von Postings haben mich allerdings schon längere Zeit nachdenklich gemacht. Und ein Entschluß ist gereift: hier ist erstmal Schluß. Ein Webtagebuch macht nur dann Sinn, wenn es regelmäßig gefüllt wird - und das konnte ich in diesem Jahr nicht leisten. Es macht auch nur dann Sinn, wenn zumindest ein Großteil meines Lebens auch hier stattfindet - und die privaten Dinge, die mein Leben ausmachen, gibt es hier ja nun so gut wie gar nicht. Ich freue mich wirklich über JEDEN Leser (und das sind ja inzwischen einige aus ganz Deutschland, ich habe das immer sehr genau verfolgt), der hier vorbeigeschaut hat - das war toll. Und doch ist es - frei nach Sartre - so: "Der Blick der Anderen, ist die Grenze meiner Möglichkeiten." So sehr der Blick gewünscht ist, so sehr beschränkt es die Inhalte, denn nicht alle hier kennen mich persönlich, nicht alle, die mich persönlich kennen, sollen alles wissen (wer will schon, dass die halbe Firma mitliest - und damit meine ich NICHT die oben gelobten Kollegen!) - diese Erkenntnis musste aber erst reifen.

Aber wer mich wirklich kennt, weiß, dass das nicht alles war. Vielleicht geht es hier doch eines Tages weiter, vielleicht woanders, vielleicht einfach nur unter anderen Vorzeichen. Oder eben nicht. Wir werden sehen, was 2010 so bringt. Und in Kontakt treten kann man mit mir ja immer noch.

Euch allen, die ihr mich direkt oder als treuer Schwarzleser hier begleitet habt, meiner Familie und meinen Freunden die ALLERBESTEN Wünsche für das neue Jahr, vor allem Gesundheit und die Liebe, die Ihr verdient.
May the best day of your past be the worst day of your future!!!!


Mein Soundtrack 2009:






...und vieles mehr.

Samstag, 3. Oktober 2009

[Ein besonderer Tag- Happy Birthday]

3. Oktober, Tag der deutschen Einheit. Wie die Zeit vergeht.
Dank 1Live wurde ich gestern daran erinnert, dass ich ja heute nicht einkaufen kann, hab ich also gestern Abend um 21.30h noch gemacht (Großstadt sei Dank!). Dass heute ein Feiertag ist, hatte ich zwar nicht vergessen, aber irgendwie verdrängt, dass dann die Geschäfte zu sind.
Allerdings ist für mich kein Feiertag wegen der Wiedervereinigung, emotional ist das für mich der 9. November. Nie werde ich vergessen wie meine Eltern und ich damals im Fernsehen die Ereignisse verfolgt haben. Aber dazu vielleicht am 9. November mehr.

Für mich ist heute ein ganz besonderer Tag, weil mein Opa heute Geburtstag hat. Hatte, genaugenommen. Und heute wäre mein "Großer Opa" 95 Jahre alt geworden. Ein Tag voller lieber, zum Teil sehr lustiger Gedanken. Das Bescheißen beim Mensch-ärgere-Dich-nicht, das Wettrennen zum Adventskalender, sein liebevolles "Na, mien Deern, wo geiht die dat?".
Lieber Opa, schön, dass Du genau MEIN Opa warst. Und pass von da oben schön auf meine Lieben auf.

Sonntag, 2. August 2009

[Vater-Tochter-Wochenende in Dresden]






Ein wahrlich traumhaft schönes Vater-Tochter-Wochenende! Zwinger + Frauenkirche + Kalorienbomben bei Gräfin Cosel + ein echt netter Johnny Trash, bei dem ich sicher nicht das letzte Bild gekauft habe + großartige Ausstellungen im Hygienemuseum + Märchen im nächtlichen Yenidze + sächsische Kartoffelsuppe im Pulverturm + zu viele Touristen benehmen sich dem besuchten Ort leider selten angemessen = Dresden ist eine der schönsten Städte, die ich kenne. Ich komme wieder!
Dennoch ein kleiner Aufruf an den Flugkapitän der Germanwings: Auch wenn Ehrlichkeit ne prima Sache ist, man sollte den Willkommensgruß nicht damit beginnen, dass die Verspätung einem Durchstarten wegen schlechter Windverhältnisse geschuldet ist, dass das Ausfahren des Fahrwerkes in der Luft dem kühlen einer völlig überhitzten Bremse diene und man mal eben die Flughöhe verlassen hatte. Das sollte man wirklich nicht tun - zumindest nicht, wenn ich an Bord bin. Dankeschön.
Leider endete das Wochenende doch sehr traurig.
Liebe "Prinzessin" Leya, ich hoffe, es geht Dir jetzt im Hundehimmel gut. Du wirst sehr, sehr vermisst und bist viel beweint.

Dienstag, 10. März 2009

[Take care!]

Eine meiner Lieblingscousinen (zu erklären, dass sie eigentlich gar nicht meine Cousine ist, dauert hier viel zu lang und ist auch völlig wurscht) fliegt morgen früh in den Kundus nach Afghanistan als Ärztin der Bundeswehr. 4 Monate wird der Aufenthalt dauern.
Ein blödes Gefühl, sie so lange so weit weg zu wissen. In einem Gebiet, dass man hier nur durch schlechte Nachrichten kennt.
Liebe Katja!
Pass gut auf Dich auf! Bin sehr stolz auf Dich, mein Cousinchen. Und ich hab´s versprochen- ich werde zum ersten Mal in meinem Leben Feldpost schicken.
Und ich habe ja heute gelernt, dass es wohl nicht funktionieren wird nur "Katja - Kundus" draufzuschreiben. :-)

Montag, 16. Februar 2009

Session 2009 - Teil 2:
Lachende Kölnarena 2009

Das Vorhaben: Nicht-Kölnern den Kölschen Fastelovend näher bringen.

Erste Irritationen des Teams Ostfriesland: ein Besuch am Samstagnachmittag bei Deutschlands größtem Karnevalskaufhaus, dem Karnevalswierts. Unmengen Menschen, die sich durch Unmengen von Kostümen wühlen. "So was hat man lange nicht gesehen..."

Die Vorbereitungen: Team Ostfriesland verbrachte den Sonntag mit dem Braten von Frikadellen, Kassler und Hühnchen, Schneiden von Käse und dem nur mäßig erfolgreichen Versuch mit künstlichen Wimpern den ultimativen Augenaufschlag hinzukriegen.


Die Veranstaltung: Start um 19.11 Uhr. Einzug von unzähligen Karnevalsgruppen, seltsame Anmutungen bei den Gästen beim stetigen Hochreißen des rechten Armes, Massenbewegungen in Form von Schunkeln. Völliges Unverständnis der kölschen Sprache- gesprochen oder gesungen- auch wegen der Starken Bässe, dazu immer wieder leckre Snacks, den diversen Stimmungsdrinks des Teams Sachsen-Anhalt, den hässlichsten Hintern, die Mon Cheries, Mitsingen, Tanzen und Lachen. Es war ein toller, sehr langer Abend (Ende gegen 1.30 Uhr!) mit viiiielen lieben Menschen aus Ruppichteroth, Köln, Leverkusen, Löbejün und Weener. Herrlich! Und spätestens wenn die komplette Arena zu Dudelsack-Klängen "Du..bes die Stadt" singt, Feuerzeuge rausgeholt werden - dann hat auch der letzte das ultimative Gänsehaut-Gefühl.
Su simmer all he hinjekumme,
mir sprechen hück all dieselve Sprooch.
Mir han dodurch su vill jewonne.
Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing.
Dat es jet, wo mer stolz drop sin.



Wir sehen uns wieder, in der Arena 2010!

Donnerstag, 12. Februar 2009

Klein und fein

Fühlte mich heute sehr an Mia´s Posting von einst erinnert, als auch mir der Dottore lächelnd gesagt hat "Sie haben ein kleines Herz!" Keine Sorge, zu klein wäre es nicht und fein wäre es, alles so wie es sein soll. Niemand, der noch nie zitternd die Tür eines Kardiologen geöffnet hat, wird verstehen, dass das so wunderbar klingt, mindestens genauso schön wie wenn einem ein Nicht-Doktor (und nur von denen!) bescheinigt "Du hast ein großes Herz". Und auch das habe ich heute noch von einer lieben Freundin gehört, die so mit mir gezittert hat. Sie freue sich, dass ich ein kleines, feines herz habe, das doch so groß sei. Nun heisst es natürlich, das eigene Leben ein bisschen umzukrempeln. Anders essen, nach 6 Monaten endlich wieder mehr Sport *würgs* und vor allem Stress im Job vermeiden. Besonders das wird mir schwer fallen, denn da müssen ein paar andere auch mitspielen, eine Vertretung für Krankheit und Urlaub (was´n das? hab´s vergessen)- aber für heute ist mir egal, wie schwer es wird. Und vor hatte ich das alles für 2009 ja ohnehin. Und jetzt? Are you ready for a change? YES, WE CAN!
Die letzten zwei Tage waren komisch, Dinge, die man längst weiß schwarz auf weiß zu sehen. Ein Paralleluniversum. Und wenn ich - trotz krankgeschrieben- täglich meine Geschäftsmails gelesen und beantwortet habe, wurde mir erstmal bewusst wie oft man dieses Organ erwähnt. Und das kann ganz schnell eine ganz andere Bedeutung bekommen. Herz-liche Grüße, Herz-haft Lachen...Schön das, wenn alles so ist, wie es ist.
Einen besonders dicken Dank an meine treuste Blogleserin und liebste Hausärztin, die mir mit ihrer Überweisung einen ordentlichen Schubs und damit vor allem eine ganz schöne Beruhigung verschafft hat! An die beste Familie der Welt, die immer da ist und an alle, die Daumen gedrückt und an mich gedacht haben, die angerufen haben, die jetzt verstärkt mit mir Sporteln gehen wollen und vor allem für das Angebot als ganz persönlicher Personaltrainer :-)- DANKE!

Dienstag, 30. Dezember 2008

Heimaturlaub- Kurzfassung

Auch wenn mir die Gedanken an den Job nicht wirklich eine Pause gegönnt haben, es war wunderschön ein paar Tage bei der Familie zu sein. Viel Natur, viel Hundkuscheln, viel Wärme drinnen und herrliche sonnige Kälte draußen.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Liebe ist...

...40 Jahre verheiratet zu sein, gute und schlechte Zeiten miteinander durchzustehen - gemeinsam alt zu werden. Und das der Tochter vorzuleben.Oder wie Alfred Polgar mal sagte:

Liebe ist...ein privates Weltereignis!


Ich gratuliere Euch von ganzem Herzen. Danke für alles.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Dialog. Schwarzbunt.

Nach einem sehr arbeitsreichen Samstag (und wir haben erst einen Bruchteil der ca 400 Kartons ausgepackt)vermuteten wir am Sonntag schon Halluzinationen als wir morgens eine Kuhherde vor unserer Haustür beobachteten. Äh...wie jetzt?

Abends cruiste in Schrittgeschwindigkeit dann ein Streifenwagen durch die noch nicht wirklich vorhandene Siedlung und der Herr Polizist fragte nach eben jenen Schwarzbunten. Folgender Dialog entspann sich nach dieser Begebenheit:
1: "Die waren schon öfters hier."
2 (ungläubig): "Wer, wie? Die Kühe? Du hast hier schon öfter die Kühe gesehen?"
1: "Nein, die Bullen."

edit: Liebe Nordrhein-Vandalen äh..Westfalen! Ich gönne Euch Eure Ferien. Aber lasst Euch gesagt sein- ja, es gibt noch andere schöne Regionen um seine Ferien zu verbringen. Ihr müsst nicht ALLE nach Ostfriesland und schon gar nicht ALLE am letzten Ferientag in den Abendstunden zurück (ich bin ja nun extra spät gefahren)

Sonntag, 14. September 2008

Wenn die Ahnen das geahnt hätten...
Familientag in Rinteln 2008

Familientag bei Vogelers – das muss man erklären. Ja, wir sind schon alle miteinander verwandt. Irgendwie. Mit manchen teile ich mir allerdings nur meinen Ahnen Johann Gottlieb Mitte des 18. Jahrhunderts. Das ist es dann auch schon an Gemeinsamkeiten. Aber, und das weiß jeder, der Anverwandte hat- manchmal sind einem die am nächsten, die eigentlich im Stammbaum eher weit weg sind. So freue ich mich immer die Verwandtschaft aus Essen zu treffen, die wie ich jetzt gelernt (und diesmal noch nicht vergessen) habe sich mit mir die Familie meines Ur-Ur-Opas teilt (eben jener von mir war der Bruder von dem des Essener Zweiges….oder so) und vor allem meine lieben Cousinen x-ten Grades aus Minden. Irgendwie sind das alles eher Freunde, die man sich mit dem Herzen selbst ausgesucht hat und die irgendwie nur scheinbar zufällig auch verwandt sind. Na und mit jenen und den ganzen anderen netten Menschen aus der ganzen Republik trifft man sich eben alle 2 Jahre im September. Mal bei dem einen in der Nähe, mal bei dem anderen. Diesmal ging es wieder mehr in Richtung unserer Wurzeln ins Weserbergland, beim nächsten Mal 2010 zeigen uns Katja und Jörg wie schön es in Schleswig-Holstein ist. So, das vorweg bevor jemand glaubt ich sei auf so ner Art Onkel-und-Tanten-Treffen gewesen. Mitnichten.

Diesmal war nun also Rinteln dran und nachdem die Anreise schon mehr als beschwerlich war, gabs Samstag zur Belohnung Sonnenschein pur und blauen Himmel. Ich habe schon mal vor dem offiziellen Programm ein bisschen die Stadt erkundet und stellte fest: die Entdeckung der Langsamkeit ist hier Stadt-Credo. „Achtung Krankenhaus! Tempo 20“, „Fußgänger haben Vorrang“ und „Schrittgeschwindigkeit“ zeigten mir unzählige Schilder im Ortskern. Ja, hier geht man es gemütlich an. Und offensichtlich kennt jeder jeden, dachte ich als ich beobachtete, dass man sich auf der Straße noch anlächelte und ein fröhliches „Guten Morgen“ entgegen-schmetterte. Bis…ja, bis ich auch in den Genuss kam. Hatte man mich verwechselt oder ist man hier einfach so nett? Man ist so nett. Und ich dann eben auch, das ist die Sache mit dem Wald und dem Schreien und so. Und ein freundlicher Gruß geht einem in dieser Gegend wirklich leicht von den Lippen wenn man so nett empfangen wird.

Als wir dann alle pünktlich versammelt waren, ging es erstmal zur Schaumburg, später zur Schillat-Höhle und nach Kaffee und Kuchen auf den Familienfriedhof in Minden (ja, so was haben wir auch). Der Abend klang dann bei leckrem Essen und reichlich gereichten Getränken irgendwann nach Mitternacht aus, nachdem zuvor der Einfachheit halber der Vorstand in seinem Amt bestätigt und der Haushalt entlastet worden war. Ja, klingt für meinen geneigten Leser vielleicht ein bisschen fremd, aber es ist alles halb so schlimm. Denn auch wenn wir alle als Kinder diesen Pflichttermin gehasst haben, heute kommen wir gerne und mit Lorenz und Charlotte ist ja nun auch die frischeste Generation dabei gewesen.
Obwohl…. Als ich zu Charlotte (fast 4...Monate) sagte „Dein erster Familientag – und ganz sicher nicht Dein letzter“ fing sie an bitterlich zu weinen. Na, kann ja noch werden. :-)


Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück ins Museum (die hiesige Schiffahrtsgesellschaft wollte uns ja leider nicht mehr transportieren - dabei sind wir gar nicht sooo schlimm ;-)). Das wäre vielleicht nicht der Rede wert gewesen, wenn dieses wirklich liebevoll gestaltete Museum nicht extra für uns geöffnet hätte. Jawollja! Das war richtig nett. Nach einem etwas schwierig zu organisierenden Familienfoto (und ich bitte nicht noch einmal darüber diskutieren zu müssen, warum man einen endlich friedlich schlafenden Säugling nicht aufweckt um ins Bild zu plärren! Lasst die Kleene in Ruhe! Immerhin hat doch Lorenz für 2 in die Kamera gestrahlt.) ging es noch zum kurzen Ausklang ins Hotel zurück. Der ein oder andere aß noch was, Emailadressen und Handynummern wurden ausgetauscht (wenn auch bei einzelnen Personen sehr widerwillig) und ein paar Schleckermäuler wanderten noch schnell ins nächstgelegene Eiscafé. So oder so, es ging wieder rum wie der Blitz und dank Katja und Jörg freuen wir uns schon auf Schleswig 2010.

Samstag, 13. September 2008

Freitag, 12. September 2008

Bremen verlegt und Hoffnung verloren

Ok, heute geht es also zum Familientag. Rinteln steht diesmal auf dem Programm. Aber vorher brav ins Büro und gearbeitet. Macht ja auch nichts, sooo weit ist Rinteln ja nun auch nicht.
Aber "weit" ist relativ. Wenn es schon um 17 Uhr nur Staumeldungen aus dem Radio brummt warte ich lieber noch ein Weilchen. Dann zwei liebe Anrufe, dass am Kreuz Leverkusen so gar nichts mehr geht und beim zweiten Anruf verbunden mit der Empfehlung mindestens bis Remscheid über Land zu fahren, dann auf die A1- "da sollte dann das schlimmste vorbei sein." Ha! Na gut, mit TomTom schaffe ich das auch. Leider macht der aus einem Flachlandtiroler auch keine Bergziege, mein altes Autochen leider auch nicht zum Bergfahrzeug- wir zwei sind eben ein Team und Steigungen mögen wir beide nicht. Dazu strömender Weltuntergang-Regen, katastrophale Sicht. Ich bin genervt. Die Stadtführung mit Nachtwächter durch Rinteln hab ich mir zu dem Zeitpunkt bereits abgeschrieben, als ich dann auch einem Ortsschild "Bremen" lese bin ich schon höchst verunsichert, soo schlecht ist mein Orientierungssinn nun doch nicht?! (Das war letztlich doch nur ein Ortsteil von Nirgendwo...irgendwo im Bergischen) Spätestens in "Hoffnung" hab ich die längst verloren noch heute in Rinteln anzukommen. Auf der Autobahn habe ich dann beinahe eine Keilerei mit einem Polnischen LKW-Fahrer angefangen- macht man sich dort die Hose mit nem Klettverschluss zu? Das Wort "Reißverschluss" kennen die jedenfalls niemals nicht! Grrrrr.
Kaum auf der A1 Stau selbst auf dem Rastplatz, Stau am Kamener Kreuz und irgendwie fast bis zu meinem Ziel. Ca. 30 Kilometer vorher hört der Regen urplötzlich auf und als ich nach beinahe 5 (in Worten: fünf!!!) Stunden am Ort meiner Wahl ankam, konnte keiner meine Geschichte einer abenteuerlichen Reise glauben. Pfff....

Sonntag, 20. Juli 2008

Marburg - stehengebliebene Zeit

Bei manchen Freunden glaubt man die Zeit sei stehen geblieben, weil sich auch nach fast 20 Jahren Nicht-Sehen nichts geändert hat. Schön spaziert, gut gegessen und zu viel getrunken. Und dieser Mooooond! Schön war´s.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Gerührt und nicht geschüttelt...

Es gibt Dinge, die können sogar mich sprachlos machen, heute haben das einige Leute geschafft.
Meine Freunde wissen ja, ich hasse meinen Geburtstag, ich mag Tage nicht, die zwingen Bilanz zu ziehen. Da diese aber in diesem Jahr nicht allzu schlecht ausfällt, dachte ich mir: "Dieses Jahr hältst Du mal aus, flüchtest nicht, gehst ganz normal ins Büro." Und ich hab es ausgehalten. Aber der Reihe nach. Der erste Anruf kam gestern. "Ich weiß, dass Du morgen nicht angerufen werden willst, also ruf ich Dich heute an. ich gratulier Dir natürlich nicht, ich wollte nur mal hören wie das Wetter in Köln so ist." Nee, is klar. :-) Die Eltern lassen sich den Anruf um Mitternacht nicht nehmen, da ich diesmal aber schon im Tiefschlaf war, musste ich vorhin mal anrufen und fragen, was ich überhaupt erzählt habe. Dann folgte eine ganz liebe SMS. Der erste Anruf dann, als ich grade aus der Dusche kam. Und ich bin drangegangen! (Denen, die mich noch nicht so lange kennen sei gesagt, das war bis letztes Jahr anders!) Kaum im Büro hörte ich ein österreichisch-herzliches "Da ist sie ja endlich!" Knuddel und wunderschöne Rose von Johanna. Vor meinem verschlossenen neuen Büro standen schon zwei wunderschöne Blumensträuße.

Hortensienpracht, Lilien und die duftendste Rose, die ich seit Jahren schnuppern durfte. Und es kamen noch mehr Blumen dazu. Dazu liebe Anrufe von noch lieberen Menschen und vor allem von Menschen, die mich mit ihrem Anruf sehr überrascht und gerührt haben. Als mir dann die ersten Rührungstränchen in den Augen standen, dachte ich kurz "Wärste doch zuhause geblieben!" Aber es hat mich natürlich gefreut, wer alles an mich gedacht hat. Arbeitskollegen und Ex-Kollegen, Freunde und Verwandte, Blogbekanntschaften und andere gute Bekannte. Menschen, die ich erst im letzten Jahr wiedergefunden habe. Menschen, die ich quasi Jahre nicht gehört, geschweige denn gesehen habe. Per Telefon, Mail, SMS, Post (mit Überraschung! Danke nach Neuss und Lübeck!) und auch ganz öffentlich bei XING. Klar, so eine Geburtstagsliste ist schon eine praktische Sache, aber dass sich sooo viele Leute Zeit genommen haben...mannomann. Euch allen ein ganz ganz dickes Dankeschön für die vielen lieben Wünsche und vor allem für den häufig geäußerten Wunsch "bleib wie Du bist". Dann kann ich ja nicht alles falsch gemacht haben und ich verspreche Euch, das mache ich! Und dann noch die wunderzuckerschöne Überraschung von meinen Mädels. Sonntag gehts mit Dana, Simone und Daria nach Bonn. "Ich & Ich" live. Und vorher gehen wir bestimmt noch was futtern und trinken und lachen und und und....Da war es wieder, das Pipi in den Augen. Dann stimmt ja, was auf einer Karte stand (siehe Bild).

Ich danke Euch allen. Allen, die meine Paranoia akzeptiert haben. Allen, die sich wissend oder unwissend darüber hinweg gesetzt haben. Ihr seid spitze!!!

edit: Besonders lustig fand ich dann meine Freundin aus Kindertagen. Wie jedes Jahr hat sie angerufen. Und dann kam ein erstauntes: "Du gehst ja dran!?!" Tja, tempus fugit, ich sagte es bereits.

Donnerstag, 1. Mai 2008

And the winner is...

Ich. Hab nämlich den besten Papa von der ganzen Welt. Und weil heute ja dieser Tag der Väter ist muss das mal gesagt werden. Jawollja. Und wer nun behauptet sein Papa sei genauso toll- hinten anstellen bitte!

Sonntag, 27. April 2008

Privat irgendwie. Trotz Kasse.

Meine geneigten Leser haben es gemerkt- es war ruhig hier. Verdammt ruhig. Und das auch noch unfreiwillig. Wollte ich noch letzten Samstag, nach zwei wunderbaren Kaffeeklatschstunden mit Stefan und meinem anschließenden Horrortrip in die Outdoor-Fetischisten-Hölle noch genau darüber schreiben, fröstelte mich doch schon ziemlich und ich dachte mir "Machste morgen!". Bin also fein früh ins Bett (und das an einem Samstag!) und war guter Dinge, dass der Sonntag meine Welt wieder wärmer und bunter mache. Und dann? Aufgewacht und richtig krank. Fieber, Schüttelfrost, Luftnot und ein ziemlich leerer Kühlschrank. Also viel geschlafen und auf bessere Zeiten gehofft. Montag war es noch schlimmer, mir tat jeder Knochen, jeder Muskel, einfach alles weh, das Fieber war immer noch da und mein Husten klang so, dass ich schon befürchten musste, meine Nachbarn würden einen Abdecker rufen. Ein kurzes Telefonat mit zuhause und anderen mir sehr wohlgesonnenen Personen munterten mich auf, aber am Dienstag war alle gute Hoffnung auf Besserung hinüber. Und was macht mein Papa? Setzt sich ins Auto und kommt mal eben dreihundert Kilometer angefahren um seine kranke Tochter nach hause zu holen (nochmal 300 Kilometer zurück), damit sie nicht so alleine leiden muss. Fährt mich noch direkt bei der nettesten Frau Doktor vorbei, die es schon mit einem Lächeln und einer Portion ehrlichen Mitleids schafft, dass es einem schon ein klein bisschen besser geht. Und dann nach hause, wo Mutter und Hund schon das Krankenlager bereitet haben und sich ganz ohne Angst vor Ansteckung in die Pflege stürzen. Mit viel Herz, ganz wie früher als man noch Kind war und mit einer feinen Kinderkrankheit der Schule fern bleiben musste. Der Vater kocht noch schnell eines seiner Spezialsüppchen, die eigentlich immer helfen- und die ich diesmal leider so gar nicht schmecken konnte. Medikamente, frisches Obst, ständige Überwachung, damit ich auch nicht umfalle in der Dusche und so weiter und so fort. Das nenne ich mal eine echte Privatpatienten-Luxus-Chefarzt-VIP-Spezial-Behandlung. Und das obwohl ich doch nur popliger Kassenpatient bin. Fein das. Danke dafür, danke fürs Familie- und Freunde-Sein!!! Und ganz lieben Dank auch für die vielen lieben Genesungswünsche, -telefonate, -smsen. Konnte sie ein paar Tage nicht so recht würdigen geschweige denn Beantworten, aber jetzt so langsam gehts wieder!

Sonntag, 30. März 2008

Simply the best! Matzi zum 65sten

Dem unauffälligsten oder ich sollte besser sagen unaufdringlichsten (und das meine ich durchweg positiv!) aber allzeit bereiten Patenonkel Fels in der Brandung das allerbeste, allergrößte Glück der Welt zum Geburtstag! Danke, dass es Dich gibt! So und nicht anders.

Back to the roots - Worpswede


Worpswede- mein Vater hat einen Teil seiner Kindheit dort verbracht und ich demnach auch, immer dann, wenn wir auf seinen Spuren wandelten oder Familie dort besuchten. Schön fand ich es dort immer, das Teufelsmoor mit seinem rauhen Charme, die zahllosen Birken überall, der Barkenhoff, das "Café Verrückt", der von mir schon als Kind geliebte Bonze des Humors und vor allem natürlich bei jedem Schritt Heinrich Vogeler- übrigens bis heute der einzige aus unserer Familie, der wirklich etwas mit einem Pinsel anzufangen wusste.


Nun war es nach Jahren mal wieder soweit- mein Patenonkel (der beste, den man sich wünschen kann im Übrigen, aber das nur am Rande)wurde 65 und seine Familie hatte anläßlich dieses Ereignisses zu einem Wochenende in Worpswede geladen. Ein wunderbar warmes Gefühl bei den Stegleuten (wie mein Vater immer sagt) zum engsten Familienkreis gezählt zu werden. Ganz gemäß Tucholsky: "Freundschaft, das ist wie Heimat." Ist auch und grade in diesem besonderen Falle so.
Ich habe mich also sehr gefreut- nicht nur weil ich viel zu lange nicht in Worpswede war, sondern vor allem weil ich Matzi und seine Familie so lange nicht gesehen hatte. Shirin hatte ein wirklich traumhaftes Hotel mit einem erstklassigen Ambiente, Service und Essen für uns herausgesucht, nach vielen schier endlos trüben Tagen war uns sogar Petrus wohlgesonnen und belohnte uns mit strahlendem Sonnenschein bei typischem Worpsweder Wolkenhimmel. Was soll ich sagen: alles, wirklich alles war perfekt, einfach wunderschön! Das Dorf, die Kunst und vor allem die Menschen, mit denen wir das diesesmal genießen durften. Obwohl schon viele Führungen dort mitgemacht, schaffte Frau Müller es, selbst uns alte Künstlerkolonie-Hasen mit netten Anekdoten und mancher Erklärung zu überraschen, zu überzeugen. Wie wohltuend wenn man nicht vor jedem der schier zahllosen Kunstwerke stehen bleibt, sondern die richtige Auswahl trifft, wie angenehm, wenn man nicht insistierend immer und immer wieder gefragt wird "Dieses BLAU!!! Was will uns der Künstler mit diesem BLAU sagen?!" Nur nebenbei: Damals wäre ich beinahe aus der Haut gefahren und hätte am liebsten gerufen: "NICHTS! Er hat es genau so gesehen!" Aber meine gute Erziehung verbot mir damals, dem Herren schlichtweg an den Hals zu springen. Vergessen habe ich ihn allerdings nie- und das bedeutet nun mal nicht immer etwas Positives.
Frau Müller hat das am Samstag alles wettgemacht und so wird uns dieser Rundgang durch die kleine bezaubernde Zions-Kirche, zum Grab von Paula Modersohn-Becker, über den Barkenhoff und durch die große Kunstschau immer an einen großartigen Samstag erinnern. Danke, Frau Müller!



Abends haben wir bei einem wirklich phantastischen Essen, dank einer sympathisch-kompetenten Bedienung ("Genießen Sie es!") einem oder mehreren guten Tröpfchen und viel Lachen in den besonderen Geburtstag reingefeiert - und die Älteren unter uns haben uns gezeigt, dass man auch bei einer Uhrumstellung nachts nicht vor 1 Uhr in die Federn muss.

Mittwoch, 26. März 2008

Stapelmoor trägt weiß

Und nochmal wurde ich um 7 Uhr zum Schneeschippen geweckt. Habe ja erst ein bisschen gemault, hatte ich doch grade besonders gut geträumt ;-), aber ein kurzer Blick aus dem Fenster und ich war glockenhell wach. Sah das schöööön aus, noch mehr Schnee als gestern....und alles ist so leise und das Geräusch unter den Füßen, einfach prima. Doof nur, dass der Bau der Eltern sich deshalb schon um 2 Tage verzögert hat, wir sind doch jetzt alle soo neugierig.

Dienstag, 25. März 2008

Niemals nicht...normalerweise!


Eigentlich schneit es in Ostfriesland so gut wie nie, liegen bleibt der Schnee noch seltener. Umso seltsamer mutete es heute nacht an als wir Schneeflöckchen Weißröckchen kurz vorm Zubettgehen entdeckten. Naja, morgen früh ist es weg- ist ja immer so! Trotzdem habe ich mir den Wecker auf 6.30 Uhr gestellt, falls der Gehsteig geräumt werden muß und so habe ich dann meinen Dad auch pünktlich aus dem Bett geschmissen. Der Vogeler-Räumdienst, sozusagen.

Und wie schön das war! Alles ruhig, kaum Leben auf der Straße (Ostfriesen haben ja auch per se Angst bei Schnee vor die Tür zu gehen!) Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und Schnee überall. Ok, eigentlich sollten ja die Bauarbeiten heute beginnen und das wird nun sicher nichts, aber schön siehts aus. So kann man noch mal letzte Fotos vom Zuhause im Schnee machen, im nächsten Winter ja dann hoffentlich vom neuen Zuhause der Eltern.