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Montag, 23. Februar 2009

[Session 2009 - Rosenmontagszug]
Bück Dich!

Das Dreamteam vom letzten Jahr war wieder am Start, gleiche Stelle. Leider hat auch das Wetter wieder nur in Maßen mitgespielt, die Strüßjer bekamen auch in der Hauptsache die anderen.

Und wieder fiel uns folgendes auf:
a) je älter die Menschen umso rabiater beim Fangen der Kamelle. Die nehmen sogar kleinen Kindern noch die Schokolade weg.
b) auch versuchte Deals "Tausche Kamelle gegen Strüßjer" funktionieren bei den Herren der Schöpfung nur in der Theorie und
c) wer sich zu fein zum Bücken ist, sollte überhaupt gar keine Kamelle kriegen. Den geöffneten Sack hinhalten und drauf warten, dass man ihnen die Süßigkeiten und Strüßjer da rein steckt - das geht GAR NICHT. Schließlich sind wir ja auch nicht im Schlaraffenland, wo einem gebratene Tauben in den Mund fliegen! Wir sind in Köln und wir feiern Karneval, ist das so schwer zu kapieren?

Über die diversen anderen unangenehmen Begegnungen, wie z.B. in der U-Bahn, die echt kölsche Mädchen aber so wunderbar kölsch aufgelöst haben, die Komasäufer und Schläger, die 2009 für einen Negativrekord unseres Fastelovends gesorgt haben, erwähnen wir an dieser Stelle mal ebensowenig wie die lieben Damen und Herren vom Ordnungsamt, die am Samstag Darias Auto abgeschleppt haben. Denn sonst könnte ja glatt der Eindruck entstehen, wir hätten keinen Spaß gehabt! Und den hatten wir (also ich nur heute, den Rest hab ich ausgelassen ;-))- und zwar richtig.

Montag, 16. Februar 2009

Session 2009 - Teil 2:
Lachende Kölnarena 2009

Das Vorhaben: Nicht-Kölnern den Kölschen Fastelovend näher bringen.

Erste Irritationen des Teams Ostfriesland: ein Besuch am Samstagnachmittag bei Deutschlands größtem Karnevalskaufhaus, dem Karnevalswierts. Unmengen Menschen, die sich durch Unmengen von Kostümen wühlen. "So was hat man lange nicht gesehen..."

Die Vorbereitungen: Team Ostfriesland verbrachte den Sonntag mit dem Braten von Frikadellen, Kassler und Hühnchen, Schneiden von Käse und dem nur mäßig erfolgreichen Versuch mit künstlichen Wimpern den ultimativen Augenaufschlag hinzukriegen.


Die Veranstaltung: Start um 19.11 Uhr. Einzug von unzähligen Karnevalsgruppen, seltsame Anmutungen bei den Gästen beim stetigen Hochreißen des rechten Armes, Massenbewegungen in Form von Schunkeln. Völliges Unverständnis der kölschen Sprache- gesprochen oder gesungen- auch wegen der Starken Bässe, dazu immer wieder leckre Snacks, den diversen Stimmungsdrinks des Teams Sachsen-Anhalt, den hässlichsten Hintern, die Mon Cheries, Mitsingen, Tanzen und Lachen. Es war ein toller, sehr langer Abend (Ende gegen 1.30 Uhr!) mit viiiielen lieben Menschen aus Ruppichteroth, Köln, Leverkusen, Löbejün und Weener. Herrlich! Und spätestens wenn die komplette Arena zu Dudelsack-Klängen "Du..bes die Stadt" singt, Feuerzeuge rausgeholt werden - dann hat auch der letzte das ultimative Gänsehaut-Gefühl.
Su simmer all he hinjekumme,
mir sprechen hück all dieselve Sprooch.
Mir han dodurch su vill jewonne.
Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing.
Dat es jet, wo mer stolz drop sin.



Wir sehen uns wieder, in der Arena 2010!

Sonntag, 1. Februar 2009

Session 2009 - Teil 1:
"...wegen dem Brauchtum.."

Bevor mir hier jemand erklärt, dass es "wegen des Brauchtumes" heißen muss...nee, der Liedtext geht nun mal so und nicht anders.

Etwas lustlos auf den Weg gemacht, für die Sitzplätze laaaange in Eiseskälte angestanden, aufgeregt über die Sitznachbarin, die von ihrem Liebsten aus der Hinterreihe alles ins Spanische übersetzt bekam...klingt doof, oder? War es aber nicht. Unsere Stunksitzungs-Premiere war gut, größtenteils sehr lustig und musikalisch einfach super. Für die Insider trällere ich nur "Flittars, Flittard" und "Ganz in Weiß, in einem Reihenhaus...", erinnere an die Spaßrutsche, die einen Kevin nach dem nächsten ausgekotzt und vor allem an den Kölsch-Test. Die kölsche Erklärung des Coitus interruptus ("Das ist, wenn Du mit der Bahn zum Hauptbahnhof fährst, aber schon in Nippes aussteigst") war uns ebenso neu wie die Tatsache, dass man in Dünnwald einfach gar keinen Sex hat. Und wenn dann zum Schluß zu U2 "With or without you" vom ausverkauften E-Werk gesungen wird "wegen dem Brauchtum", dann weiß man, warum man zur Stunksitzung geht- denn spätestens dann packt einen doch auch beim Alternativkarneval ein bisschen Gänsehautgefühl.

edit: Besonders amüsant fand ich aber, in dem Pianisten der Köbes Underground einen alten Schulkameraden aus Ostfriesland wiederzusehen. Die Welt ist eben doch ein Dorf. Stimmts, Friso?