Freitag, 3. Juli 2009

[Rauchen bildet]

Jetzt bitte keine Ermahnungen und guten Ratschläge, dass Rauchen ungesund, blöde oder sonstwas ist - weiß ich alles. Aber würde ich nicht rauchen, hätte ich die nette Begegnung eben nicht gehabt. So.
23.15h und mir fällt ein, dass ich noch ein paar Kippen brauche für morgen (sonst muss ich so früh raus). Also lieber jetzt. Ich gehe nach links zum Büdchen, weil bei dem rechts runter immer so komische Typen rumhängen. In dem Büdchen meiner Wahl sitzt des nachts immer ein altes Männchen. Keine Ahnung woher, gebürtiger Ehrenfelder ist er jedenfalls nicht. Und surft auf seinem leicht ranzigen PC. Hört Musik. Und lässt einen auch mal ne Stunde nach der offiziellen Öffnungszeit noch rein, denn es ist warm und seine Tür ist offen. Aber das war letzte Woche.
Nun ja, ich also Kippen gekauft. Im Hintergrund läuft französische Musik. Ob ich den Sänger kennen würde? Keine Ahnung. Gilbert Becaud? Jaques Brél? Er schaut mich leicht entsetzt an und bittet mich hinter den Tresen. Das sei Leo Ferré. DER anarchistische Sänger überhaupt. Aha. Rasselte sogar die korrekten Lebensdaten runter. Und dann spielt er mir weitere Lieder vor, sucht mir bei Youtube noch die Videos raus- und morgen darf ich vorbeikommen und mir ne CD abholen. Weil das die richtige Musik sei, wenn man einen ruhigen Abend allein verbringt. (Ohje, seh ich so aus? Egal.)
Ist das nett?! Ja. Und wie. War nämlich wirklich schön.
Also auch für alle anderen, hier eine kleine Kostprobe:

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