Irgendwann haben wir die XING-Quizzer gefunden, der ein oder andere hatte zwar das grüßen verlernt oder war zu sehr in die wirklich tolle Atmosphäre versunken, andere sahen ihren Profilfotos nun mal gar nicht ähnlich und mussten quasi erst identifiziert werden. Haben wir aber auch geschafft. Dann landeten Torfstecher und Grillfackeln auf Roberts Grill und mussten sich ordentlich beeilen Farbe anzunehmen. Aber lecker war´s, es gab wieder einmal eine doppelte Portion Bautzner Senf und die Zeit verging wie im Flug bis zum Feuerwerk.
Richtig lustig sollte dann aber erst die Rückfahrt werden! Nachdem wir festgestellt haben, dass Nicole gar nicht so weit von uns weg parkte, lehnten wir ihr liebes Angebot uns zum Auto zu bringen dann doch ab. Wie lange wir für die geschätzten 300m gebraucht hätten, lässt sich heute ohnehin nur noch erahnen. Als wir beim Auto ankamen, sahen wir, dass der Stadt Köln wirklich nichts peinlich ist- obwohl wir niemanden behindert haben, hatten wir ein Knöllchen an der Scheibe, genau wie alle anderen auch. Wahrscheinlich veranstaltet die Stadt derartige Events überhaupt nur um Falschparker anzuziehen! Weiß eigentlich jemand ob es Prämien fürs Knöllchenausstellen gibt? Diese Vermutung hatte ich ja schon häufiger...wie bei der GEZ, aber das ist ein anderes Thema. Nachdem wir den ganzen Abend tapfer alle Dixies getrost meiden konnten, zog es uns nun doch langsam nach hause, also bitte nicht mehr zu viel lachen. Die Dings könne sich dann aber doch besser nach hinten setzen weil Dana doch früher raus muß. (Sorry, Simone! Ich weiß, dass Du es bist!) Das Lachen, das allein daraufhin schon einsetzte, schien uns doch kurzfristig noch einmal zu vergehen, fanden wir uns doch trotz regelwidriger Benutzung einer Einbahnstraße ("Was solls, ne Knolle haben wir jetzt eh schon!") in einem Stau wieder, der sich einfach eine ganze Weile durch völlige Bewegungslosigkeit auszeichnete. Dabei immer ein Blick auf die Tankuhr und die stetig abnehmende Akkuleistung von TomTom. Mit Philip Boa und meinem Mitgesinge konnte ich die Laune meiner Mitfahrerinnen leider nicht steigern (zu jung? mein Gesang?), also griff ich irgendwann zur Waffe aller Waffen, der Schlager-BILD-CD. Simone outete sich sofort als Fan ("Die hab ich auch!!") und wir sangen zu Wolle Petri, Katja Ebstein-Fälschungen und Dschinghis Khan (und ich singe immer noch "Wodka macht die Huren kalt" statt "Wodka trinkt man pur und kalt") aus lieblichen Kehlen, voller Inbrunst und vor allem bei weit geöffneten Fenstern. Trainingslager für unseren Karaokeauftritt Ende des Monats. Unsere Königin des Background hat dabei leise Beweise unseres Tuns gesammelt, Hintern und sonstige Absonderlichkeiten am Wegesrand für die Nachwelt festgehalten, die Dame der Tanzeinlagen "D!" Hieksch war aufgrund der räumlichen Begrenzung meines Corsas doch aufs Singen reduziert. Mit welchem Song wir nun in der Karaokebar die offizielle Nachfolge der Jakob-Sisters antreten werden ist allerdings weiterhin ungeklärt. Allerdings hab ich Simone offensichtlich geschockt, als ich mich zwischen den Sternen des Schlagerhimmels als Verbal-Verkehrs-Rowdie outete. Aber ich schimpfe nun mal wie ein sardischer Eisenbieger hinter dem Steuer. Und ich stehe dazu! Die Sonnenbrille trug ich lediglich zur Tarnung während der doch ein bisschen peinlichen Gesangseinlagen- hätte ja schließlich sein können, dass sich der ein oder andere Deutzer in seiner Nachtruhe gestört oder aber in seinem akustisch-ästhetischen Empfinden belästigt fühlte. Als wir endlich Fahrt aufnehmen konnten, war Simone das Plug-In für TomTom und meldete Grün- und Rotphasen, Dana ermahnte mich zur Schnelligkeit: "Du kannst schneller fahren!" "Hier ist 60, Dana!" "Du fährst aber 50!" Okay, aber ich seh ja auch im Dunklen nix. Gummi gegeben und von einem knallroten Gummiboot gesungen. Ach ja, auch wenn das mit wenig lachen so gar nicht geklappt hat, wir haben es alle bis nach hause geschafft. ;-)
2 Kommentare:
WUNDERschön war´s. Wie sang doch uns Katja 1970 "WUNDER gibt es immmmmmmer wie-daaaa". Liebe Grüsse, die Dings.
*lach*
Wenn wir dann Gesangskarriere machen fahr ich freiwillig den Tourbus, spicht: das Mecker-Monster :-)
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