Etwas lustlos auf den Weg gemacht, für die Sitzplätze laaaange in Eiseskälte angestanden, aufgeregt über die Sitznachbarin, die von ihrem Liebsten aus der Hinterreihe alles ins Spanische übersetzt bekam...klingt doof, oder? War es aber nicht. Unsere Stunksitzungs-Premiere war gut, größtenteils sehr lustig und musikalisch einfach super. Für die Insider trällere ich nur "Flittars, Flittard" und "Ganz in Weiß, in einem Reihenhaus...", erinnere an die Spaßrutsche, die einen Kevin nach dem nächsten ausgekotzt und vor allem an den Kölsch-Test. Die kölsche Erklärung des Coitus interruptus ("Das ist, wenn Du mit der Bahn zum Hauptbahnhof fährst, aber schon in Nippes aussteigst") war uns ebenso neu wie die Tatsache, dass man in Dünnwald einfach gar keinen Sex hat. Und wenn dann zum Schluß zu U2 "With or without you" vom ausverkauften E-Werk gesungen wird "wegen dem Brauchtum", dann weiß man, warum man zur Stunksitzung geht- denn spätestens dann packt einen doch auch beim Alternativkarneval ein bisschen Gänsehautgefühl.

edit: Besonders amüsant fand ich aber, in dem Pianisten der Köbes Underground einen alten Schulkameraden aus Ostfriesland wiederzusehen. Die Welt ist eben doch ein Dorf. Stimmts, Friso?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen