Sonntag, 27. April 2008

Privat irgendwie. Trotz Kasse.

Meine geneigten Leser haben es gemerkt- es war ruhig hier. Verdammt ruhig. Und das auch noch unfreiwillig. Wollte ich noch letzten Samstag, nach zwei wunderbaren Kaffeeklatschstunden mit Stefan und meinem anschließenden Horrortrip in die Outdoor-Fetischisten-Hölle noch genau darüber schreiben, fröstelte mich doch schon ziemlich und ich dachte mir "Machste morgen!". Bin also fein früh ins Bett (und das an einem Samstag!) und war guter Dinge, dass der Sonntag meine Welt wieder wärmer und bunter mache. Und dann? Aufgewacht und richtig krank. Fieber, Schüttelfrost, Luftnot und ein ziemlich leerer Kühlschrank. Also viel geschlafen und auf bessere Zeiten gehofft. Montag war es noch schlimmer, mir tat jeder Knochen, jeder Muskel, einfach alles weh, das Fieber war immer noch da und mein Husten klang so, dass ich schon befürchten musste, meine Nachbarn würden einen Abdecker rufen. Ein kurzes Telefonat mit zuhause und anderen mir sehr wohlgesonnenen Personen munterten mich auf, aber am Dienstag war alle gute Hoffnung auf Besserung hinüber. Und was macht mein Papa? Setzt sich ins Auto und kommt mal eben dreihundert Kilometer angefahren um seine kranke Tochter nach hause zu holen (nochmal 300 Kilometer zurück), damit sie nicht so alleine leiden muss. Fährt mich noch direkt bei der nettesten Frau Doktor vorbei, die es schon mit einem Lächeln und einer Portion ehrlichen Mitleids schafft, dass es einem schon ein klein bisschen besser geht. Und dann nach hause, wo Mutter und Hund schon das Krankenlager bereitet haben und sich ganz ohne Angst vor Ansteckung in die Pflege stürzen. Mit viel Herz, ganz wie früher als man noch Kind war und mit einer feinen Kinderkrankheit der Schule fern bleiben musste. Der Vater kocht noch schnell eines seiner Spezialsüppchen, die eigentlich immer helfen- und die ich diesmal leider so gar nicht schmecken konnte. Medikamente, frisches Obst, ständige Überwachung, damit ich auch nicht umfalle in der Dusche und so weiter und so fort. Das nenne ich mal eine echte Privatpatienten-Luxus-Chefarzt-VIP-Spezial-Behandlung. Und das obwohl ich doch nur popliger Kassenpatient bin. Fein das. Danke dafür, danke fürs Familie- und Freunde-Sein!!! Und ganz lieben Dank auch für die vielen lieben Genesungswünsche, -telefonate, -smsen. Konnte sie ein paar Tage nicht so recht würdigen geschweige denn Beantworten, aber jetzt so langsam gehts wieder!

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gott sei Dank, dass die SIV-lose Zeit vorbei ist ! Weiter gute Besserung und alles Liebe von der dokternden Fanfrau

Zornröschen hat gesagt…

Dankeschööön! War auch eine sehr brave Patientin. Und danke für die nette Versorgung!!!! Warum hast Du Deine Praxis nur nicht in Köln, ich würde ja sowas von Werbetrommel rühren :-))

Anonym hat gesagt…

...autsch, da hat es dich ja richtig böse erwischt. Hoffe es geht dir besser!
Und ist es nicht schön eine Familie zu haben, so wäre es mir auch ergangen und ich bin froh dass es die mama und den papa gibt! :-)))