Dienstag, 1. September 2009

[Mensch, Gregor! So doch nicht!]

3 Tage Berlin standen wieder einmal auf meiner Agenda. Sich inkognito von KV-Funktionären beschimpfen lassen und der Besuch des 1. Deutschen Kassenärztetages. Super Veranstaltung mit durchaus so was ähnlichem wie Unterhaltungswert. Warum sich die KBV nun schon den Segen der evangelischen Kirche in Gestalt von Bischof Huber holen musste hat sich mir zwar nicht erschlossen, aber Gregor Gysi hat auf der Bühne schon einen gewissen Unterhaltungswert. Oder was ist davon zu halten, wenn ein Fraktionsvorsitzender sich im Kreise von gesundheitspolitischen Sprechern outet, von Gesundheitspolitik keine Ahnung zu haben ("Unsere gesundheitspolitischen Experten haben keine Zeit, die machen Wahlkampf." Ach was!). Aber man habe ihm ja einen Zettel zugesteckt. Sprachs und holte ihn aus dem Sakko - und las die Meinung vor, die er zu vertreten habe. Leider hat man gemerkt, dass er wirklich nicht wusste, wovon er sprach, aber er verschwand zeitig von der Bühne, so dass es ihm leider auch niemand der Anwesenden erklären konnte. Nun denn. Immerhin konnten ein Kollege der schreibenden Zunft und ich im Stillen titeln "KBV applaudiert SED" - und allein dabei hatten wir unseren Spaß. Auch wenn das so nie zu lesen sein wird.

Ansonsten war zumindest der Dienstag im weiteren Verlauf eher suboptimal- 33 Grad in der Hauptstadt, ein netter Anruf unseres Reisebüros "Ich hoffe, Sie haben eine Jacke mit?! In Köln sind es nur 18 Grad." Ja, hatte ich mit, der Tag endete allerdings trotzdem so durchwachsen wie das Wetter. Wenn man nach zwei Tagen voller anstrengender Termine einfach nur nach hause möchte, ist es nicht ganz so toll, wenn man schon am Flughafen 30 Minuten Verspätung hat um dann noch mal weitere 20 Minuten in der Maschine zu hocken. Einer DSDS-Tralala-Hupfdohle beim Telefonieren mit dem pinken Handy (biss sich farblich mit dem neongrünen Koffer) zuhören muss ("Ich bin jetzt im Flugzeug." Ja, ich auch.). Kaum im kalten und nassen Köln gelandet, war dann auch noch der "Finger" (Fluggastbrücke im Laiendeutsch) kaputt und es mussten erstmal Gangways angefordert werden. Dann in den Bus und gefühlte 20 Meter gefahren. Dann Gehupe, ein Auto verhindert die Weiterfahrt. 10 Minuten. Auto fährt weg und wir fahren noch....2 Meter. Nicht gefühlt, ganz in echt. Aaaargh! Immerhin kam der Koffer dann schnell, nur der Parkhausautomat spuckt keine Quittung aus. Was kann noch schief gehen?! Also mit einem unfreundlichen gelangweilten Parkhauswächter diskutieren (wer behauptet eigentlich immer wieder Kölner wären nett und Berliner unfreundlich?!?). "Wie viel haben Sie bezahlt?" "58 Euro" "Nicht 59?" "Neheiiiin!!" Ich erinnerte mich plötzlich sehr genau an Michael Douglas in "Falling Down". Und ich hatte Verständnis. Statt 20h war es irgendwann 22.30h als ich endlich die heimische Tür aufschließen konnte. Nein, es gibt so Tage, die sind schon gebraucht, wenn man sie bekommt. Aber Berlin an sich war wie immer toll, ich war mit Sandra und Caren schlemmen, lästern und lachen und überlege wieder intensiver, umzusiedeln. Naja, keine 17 Tage und ich bin wieder da. Zwar auch zum Arbeiten, aber dann immerhin im Lieblingshotel.

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