Freitag, 26. Oktober 2007

Ein guter Fluch ist ein Segen - wir haben es immer gewusst...

...oder zumindest gehofft. Und es ist in der Tat gar nichts schlimmes dabei. Prof. Yehuda Baruch von der University of East Anglia in Norwich hat es bewiesen - wer am Arbeitsplatz flucht, tut sich, seinen Kollegen und selbst seinem Chef etwas Gutes!! Neusten Erkenntnissen der modernen Motivationslehre zufolge setzt beispielsweise das Fluchen am Arbeitsplatz sogar bisher ungeahnte Kreativitätsschübe frei. Fluchen, so Baruch, sei ein soziales Phänomen, das Solidarität ausdrückt und den Gruppenzusammenhalt stärkt. Lästereien seien zudem ein Ventil für Frustrationen. Nur gegenüber dem Chef oder Kunden sollte man, so der Rat des Professors, besser mal den Mund halten, aber DAS tun wir ja auch nicht.
Da passt doch ins Bild, dass heute am Telefon ein von mir sehr geschätzter Herr aus dem hohen Norden einen seiner "Kollegen" im Eifer des Gefechts als A...loch bezeichnete- und diese Beschimpfung sofort revidierte. Ich dachte zunächst, das täte er weil er einfach zu gut erzogen ist um mir gegenüber am Telefon einen derartigen Kraftausdruck zu gebrauchen. Pustekuchen! Er stellte auf meinen Hinweis er solle sich mir gegenüber in dieser Hinsicht keinen Zwang antun nur fest, dass eben jene Körperöffnung ja nun doch einen positiven Nutzen habe (jaja, immer diese Mediziner ;-)) und DAS könne er nun von eben jener Person so gar nicht behaupten. Hab ich gelacht...
Bleibt abschließend nur festzustellen: Mann, müssen wir zur Zeit entspannt sein....
Einen lieben Gruß und ein schönes, frustfreies Wochenende an alle, die sich jetzt angesprochen fühlen – weiter so! In diesem Sinne- "lästern, trinken, jammern" ;-)

Quelle: Die Studie "Swearing at work and permissive leadership culture: When anti-social becomes social and incivility is acceptable" von Yehuda Baruch und Stuart Jenkins ist im Journal "Leadership and Organisational Development Journal" (Band 28, Heft 6) erschienen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

...gemäß dieser Studie leb ich zur Zeit dann richtig gesund - das nenne ich Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz!