Manche bezeichnen diese meist übermotivierten Freizeitsportler ja auch gerne als Stalker, schließlich fühlt man sich ja schon das ein oder andere Mal von ihnen verfolgt. Tauchen sie doch auch gerne in Massen am Sonntagnachmittag da auf wo friedliche, aber eben leider völlig unsportliche Mitbürger Riesen-Eistüten verschlingend einen Spaziergang machen. Mir gefiel vor geraumer Zeit die Bezeichnung des "Spiegel", der sie - NEIN, ich muss jetzt UNS sagen- als "Terroristen mit Stöcken" bezeichnete. Missionierend, weltverbessernd, Stöcke schwingend. Ja, all das stimmt. Na und? Irgendwie muss man ja dem Bluthochdruck den Kampf ansagen und da man zunächst mal glaubt, das Walken helfe ohne sich anstrengen zu müssen fallen die Massen eben drauf rein. Aber es ist anstrengend! Nicole war sicher sehr rücksichtsvoll und hat mich auf dem Rückweg auch erstmal in einen Biergarten gelotst und mit einem halben Liter Apfelschorle belohnt, aber ich merkte schon nach den ersten zehn Minuten strammen Gehens, dass mir morgen Oberschenkel und Hinterteil extrem zu schaffen machen werden. Und ich ganz Horst Schlämmer-like sagen konnte "Ich hab Schnappatmung und Po und Bein!" Was solls. Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich Nicole nicht geglaubt habe, dass ich keinen knallroten Kopf hätte. Klar hatte ich den- und ich hab ihn noch. Aber ich werde meine Umwelt weiter stöckeschwingend terrorisieren, seid Euch da mal sicher. Danke, Nicole! Und woher hätte ich sonst gewusst, dass es neben Bionade (Vorsicht, böser Zucker, sagt Cardozo) und A-Schorle auch Rhabarberschorle gibt...
Ich habe Angst als Leiche verwechselt zu werden.
vor 2 Jahren
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