Sonntag, 17. Juni 2007

Arsch sucht Deckel, Topf Eimer oder was die Ringe so zu bieten haben

Ok, ich bin ein Lästermaul. Weiß ich. Stehe dazu. Wen´s stört, hier bitte NICHT weiterlesen.
Eigentlich sollte es gestern nur ein netter Kinoabend werden. Mit antialkoholischen Cocktails (einer hatte Kopf, einer Hals) und einer kulinarischen Tex-Mex-Kleinigkeit zum Abschluss nach einem "Perfekten Verbrechen". Es war aber letztendlich weder Anthony Hopkins, noch Schnuckel Ryan Gosling (Über die Wertung „Milchbubi-Gesicht“ müssen wir noch reden, Stefan!) , noch Fruit Punch oder der wenig männliche Coconut Kiss in Babyrosa, was den nachhaltigsten Eindruck des Abends an der Croisette Kölns, dem Hohenzollernring, hinterließ.

Was man da an einem Sommerabend geboten bekommt ist wirklich nicht zu fassen! Unzählige Junggesellinnen-Abschiede, die sich an Niveau scheinbar stetig unterbieten wollten, zogen zum Teil übelst kostümiert über den Ring und mein Begleiter schien manchmal unmerklich auf dem Stuhl zu schrumpfen um den Blicken dieser Weiber der Gattung „Wehe, wenn sie losgelassen“ zu entgehen. Aber keine Sorge, ich hab die so verächtlich angeschaut, die hätten sich NIE an unseren Tisch getraut um zu seltsamen Spielchen aufzufordern. Mir stellte sich nur immer wieder die Frage wie jung man heute eigentlich schon den Bund fürs Leben eingeht, manche wirkten, als hätten sie grade die mittlere Reife hinter sich gebracht. Obwohl hier von Reife zu sprechen....

Aber auch und grade modisch wurde uns einiges geboten- Baseballkappen, die hoch oben auf einer geölten Frisur thronen, können uns ja schon nicht mehr überraschen, aber die Mädels schossen die komplette heimische Vogelwelt ab. Die Lady mit silbernen Pailetten-Pumps mit gigantisch hohem Absatz waren da noch das geringere Übel und hätten ignoriert werden können, wenn das Mädel auch nur ansatzweise die Waffen an ihren Füßen im Griff gehabt hätte. So hatte es den Anschein als bestimmte das Schuhwerk den Weg und nicht die Trägerin. Da fiel der ultrakurze Jeansmini schon gar nicht mehr ins Gesicht, immerhin waren die Beine ja auch wirklich hübsch.
Ansonsten sind die 80er unweigerlich zurück. Caprihosen und die so eng anliegend, dass man sich vorstellt wie die Trägerin mit einem Schuhlöffel in das Kleidungsstück gestiegen sein mag. Hat aber verhütende Wirkung, die Hose zieht die nie wieder aus, da muss man sie rausschneiden. Das ganze dann vorwiegend in Weiß (jaja, ich weiß, weiß ist das kommende schwarz...bah!), so dass eventuell interessierte Herren ohnehin schon alles vorher sehen, was sie eventuell erwarten würde. Erleichtert das Paarungsverhalten geschlechtsreifer Großstädter schon ganz erheblich, da bin ich sicher. Ebenso wie die in knappen Tops hochgebundenen und damit etwas seltsam verformten Brüste der Mädels, die zusätzlich durch eine Art Brustwickel noch betont wurden. Ja, was soll man da noch sagen. Ob die Hotpants, die teilweise noch an uns vorbeizogen den Gesamteindruck auf der Geschmacksskala noch irgendwie beeinflussen konnten- ich vermag es nicht zu sagen. Mein Vater würde fragen: „Ist das schon eine Hose oder noch ein Gürtel“ – und die Antwort hätte ich ihm gestern schuldig bleiben müssen. Uns stand der Mund die meiste Zeit einfach offen. Teils fassungslos, teils bewundernd ob des überbordenden Selbstbewusstseins, denn bei der Auswahl der Klamotten auf der Suche nach Mr. Oder Mrs. Right nahm der/die ein oder andere wirklich gar keine Rücksicht auf die eigene naturgegebene Präposition. Manchmal sucht eben doch nicht Topf Deckel sondern Arsch Eimer.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Einfach nur herrlich ! Hat in einen trüben Nachmittag in Ostfriesland die Sonne gebracht !Liebe Grüße Marika

Zornröschen hat gesagt…

Liebe Grüße zurück nach Holthusen!Freut mich, dass Ihr Spaß hattet. Ja, es war wirklich....na, eigentlich nicht in Worte zu fassen...