Freitag, 29. Juni 2007

Quizzer wollen hoch hinaus...



"Ängste sind dazu da überwunden zu werden" hat mal ein kluger Mensch zu mir gesagt. Ich habe damals vehement verneint. Angst sei schließlich ein Schutzmechanismus des Menschen und durchaus ernst zu nehmen. Wir müssen nicht überall hin. So. Nicht immer höher, schneller und weiter. Ausnahmen bestätigen die Regel. Nicht überall, okay, aber der LVR-Turm mit seiner Aussichtsplattform in Deutz ist schon eine Überwindung wert. Ich leide unter Höhenangst, nenne es nach der Lektüre einer Abhandlung über dieses Phänomen aber lieber "Höhenschwindel", das klingt eher medizinisch und nicht so nach Psychopathin. Finde ich. Nun hatten sich meine lieben Kollegen vom XING-Köln-Quiz aber in den Kopf gesetzt unsere schöne Stadt mal von oben zu betrachten und wollten hoch hinaus. Der LVR-Turm in Deutz sollte es sein. 103,20m hoch, 29 Stockwerke. Der, der den Kölner Dom in seiner Planungsphase beinahe den Titel des UNESCO-Kulturerbes gekostet hätte. Dem Himmel, der dort oben so nah, sei dank, dass man dort nur den Fahrstuhl benutzen kann und NICHT laufen kann oder muß. Im schrill froschgrün gehaltenen Aufzug wusste ich allerdings nicht, was mir mehr Unbehagen bereitete, die Farbgebung oder doch die drohende Höhe. Aber ich wollte es schaffen und es waren ja auch genügend liebe Arme da, die mich im Zweifelsfall stützen wollte. Brauchte ich nicht! Man glaubt es kaum! Belohnungsbussi von Simone. Ok, als etwas leichter Wind aufkam hatte ich kurzfristig das Gefühl mich in diesem alten Karussel zu befinden, Hopser oder wie diese seltsame Scheibe hieß. Aber es ging und am Ende war ich fast ein bisschen traurig, dass es schon vorbei war und vor allem, dass das Wetter doch eher an einen grauen Oktobertag erinnerte denn an Ende Juni. Und dennoch: Köln ist selbst dann von oben schön. Schreit also eines schönen (sic!) Tages nach Wiederholung.

Um uns nach diesem Erlebnis und dem höchsten Köln-Quiz ever (Lösung von Roberts Rätsel war der Schokoladenbrunnen- Flanke Siv, Torschütze Micha) zu stärken, hatte Zilke uns einen Tisch im Café Especial reserviert und da wurde dann lecker und scharf gegessen (ja, ich fand mein Essen scharf und dass mir niemand gesagt hat, dass die abgebildete Pfefferschote vor dem Namen des Gerichts schon darauf hinweisen wollte, ist immer noch beinahe hinterhältig ;-) )
Und was ist das Fazit des Abends, der uns später noch über das Bankers mit Udo Lindenberg-Klängen in die von mir wirklich gehasste Friesenstraße führte? Rücken können auch entzücken, Nicole und ich versuchten vergeblich Micha und Thomas zu überzeugen, dass wir zwei 17jährige gefangen in den Körpern von Mittdreißigerinnen sind, dass Pfefferschoten schon mal als Warnung zu verstehen sind, man sich um die Zeche zu berechnen gerne seines Handys bedient, Maya beinahe auf dem Klo vergessen wurde, es Ventilatoren-Phobiker(innen) gibt, Nicole TomTom Qualitäten hat, wenn der Taxifahrer doch eigentlich lieber mit dem Handy telefonieren möchte und ich wirklich im Heising & Adelmann NICHTS verloren habe. Aber schön war´s...

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie immer ein klasse "Nach-clubbing"!
:-)
schön war's !

Zornröschen hat gesagt…

Liebe Zilke! Danke nochmal für Idee und Organisation. Es war mal wieder sehr nett mit Euch und es hat auch gar nicht weh getan! *grins*