Die Einschläge kommen ja immer näher, was die Fortpflanzung angeht und bei dem ein oder der anderen in meinem näheren Bekanntenkreis habe ich seltsame Verwandlungen in den letzten Jahren miterlebt. Frische Eltern haben bei mir ja so ne Art "Welpenschutz", ihr Leben hat sich von einem Moment auf den anderen dramatisch (schön) verändert und damit klarzukommen braucht eine Weile. Völlig klar. Dann gibt es aber auch welche, die einfach keine Menschen mehr sind, sondern nur noch Übereltern. Man kann machen, was man will, es gibt kein anderes Thema mehr als die Kids. Jahre, Jahrzehnte lang. Keinerlei Eigenwahrnehmung mehr. (mir graust schon vor der Zeit wenn die Kleinen flügge werden...)
Manchmal scheint es mir, als wäre das genauso gewollt. Man muss sich keine Gedanken mehr um sich und sein Leben machen, man kann sich komplett auf den Nachwuchs projizieren und das scheint manchen einfacher. Nur kann und möchte ich nicht immer über die lieben Kleinen reden. Es gibt schließlich noch a) (Noch-) Nicht-Eltern auch Ende 30, b) Erwachsene OHNE Kinderwunsch und c) coole Eltern, die auch noch selbst ein eigenes Leben haben.
Um so mehr freute mich folgende Nachricht, die ich dieser Tage lesen durfte- und den Vergleich fand ich super: "...Doch in diesem Jahr wird es bei uns zum ersten Mal genauso viele aktive Golfer wie Neugeborene geben, etwa 600 000. Das zeigt, dass Eltern zu einer verschwindend kleinen Splittergruppe der Gesellschaft gehören."
Vielleicht sollte ich aktiver Golfer werden?!
Und nur um eines klar zu stellen: Gott sei Dank habe ich auch einige wenige Exemplare der Kategorie C im Freundeskreis. Freunde, die - auch wenn ihnen meine Art zu leben vielleicht selbst fremd ist- mit mir nachts nach einem Klassentreffen den Mann ausquartieren und statt dessen mit der Kindergartenfreundin im Ehebett Proseccoparties feiern (gell, Tina?). Und die dann noch Töchter haben, die das Mama gönnen und uns morgens schon mit einem tollen Frühstück überraschen, obwohl sie das sonst nie tun. Jawoll. Danke, Lotte.
Ich habe Angst als Leiche verwechselt zu werden.
vor 2 Jahren
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