Nach nettem kurzem Kaffeebesuch (so kann Urlaub anfangen) hab ich Dana eingeladen und war doch sehr froh, dass nicht nur ich für die 2,5 Tage Gepäck wie für ne Weltreise dabei hatte. Nach Dauerbaustelle (auch Smileys trösten nicht über alles hinweg) quer durch die ganzen Niederlande, erreichten wir dennoch unser Ziel - Dauerregen. *grmpf* Egal, alles ist besser als Büro. Also wurden Fleecepulli und Segeljacke rausgeholt und ab gings zur Ortserkundung. Nachdem wir nass bis auf die Haut waren hatten wir uns Pannekoeken met stroop und Chocomel redlich verdient - sag ich mal so. Noch schnell in meinen Liebelingssupermarkt und alles für einen gemütlichen Fernsehabend gekauft, hatten wir zwar schließlich eine große Küche aber keinen einzigen Teller im Schrank. Aber schließlich jagt man bei dem Sturm ja keinen Hund mehr vor die Tür und so wollten wir uns ganz dem Couchpotatoe-Dasein widmen. Nach dem Trockenlegen verhalfen uns dann diverse Käsesorten, frisches Baguette und der obligatorische Rotkäppchensekt aus Danas Beständen bei Kerzenschein zur vollständigen Regeneration. Und wie sagte schon Bob, der Parkplatzbeschützer? Morgen wird alles besser.
Ein Kompliment und ein Satz heiße Ohren
Die seherischen Qualitäten des Mannes überzeugten uns, morgens war es zwar noch trüb aber immerhin trocken. Nach einem leckeren Frühstück in der Ortsmitte, bei dem wir die enge Bekanntschaft mit Piet, der Möwe machen durften und mich der Kellner glücklich gemacht hat, weil er auf mein seltsames Niederländisch wenigstens in der gleichen Sprache antwortete und später (scheinbar erstaunt) fragte: "Oh, Ihr seid doch deutsch?!" gingen wir endlich an den langersehnten Strand. Füße (und Hosenbeine! War klar!) ins Wasser und festgestellt, dass sich die Sonne redlich bemühte und wir ja schließlich nicht aus Zucker sind. Also nach hause und die Strandtasche gepackt und ab wieder an die See. Liegen von Schnucki gemietet und den lieben Gott nen guten Mann sein lassen- und das den ganzen Tag. Mutig ins Meer gesprungen, kaum gelesen, Spazierengedacht, Leute beguckt und Sonnenbrand geholt (also ich zumindest). Irgendwann geht aber auch die schönste Sonne unter und wir haben uns zügig wieder auf den Weg gemacht. Essen fassen, langen Strandspaziergang gemacht, Spielhölle aufgesucht und lauter komisches Zeug ausprobiert, schießlich kennt uns ja keiner, da kann man sich auch schon mal zum Affen machen. Ich kannte nicht mal dieses Tayfun-Dingens, Skifahren gelang immerhin uns beiden nicht und beim Motorradrennen fuhren wir auch eher von Wand zu Abhang zu Wand, als das wir irgendeine echte Leistung erbracht hätten. Aber wir haben viiiiiiel gelacht und dann noch einen schnellen Absacker im Yanks genommen, der Kollegenempfehlung.
Was zum Teufel heißt "Ich möchte bitte bezahlen"* und die Sache mit Links
Am nächsten Morgen küsste uns die Sonne wach und wir waren prompt sehr traurig, dass schon unser letzter Tag angebrochen ist. Schnell die Sachen in die Koffer geschmissen, Strandtasche gepackt und ausgecheckt. Frühstück, Extremshopping in wenigen Minuten und wieder zum Strand. Dort wurden wir von Schnucki wie alte Bekannte begrüßt und schmissen uns sofort wieder auf die Liegen, Blick aufs Meer. Leider musste ich zunächst ein bisschen eingemummelt bleiben, hatte ich doch stellenweise die Farbe eines Hummer angenommen. Aber mit dem richtigen Sonnenschirm und einem T-Shirt beim Schwimmen ging auch das hervorragend und so verschoben wir unsere Abreise Stunde um Stunde nach hinten. Muschelsammeln wie die Kleinkinder, Karte schreiben, Fischbrötchen und noch ne Chocomel zum Abschied- eine Menge, de da noch erledigt erden wollte. Selbstredend, wir haben es geschafft und sind doch erst gegen Abend Richtung Rhein aufgebrochen. Schweren Herzens und mit dem festen Vorsatz bald zurückzukommen. Bis dahin hab ich mein Niederländisch aufgefrischt, wir haben Geschirr und vieles andere im Gepäck. Und so gut gelaunt konnte uns nicht mal die Vollsperrung auf der A3 wirklich was anhaben. Nur Frau Lisa TomTom ging uns ein bisschen auf den Wecker mit ihrem "Bleiben Sie links. Bleiben Sie links." - machen wir. Mit Links.
*De rekening, alstublieft.
"...Du spürst die Lebensenergie, die durch Dich durchfliesst
das Leben wie noch nie in Harmonie und geniesst
es gibt nichts zu verbessern, nichts was noch besser wär
außer Dir im Jetzt und Hier und dem Tag am Meer...."
1 Kommentar:
im Moment weiß ich sehr gut wie sich solche Tage am Meer anfühlen ;-)
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