Manchmal ist mein Job toll, lässt er mich doch immer mal wieder nach Berlin. Die Stadt hat einfach was. Im Gegensatz zu Köln so viel mehr Metropole. Bevor es heute an die Arbeit ging, sind Sandra und ich gestern abend erstmal Schaufensterbummeln und in schönen Läden mit herrlichen "Steh-im-Wegs" gewesen, bevor wir am Savignyplatz im Brel mit den Kollegen einen schönen Abend verbringen wollten. Haben wir auch. Geschlemmt haben wir. Spanferkel, Merguez-Feigenspieß, warmer ziegenkäse auf salat, Schoko-Creme Brulee und Kokos Panna Cotta (nein, das hab nicht alles ich gegessen!) und obendrauf noch Pastis und für die Kollegin abschließend noch eine Ovomaltine. Gespräche von Job über die Tierwelt Mallorcas und Auswirkungen extremer Arachnophobie bis hin zu unfähigen Vätern, die des nächtens selbst warm angezogen ihren Säugling im dünnen Hemdchen spazieren tragen. Was, guter Mann, sollte das werden? Eine Demonstration Ihrer Zeugungsfähigkeit? Sorry, aber das ging ja mal gar nicht, Vaterqualitäten sehen anders aus. Und so hat die ganze Aktion auch bei der Damenwelt der Lokalität lediglich zu chronischem Kopfschütteln geführt.
Dann "nach hause" und noch schnell einen Absacker im Cassambalis. Bin nur noch ins Bett gefallen und mit dem grauenvollen Gezwitscher von "Schön ist es auf der Welt zu sein" (was bitte zeigt die ARD des Nachts?! Hallloooo?) sofort eingeschlafen.
Darüber hinaus war es doch sehr erfreulich festzustellen, dass es andererseits noch Menschen mit Manieren gibt. Die Plätze anbieten, Feuer reichen, aufmerksam zuhören und sogar mannshohe Menütafeln rumwuchten, damit wir Mädels auch wirklich das ganze kulinarische Angebot in unsere Auswahl einbeziehen konnten (haben wir ja auch, siehe oben). Menschen, die einfach aufmerksam sind. Manche mögen sagen, das sei altmodisch, nein nein! Diese Bekanntschaft haben Sandra und ich jedenfalls sehr genossen. Danke, Herr L., Sie haben uns ein bisschen den Glauben an Kultur und Umgangsformen zurückgegeben. Aber das konnte ich Ihnen ja dank Web 2.0 schon sagen. ;-)
Ich habe Angst als Leiche verwechselt zu werden.
vor 2 Jahren
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