Montag, 30. Juni 2008

Mein "Jeden-Tag-hab mich-lieb-Mitschlepper"

...oder eben "everyday darling". Da träume ich mit einer Freundin vom neuen und doch so liebevoll alt anmutenden Fiat 500 und nachdem der "Ich bastel mir meinen eigenen Fiat 500 damit der Traum ein Bild bekommt"-Generator mangels Flash auf dem Rechner, vor dem ich grade sitze, nicht funktioniert, lande ich zufällig auf dem von FIat verlinkten Blog "Everyday Masterpiece".
Und gerate schon wieder ins Träumen. Ja, hab ich auch. Mehrere sogar. Und muss feststellen, dass andere die gleichen "Hab-mich-lieb"s mit sich rumtragen, den gleichen Geschmack und die gleichen Marotten haben. Erst erschreckt es mich, dann doch wieder nicht. Es schmälert nicht die Einzigartigkeit des Einzelnen. Nein nein.
Ja, die Sache mit dem IPod von Felicitas Woll kann ich nachvollziehen, aber es gibt eben doch immer wieder Tage, an denen ich das kleine weiße Ding in meiner Tasche oder dem Regal im Wohnzimmer vergesse- und damit ist es raus. Taugt nicht zu meinem everydays darling.
Aber meine kleine Kamera- ja, die ist immer und überall dabei. Auch wenn ich oft noch Hemmungen habe sie zu zücken und Menschen abzulichten. Das ist wohl eine Art Berufskrankheit, "das Recht am eigenen Bild" und so. Aber wenn ich den jungen hübschen Bettler vorm Dom vorher frage ob ich ihn fotografieren darf, dann ist das Bild, die Authenzität eben weg. Also verzichte ich oft auf das Motiv und verankere es lediglich in meinen Erinnerungen, auch ohne Foto.
Mein Moleskine-Kalender- ohne gehe ich meist nicht mal abends aus. Warum weiß ich nicht, schreibe ich doch viel zu selten was rein. Aber ich könnte, wenn ich wollte. Aber er fehlt, wenn er nicht dabei ist.
Und ohne Handy, ja so schlimm das ist, fühle ich mich oft auch nur als halber Mensch. Weil eben grade dann, wenn es vergessen auf dem Küchentisch schlummert, genau jene grade so wichtige Person anrufen, eine liebe SMS schreiben könnte. Und darauf möchte ich nun noch weniger gern verzichten als auf vieles andere. Dumm nur, wenn es eine Person mit unterdrückter Rufnummer sein sollte, da gehe ich nämlich so gut wie nie dran. Denn die Menschen von der Irgendwasdeutschen Klassenlotterie oder T-Mobile oder was weiß ich, die besonders gern auf diese Weise Einlaß in meinen Tag fordern, gehören nun mal ganz sicher nicht in den erlauchten Kreis der menschlichen "Hab-Dich-liebs". Kopfschütteln. Ganz sicher nicht. Aber wenn ich mit der richtigen Person Zeit verbringe, dann- ja dann, kann ich sogar mein Handy mal ausmachen. Aber dabeisein ist eben alles, auch für mein Mobiles.

Habt Ihr auch so was? Vielleicht wollt Ihr ja nicht nur hier posten, sondern auch den Fiats mal zeigen, was Euch wirklich wichtig ist, dann hier.

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