Zur Zeit erlebe ich nicht so viel, das Jahr hat ja auch erst angefangen und mein Büroalltag gibt sowieso nur selten bloggenswertes her, allerdings stieß ich in den letzten 2 Tagen doch vermehrt auf Meldungen in der Presse, die bei mir nur Kopfschütteln hervorrufen - und das, obwohl das zur Zeit dank einer blöden Verrenkung nur mit Schmerzen möglich ist.
- in Südafrika protestieren Jugendliche mit Massenküssen gegen ein Schmusegesetz. Wir brauchen wohl nicht darüber zu reden, dass alles in dieser Richtung, was nicht einvernehmlich geschieht verboten sein muss, aber wie gut kann es einem Land gehen, dass Zeit hat sich um knutschende Teenager zu sorgen...ich hätte gedacht, dass grade Südafrika drängendere Probleme zu bewältigen hat. Naja.
- auf der CES in Las Vegas wurde nun u.a. ein funkgesteuerter Bierkühler vorgestellt. Nun bin ich ja alles andere als die Zielgruppe, aber ist der Weg zum Kühlschrank wirklich sooo lang, dass man sowas braucht? Und der Aktionsradius ist ohnehin auf 10m beschränkt, sprich: wenn ich faul auf der Gartenliege rumdümpel klappt das mit dem Biernachschub womöglich sowieso nicht. Hm.
- ausgerechnet im Paradies der Kinder und Kindgebliebenen, dem Disneyland in Orlando, Florida, ist Kindern nun das Betreten eines Restaurants untersagt worden. Nun gehöre ich ja auch schon mal zu den bösen Menschen, die die Augen verdrehen wenn die Kinder in Restaurants und anderen Orten, an denen man genießen möchte, lautstark Fangen spielen und auf die schwachen Einwürfe der Eltern (so diese denn kommen) ebenso schwach reagieren. Ja, und dazu stehe ich. Die Augen rolle und die miese Stimmung krieg ich aber weniger wegen der Kids, sondern vielmehr wegen der unfähigen Eltern. Nun habe ich im Zuge dieser Meldung aber einen schönen Kommentar gelesen, der für Restaurants nun nicht nur Raucher- und Nichtraucherbereich einfordert, sondern einen zusätzlichen für Schlechterzogene jeden Alters. Prima Idee. Schallgeschützt bitte.
Und die Kids in Disneys Land kann ich nur um Verständnis bitten- die Eltern wollen schließlich auch mal mit Micky & Minnie spielen. Und ein Essen für sage und schreibe 100$, wie in eben jenem Restaurant auf der Karte gibt Euer Taschengeld nun sicher auch nicht her, oder? Also nicht traurig sein...
- ausgerechnet Naomi Campbell, die bislang weniger durch ihre Intellgenz als durch ihre schlagkräftigen Fäuste Schlagzeilen machte, durfte nun für das Magazin GQ den umstrittenen Staatschef Venezuelas, Chavez, interviewen und auf seine Qualitäten als "Präsidenten des Volkes" testen. Ihr fachfrauliches Urteil: Hugo Chavez sei ein "rebellischer Engel". Naja, wenn man nur über das Comeback der Spice Girls und das Styling Fidel Castros schwatzt...das sind sicher die Fragen, die sein Volk bewegen. Lieber Chefredakteur von der "GQ", beim nächsten Mal bitte ein bisschen mehr IQ bei der Auswahl der Interviewer, wenns möglich wäre. Dankeschön.
Bleibt die Frage, in was für einer Welt wir 2008 leben... *grmpf*
Ich habe Angst als Leiche verwechselt zu werden.
vor 2 Jahren
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