Montag, 19. November 2007

TV-frei, der Versuch einer Überwindung: Tag 1

Andere Leute fasten oder pilgern (und ja, den Jakobsweg geh ich auch eines Tages! Ganz sicher!), ich hingegen versuche eine fernsehfreie Woche zu schaffen. Klingt ganz schön armselig, oder? Sollte eigentlich keine übermäßige Leistung darstellen. Denkt Ihr! Ich bin ein TV-Junkie, schon immer gewesen und wenn ich an meine 3 fernsehfreien Monate in Madrid denke, weiß ich heute noch nicht wie Annika und ich das geschafft haben. Mit zahlreichen Kinogängen, denke ich. Erleichtert wurde das damals anno 1999 durch die Tatsache, dass ich ja ohnehin kein Wort verstanden hätte, aber irgendwann fehlt es ja nicht einmal mehr. So gar keine schlechten Nachrichten zu hören hat was. Aber damals war es Zwang, wir hatten einfach kein Fernsehgerät und basta. Heute hab ich ja größeres vor. Eigentlich lese ich leidenschaftlich gern und wer mal hier in meinem Nest war, sieht das. Wer mir mal bei einem meiner Umzüge geholfen hat, hat es sogar am eigenen Leib zu spüren bekommen. Aber irgendwie ist mir das Lesen im letzten Jahr viel zu sehr abhanden gekommen. Und genau das möchte ich jetzt wieder ändern. Ungezählte ungelesene Bücher im Regal. Und immer wieder die Frage: "Wie, Du hast den neuen Harry Potter noch nicht gelesen?!" Nee, wie denn wenn der Vorgänger noch ungelesen hier rum steht! Und die darauf folgenden mitleidigen Blicke hab ich satt! ;-)
So, und nun ist es wohl soweit. Seit ich mir überlegt hab, dass diese Woche so gut oder schlecht wie jede andere ist, ist mir irgendwie komisch. Nach hause kommen und nicht als erstes die Glotze anmachen ist komisch. Stattdessen Musik. Hm. Ein Gefühl des Entzuges wie beim Rauchen-Aufhören- und da weiß ich wovon ich spreche.
20.32 Uhr: Gerade Abendbrot gegessen, jetzt vielleicht mal abwaschen und noch schnell saugen. Dann Tee machen, dicke Socken an und Buch holen. So der Plan. Bis später...

21.06 Uhr: abgewaschen, gesaugt, Wohlfühlsocken an, Rooibusch-Karamell, Buch parat. Nur die Incubus-CD war zu laut, hab ich jetzt ausgetauscht gegen Rodrigos "Concierto de Aranjuez"..
Buch: Simon Beckett "Die Chemie des Todes" (nichts für Weicheier, aber für mich genau richtig ;-))
Musik: wie gesagt Incubus "Light Grenades" (zu laut zum lesen) und Joaquin Rodrigo "Concierto de Aranjuez" - was für ein Kontrastprogramm...

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wo sind die Socken ???

Anonym hat gesagt…

Bin ich denn gaga ? Das sind ja Handschuhsocken - wauw - da muss es doch was werden !

Zornröschen hat gesagt…

Die Socken sind links im Bild, ja es sind Socken mit Zehen dran. Kitschig, aber warm! Und der erste Abend war ein voller Erfolg! Ich schaff das!!!