Mittwoch, 14. Februar 2007

Paralleluniversum Fastelovend I.

Ok, ich steh´ dazu, ich bin Imi. (Für die Nicht-Kölner unter den Lesern: das bedeutet, dass ich nicht in der Hauptstadt des rheinischen Frohsinns geboren, sondern hier einfach nur aufs Herzlichste geduldet bin) An die etwas seltsam anmutende Mundart habe ich mich ja in den letzten 12 Jahren gewöhnt und ich weiß inzwischen, dass man hier mit „Ring“ keineswegs den gleichnamigen Boulevard besingt, sondern den ab und an aus seinem Bett kommenden Vater Rhein, auch seltsame Worte wie „Pänz“, „Flönz“ und "Stippeföttche" haben sich mir inzwischen entschlüsselt. Und überhaupt geben sich die lieben Menschen im XING-Köln-Quiz ja beinahe täglich Mühe mir Kölsches näher zu bringen. Klappt ja auch ganz gut – meistens...

Es gibt aber einige wenige Tage im Jahr, da stehe ich dem ein oder anderen Phänomen immer noch staunend gegenüber. Heute war so einer. Ok, auch im Büro ist in den letzten Tagen immer wieder die Rede von „Wieverfastelovend“ (Weiberfastnacht), wo geht man hin, was zieht man an.
Was ich damit eigentlich sagen wollte: es ist nicht so, dass Karneval total überraschend vor der Tür steht, nein! Aber wenn ich müde aus dem Büro komme nach einem Tag voller Dauerregen, der einen in tiefste Februar-Depression zu stürzen droht, in eine überfüllte S-Bahn steige, in der ich schon vor besagtem Donnerstag als nahezu einzige NICHT verkleidete und nicht angetüdelte Person von Clowns, Piraten und Marienkäfern umzingelt bin - dann, ja dann fühle ich mich wie in einem Paralleluniversum. Bisschen wie bei „Men in Black“, nur ist nicht klar, wer hier der Alien ist....Morgen wird einfach mal mitgemacht und dann schauen wir mal wer hier "geblitzdingst" wird...;-)

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